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DIE LEBENDEN LEICHEN DES DR. MABUSE
Wirre Genre-Mixtur um verrückte Wissenschaftler, Agenten, Vampire, Amputationen, einer neuen Super-Rasse und finsteren Nazi-Chergen. Vincent Price, Christopher Lee und Peter Cushing sind auch dabei
USA/GB 1969 / O: „Scream and Scream Again“ / AT: „Die lebenden Leichen des Dr. X“ / Laufzeit: 89 Min.
Regie: Gordon Hessler / Musik: David Whitaker / Kamera: John Coquillon / Schnitt: Peter Elliott / Prod.: Max J. Rosenberg, Milton Subotzky / Buch: Christopher Wicking / LV: „The Disorientated Man“ von Peter Saxon
Mit Vincent Price (Dr. Mabuse; OF = Dr. Browning), Christopher Lee (Fremont), Peter Cushing (Major Heinrich), Judy Huxtable (Sylvia), Alfred Marks (Bellaver), Michael Gothard (Keith) sowie Anthony Newlands, Peter Sallis, David Lodge, Uta Levka, Christoper Matthews u.a. Eine schreckliche Mordserie, in der junge Mädchen bestialisch getötet werden, hält die Londoner Polizei in Atem. Als sie dem Killer schließlich auf die Schliche kommt, endet er (nach einer im Film zu lang geratenen Verfolgungsjagd) durch Säurebad-Selbstmord im Haus des finsteren Dr. Mabuse (Vincent Price). Ein elender Gribel ist das, der an unschuldigen Menschen bizarre Experimente vornimmt, um (s)eine neue Super-Rasse zu kreieren. Dabei ist Mabuse selbst nur ein kleines Rädchen in einem großen Getriebe, welches unter ständiger Obacht einer fremden Macht steht...
Wirres, konfuses und unlogisches Durcheinander aus sinnlosen Handlungssträngen, die einfach nicht zusammen passen. Der Zuschauer hat doch schon seine Mühe, sich in diesem aus allerlei Versatzstücken bestehendem Genre-Misch-Masch zurecht zu finden. Noch bedepperter guckt er aus der Wäsche, wenn dieser groteske Reißer zu einem ausgesprochen unbefriedigenden Ende kommt, bei dem einfach zu viele Fragen offen bleiben. Deutschlands Wortverdreher setzten noch eins drauf und verwandelten zum einen Dr. Browning aus der Originalfassung in Dr. Mabuse und zum anderen jubelten die uns im Vorspann einen gewissen Gordon Hessker (!) als Regisseur unter ... Man sollte die Verantwortlichen für solche Stümpereien irgend etwas an die Rübe schmeißen. Das groß angekündigte Zusammentreffen der Horror-Dinos entpuppt sich als komplette Enttäuschung: Price gibt den Mad Sciencist, ohne aber besondere Akzente zu setzten, während Lee und vor allem Cushing in undankbaren Gastrollen verhökert werden. Einziges Highlight ist die bizarre Nebenhandlung, in der ein ahnungsloser Jogger nach einem Zusammenbruch in ein seltsames Hospital gebracht wird, wo ihm im weiteren Verlauf immer mehr Körperteile abhanden kommen.
- „Leider bedient sich aber das zugrunde liegende Skript zu vieler verschiedener Motive, ohne eine einheitliche Linie einzuschlagen.“ (Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR)
- „Wieder einmal ist es f(w)indigen deutschen Importeuren gelungen, durch Frisieren von Titel und Hauptrolle den erwartungsgestimmten Zuschauer aufs Kreuz zu legen. Da wird aus einem Dr. Browning ein Dr. Mabuse, um endlich die entsprechende „Welle“ totzureiten. (...) Trotz Starbesetzung Price, Lee und Cushing eine – milde gesagt – wirre Mischung.“ (LEXIKON DES SCIENCE-FICTION-FILMS)
- ,,Man kann sich nicht des Eindrucks erwehren, der Film sei aus den Schnittabfällen verschiedenster anderer Filme zusammengeklebt worden.“ (FILMDIENST)
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