Prodotti e trattamenti cosmetici
“Ich habe in einer Woche alle Freddy- und Jason-Filme angeschaut.” (Ronny Yu)
filme | a | b | c | d | e | f | g | h | i | j | k | l | m | n | o | p | q | r | s | t | u | v | w | x | y | z | 0-9
You are in: Home arrow Von Alien bis Zombie arrow Filme arrow S 
Severance
(1 Stimme)
 

Views : 2675

Veröffentlicht in : Filme, S

SEVERANCE

Ein Betriebsausflug, der ist lustig

Ein Betriebsausflug, der ist schön

Ja, da kann man mal die Kollegen beim sterben zuseh’n

Ein Betriebsausflug, der ist lustig

Ein Betriebsausflug, der endet blutig

Ja, darauf reimt sich … KNUTig

GB/D 2006 / O: „Severance“ / Prod.: Qwerty Films; UK Film Council; Isle of Man Film; N1 European Film Produktions; Dan Films Produktion / keine Jugendfreigabe / 92 Min. (uncut) 

Regie: Christopher Smith / Musik: Christian Henson / Kamera: Ed Wild / Schnitt: Stuart Gazzard / Ausf. Prod.: Michael Kuhn, Steve Christian / Prod.: Jason Newmark / Buch: James Moran, Christopher Smith / Story: James Moran 

Darsteller: Danny Dyer (Steve), Laura Harris (Maggie), Tim McInnerny (Richard), Toby Stephens (Harris), Claudie Blakley (Jill), Andy Nyman (Gordon), Babou Ceesay (Billy), David Gilliam (George), Juli Drajkó (Olga), Judit Viktor (Nadia), Sándor Boros (Busfahrer) sowie Levente Törköly, János Oláh, Attila Ferencz, Bela Kasi, Roland Kollárszky, Péter Katona, Levente Lezsák, Nick Greenall, Matthew Baker, John Frankish u.a.

Beworben wurde SEVERENCE als eine weitere HOSTEL / WOLF CREEK / WILDERNESS-Variante, womit man Christopher Smith’s zweitem abendfüllendem Film nach seinem U-Bahn-Horror CREEP (2004, mit Franka Potente) in keinster Weise gerecht wird und lediglich im Zuge der aktuellen Psychopathen- und Terrorfilm-Welle nach potentieller Kundschaft schielte. Mit HOSTEL hat er nur die Ausgangsidee gemein: Eine kleine Gruppe westlicher Bürger begibt sich auf einen Kurztrip in den ehemaligen Ostblock, wo sie das kalte, nackte Grauen erwischt – mit aller Härte. Was man Eli Roth insbesondere vorwarf, nämlich das er die Osteuropäer (in seinem Fall waren es Tschechen) als jene Klischeebilder charakterisierte, wie es sich schlichter gestrickte Gemüter in ihrem beschränkten Weltbild vorstellen, könnte man auch Christopher Smith unterstellen. Könnte man… doch Smith geht noch weiter, nämlich in eine andere Richtung. Bei ihm sind es ehemalige Elitesoldaten, die nach dem Zusammenbruch des Kommunismus wie Wilde im Wald hausen – dafür aber eben perfekt ausgebildet, bis an die Zähne bewaffnet und mit dem Drang, unbescholtene westliche Bürger zu eliminieren. Ihnen gegenüber: sieben Mitarbeiter eines renommierten Waffenkonzerns, die auf einem Betriebsausflug in den Wäldern von Ungarn eigentlich lernen sollen, was „Team Work“ wirklich bedeutet. Das werden sie auch. Gerade durch diese Kombination bekommt SEVERANCE in Zeiten des realen Terrors und Rüstungswahns einen aktuellen Zeitbezug, der sich in vielen galligen Seitenhieben und boshaften Dialogen wieder spiegelt (zu Beginn ist von inhumanen Waffen die Rede). Und auch die Tatsache, daß die Waffenhersteller zum Teil auch von ihren eigenen Waffen (z.B. eine Tretmine) geschlagen werden.  

Erfreulich bei SEVERANCE ist auch, daß, im Gegensatz zu den meisten „Gehe nicht in den Wald!“-Filmen der letzte Jahren, keine pubertierende Teenager-Twens das Geschehen dominieren, sondern treffend gezeichnete, erwachsene Menschen, die sich streiten, miteinander konkurrieren und auch sonst gegenseitig auf den Wecker gehen. Wie Menschen eben so untereinander sind. Die völlig unterschiedlichen Charaktere sind so gut getroffen, daß einem deren Tod wirklich nahe geht, während einem das Schicksal jugendlicher Protagonisten in anderen Filmen überhaupt nicht interessiert, von der Art, wie sie denn sterben, mal abgesehen. SEVERANCE funktioniert als Ensemblefilm ausgesprochen prächtig: Da ist Abteilungsleiter Richard (Tim McInnerny), der Mühe hat, den kleinen, streitbaren Haufen zusammen zu halten und in brenzligen Situationen ziemlich hilflos und geschockt agiert. Einer, dem die Dinge außer Kontrolle geraten – mitsamt den ihm unterstellten Personen: Da wären etwa der dauernd zugedröhnte Steve (Danny Dyer), Gordon (Andy Nyman), der trottelige Arschkriecher oder Harris (Toby Stephens), der sich selbst für den besten Waffenverkäufer und für unverzichtbar hält. Nicht zu vergessen die beiden Damen in diesem blutigen Spiel: Maggie (Laura Harris), die attraktive Blonde mit Charme und Grips, auf die die Männer im Team so sehr abfahren, und Jill (Claudie Blakeley), die am liebsten nur noch humane Waffen bauen möchte – ein echter Menschenfreund eben. Sie alle wollten (oder mussten?) an diesem Teamwork bildenden Betriebsausflug teilnehmen und finden sich in einem hässlichen Wald voller Bärenfallen, Tretminen und sadistischen Ex-Söldnern wieder.  

Wie schon im fabelhaften SHAUN OF THE DEAD zeigt sich, daß die weniger ernsten Filme besser funktionieren als die, die sich selbst viel zu ernst nehmen. Ist bei Menschen übrigens auch so.

Selbst als der Film sich im letzten Drittel auf die genretypischen Elemente beschränkt (die Jagd und die Flucht durch den Wald) verliert er nichts von seinem Biss und seiner Treffsicherheit. Neben verrückten Traumsequenzen und absurden Drogenrauschszenen hat Smith einige herrliche Einfälle parat: So sehen wir aus der Sicht eines abgeschlagenen Kopfes, wie es sich wohl anfühlen mag, über den Waldboden zu purzeln und zuzusehen, wie das Blut aus dem eigenen Hals nur so spritzt. Bei all der Komik verliert Smith nie Spannung und Atmosphäre aus dem Auge, zwei wichtige Zutaten, die durch die kongeniale musikalische Untermalung abgerundet werden. Im Vergleich dazu war CREEP nur eine Fingerübung, SEVERANCE dagegen der absolute Volltreffer, der in allen Belangen punkten kann. Insofern kann man schon auf die nächste Regiearbeit von Christopher Smith gespannt sein.

 

 

 

   

Benutzerkommentare  RSS feed Kommentar
 

Durschnittliche Benutzerbewertung

   (0 Stimme)

 


Fügen Sie Ihren Kommentar hinzu
Name
E-mail
Titel  
Kommentar
   Benachrichtige mich über nachfolgende Kommentare
  This image contains a scrambled text, it is using a combination of colors, font size, background, angle in order to disallow computer to automate reading. You will have to reproduce it to post on my homepage
Enter what you see:

   
   

Keine Kommentare vorhanden



mXcomment 1.0.9 © 2007-2009 - visualclinic.fr
License Creative Commons - Some rights reserved
< zurück   weiter >

Richtig schlechten Geschmack hatten:

Heute232
Gestern321
Woche1182
Monat2544

Login

Neue Kritiken

26. November 2008
30. Oktober 2008
29. Oktober 2008
16. Oktober 2008
14. Oktober 2008
12. Oktober 2008
11. Oktober 2008
09. Oktober 2008
29. September 2008
26. September 2008
21. September 2008
20. September 2008
03. September 2008
30. August 2008

  rss20.gif