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C Y C L O N E „400 PS – lasergesteuert – ein tödlicher „HURRICAN“ auf Rädern.“ (Verleihwerbung) USA 1987 / „Cyclone“ / AT: „Tornado” / Prod.: Cinetel Films Inc./ Länge: 82 Min. / FSK: ab 16 Regie: Fred Olen Ray / Musik: Daniel A. Jackson, James Saad / Kamera: Paul Elliot / Prod.: Paul Hertzberg / Buch: Paul Garson, T. L. Langford Darsteller: Heather Thomas (Teri Marshall), Jeffrey Combs (Rick Davenport), Martin Landau (Bosarian), Ashley Ferrare (Carla Hastings), Dar Robinson (Rolf), Martine Beswick (Waters), Robert Quarry (Knowles), Troy Donahue (Bob Jenkins) , Tim Conway Jr. (Barrell), Dawn Wildsmith (Hanna) sowie Michael Reagan, Huntz Hall, Bruce Fairbairn, Sam Hiona, John Stewart, Paul Short u.a. |
Na, wer braust denn da mit seinem flotten High-Tech-Motorrad durch die Kante? Nun, es ist Jeffrey Combs, der damals, wie es das Schicksal so will, rein zufällig der Nachbar von Fred Olen Ray (ALIENATOR; BIOHAZARD) war. Und dieser konnte ihn zur Mitwirkung in zwei seiner Filme überreden, worüber Combs selbst im Nachhinein nicht unbedingt stolz drauf ist. Der eine war der hierzulande unveröffentlichte PHANTOM EMPIRE (1987), der andere der hier vorliegende CYCLONE, in dem Combs einmal mehr den idealistischen Forscher spielt, nur das er diesmal nicht an Körperteilen, sondern an Maschinenteilen tüftelt und experimentiert: Er ist der Erfinder eines hochmodernen Super-Motorrads, das statt Benzin Wasserstoff als Antriebsmittel benutzt. Schon bald sind allerlei finstere Gestalten hinter dem sehr wichtigen militärischen Projekt her und so kommt es eben, daß er beim Besuch mit seiner Uschi (Heather Thomas) in einer dieser 80er-Jahre-Discotheken, gerade als er ’ne flotte Sohle aufs Parkett legt, abgemurkst wird. Schlechte Musik kann tödlich sein. Damit ist Combs nach nicht mal einer halben Stunde auch schon wieder aus dem Rennen, darf aber noch seiner Uschi per aktivierten Bildschirm seine FBI-Zugehörigkeit offenbaren und Anweisungen erteilen, wie sie denn nun seine geniale Erfindung, den „Cyclone“, handhaben soll, um sie vor den Mächten des Bösen zu verstecken. Hinter denen steckt Martin Landau (DAS GEHEIMNIS DER FLIEGENDEN TEUFEL, 1980), der in den 80ern in seinem ganz persönlichen Karrieretief fest saß, aus das ihm wenig später ausgerechnet Woody Allen wieder heraus half und ihn mit der Oscar-nominierten Rolle in VERBRECHEN UND ANDERE KLEINIGKEITEN bedachte. 1992 konnte Landau die begehrte Statue tatsächlich in Empfand nehmen: für seine schauspielerische Glanzleistung als abgetakelter, drogensüchtiger Bela Lugosi in Tim Burtons liebevoller Hommage an den angeblich schlechtesten Regisseur aller Zeiten: ED WOOD. 1987 musste er noch für Fred Olen Ray die Gastrollen-Charge machen. Als Oberschurke Bosarian taucht er auch erst nach etwa einer Dreiviertelstunde auf, reagiert aber gleich ziemlich ungeduldig, hat er doch diese tolle Erfindung für 5 Mille an die Japaner verkauft, die wiederum auf pünktliche Lieferung ihrer Wahre bestehen. Stuntman-Legende Dar Robinson als Killer-Punk (einer seiner letzten Rollen vor seinem tödlichen Unfall in LETHAL WEAPON) sowie Robert Quarry (BLACK ZOMBIES VON SUGAR HILL, 1974) und Martine Beswick (DER SKLAVE DER AMAZONEN, 1967) als falsche FBI-Agenten versuchen in Bosarians Auftrag den „Cyclone“ in die Hände zu bekommen – leider vergeblich. Denn diese sensationelle Erfindung, und das kann man von einer für die Zukunft der Menschheit bedeutenden Energiequelle durchaus behaupten, musste ausgerechnet in die Hände einer Frau fallen… Was das in einem Film von Fred Olen Ray bedeutet, kann man sich denken: es langt mal wieder halt nur zu einem typischen Film von Fred Olen Ray. Er vertraut voll und ganz der nicht vorhandenen Starpower von Heather Thomas, die Stemmeisen stemmend im Fitnessstudio schwitzt, pöbelnde Saufbrüder verdrischt und auf der Flucht vor Bosarians Verbrecherbande für herzhafte Verfolgungsjagden, umwerfend dilettantisch inszenierte Schusswechsel und jede Menge explodierende Autos sorgt. Kein Film von Fred Olen Ray ohne Duschszene; Blondinen-Bonus inbegriffen. Er weiß, was er sich selbst schuldig ist. Nur geriet die teils naive, teils ermüdende Jagd nach dem futuristischen Gefährt doch recht zäh, Ray hat jedenfalls schon weitaus enthusiastischer schlechte Filme gedreht.
· „Mangelhaft in der Darstellung und voller Spekulationen mit dem schlechten Geschmack.“ (LEXIKON DES INTERNATIONALEN FILMS)
Weitere besprochene Filme mit Jeffrey Combs:
RE-ANIMATOR (1985) FROM BEYOND (1986) ROBOTJOX (1989) MUTRONICS (1991) FORTRESS – DIE FESTUNG (1993) LURKING FEAR (1994) SPOILER (1997) ICH WEISS NOCH IMMER, WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST (1998) HAUNTED HILL (1999) FAUST – LOVE OF THE DAMNED (2001) FEAR DOT COM (2002) SHARKMAN – SCHWIMM UM DEIN LEBEN (2005) ABOMINABLE (2006) HAUNTED HILL - DIE RÜCKKEHR IN DAS HAUS DES SCHRECKENS (2007)
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