PRIMAL FORCE
Wo Paviane unter Palmen reiben, bis die Nüsse qualmen
USA 1999 / O: “Primal Force” / Prod.: Paramount Pictures / Laufzeit: 85 Min. Regie: Nelson McCormick / Musik: Martin Davich / Kamera: Francesco Varese / Schnitt: Jennifer Hatton / Ausf. Prod.: Steve White & Sheri Singer / Prod.: Christopher Webster / Buch: Michael Thoma Darsteller: Ron Perlman (Frank Brodie), Mark Kiely (Scott Davis), Roxana Zal (Tara Matthews), Richard Fancy (Deutsch), Kimberlee Peterson (Kelsey Cunningham), Guillermo Rios (Eddie Mendoza), Julian Sedgwick (Kovacs) sowie Jimy Hefner, Bruno Danza, Ramiro Gonzales, Lorene Noh u.a. |
TV-Massenware, wie sie für den Paramount eigenen Sender UPN preiswert und schnell produziert wurde. Ron Perlman spielt den heruntergekommenen und versoffenen Frank Brodie, der angeheuert wird, um mit einer kleinen Rettungscrew drei abgestürzte Flugzeuginsassen von einer einsamen Insel zu bergen. Vor Jahren war Brodie schon mal auf dieser Insel und hat seitdem keine gute Erinnerungen mehr. Kein Wunder, wimmelt es dort von aggressiven und sehr schlauen Killer-Pavianen, die einst zu Jagdzwecken genmanipuliert worden...
Wenn sich die idyllische Natur als gnadenloser Überlebenskampf entpuppt und genmanipulierte oder einfach nur gefräßige Tiere Jagd auf Menschen machen, da können speziell Filme wie DIE VÖGEL, DER WEISSE HAI, GRIZZLY, PIRANHA und ANACONDA nicht weit sein. Ausgesprochen konventionell (aber wenigstens einigermaßen unterhaltsam) geht´s in PRIMAL FORCE zu: Ein Klischee jagt das andere und neue Einfälle sucht man vergeblich, aber Schauspieler-Kleiderschrank Ron Perlman hat mit seiner wuchtigen Präsenz die volle Aufmerksamkeit. Rasante Schnitte im MTV-Stil, eingefärbte Bilder, ungewöhnliche Kamerapositionen und Wackelbilder a lá Lars von Trier, Schießereien, Explosionen und gnadenlose Hetzjagden durch die Dschungel-Wildnis – Handlungsmäßig passiert hier nicht sehr viel, aber wenigstens verhindert die flotte Machart ein kurzzeitiges Abnicken.