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“Das Kinopublikum in den Siebzigern erwartete einfach mehr Gewalt.” (Norman J. Warren)
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Horror-Alligator, der
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Veröffentlicht in : Filme, H

DER HORROR-ALLIGATOR 

 

USA 1980 / O: „Alligator“ / AT: ,,Der Killer-Alligator” / Länge: 89 Min. / FSK: ab 16 

 

Regie: Lewis Teague / Musik: Craig Hundley, Jack K. Tillar / Kamera: Joseph Mangine / Schnitt: Larry Bock, Tom Medico / Ausf. Prod.: Robert S. Bremson, Tom Jacobson / Prod.: Brandon Chase / Buch: John Sayles / Story: Frank Ray Pirelli / FX: Robert Short, The Stansbury Co. 

 

Darsteller: Robert Forster (David Madison), Robin Riker (Marisa Kendall), Michael V. Gazzo (Chief Clark), Dean Jagger (Slade), Henry Silva (Colonel Brock), Sydney Lassick (Luke Gutchel), Jack Carter (Mayor), Perry Lang (Officer Jim Kelly) sowie James Ingersoll, Bart Braverman, Leslie Brown, John L. Wood, Royce D’Applegeate, Robert Doyle, Sue Lyon, Tom Kindle u.a.

 


Ein kleines, niedliches Krokodilbaby, das sich eine Familie fürs Töchterchen angeschafft hat, wird bald als störend empfunden und landet per Toilettenspülung in der Kanalisation. Dort kann es sich richtig schön satt fressen, denn Tierkadaver aus einem Versuchslabor, wo finstere Wissenschaftler mit Wachstumshormonen experimentieren, werden in schöner Regelmäßigkeit ebenfalls entsorgt. Das Toilettenbecken als Tierbeseitigungs-Sammelbecken. Die Echse mutiert zum Monster-Alligator, der bald eine muntere Fressattacke startet. Auch auf dem Speiseplan: Die Gäste einer High-Society-Party, die im Garten des Bürgermeisters selbst zum Diner werden. Der eigenbrötlerische Cop Madison (sehenswert: Robert Forster, JACKIE BROWN; SUPERNOVA; MULHOLLAND DRIVE; FIREWALL), der zunächst gegen seine Vorgesetzten antritt, stellt sich dem Killer-Kroko mit einer Stange Dynamit... 

 

Unter den zahlreichen Tier-Horrorfilmen im Stile von Spielbergs oft zitiertem DER WEISSE HAI (1974) findet sich ein kleiner Klassiker seiner Art: Dieser ALLIGATOR (Originaltitel) hier hat wirklich Biss und schnappt mitunter böse zu. Obwohl er nun auch schon seine Jahre auf dem Buckel hat, bleibt er mustergültig für alle Öko-Horror- und Monster-im-Kanalschacht-Filme. Das ist nicht nur der routinierten Regie von Lewis Teague (er inszenierte u.a. auch die Stephen-King-Verfilmungen CUJO (1983) und KATZENAUGE (1985), die Abenteuerkomödie AUF DER JAGD NACH DEM JUWEL VOM NIL (1986) und 1991 den futuristischen Gefängnisthriller WEDLOCK), sondern auch dem ereignisreichen Drehbuch von John Sayles (der zuvor mit seinem Skript zu Joe Dante’s PIRANHA in ganz ähnlichen Genre-Gewässern schwamm) zu verdanken. Sicherlich mag DER HORROR ALLIGATOR an manchen Stellen etwas naiv sein, das aber auf eine äußerst angenehme Weise. Er hat Charme und Atmosphäre, zwei Eigenschaften, die man bei Filmen jüngeren Datums vergeblich sucht, man denke nur an Tobe Hoopers peinlichen CROCODILE.

 

Wirklich an die Nieren gehen aber nur die Szenen „echten Horrors“: da wird den Versuchstieren im Labor kurzerhand die Kehle durchgeschnitten – damit sie keinen Krach machen. In erster Linie funktioniert DER HORROR-ALLIGATOR als ironisches Grusel-Happening: beim Alligator-Ringkampf am Sonntagnachmittag wird schon mal der Fotoapparat gezückt, fürs heimische Familienalbum. Der absolute Brüller aber ist Schurkendarsteller Henry Silva als feiner Großwildjäger Colonel Brock, der im Großstadtdschungel Jagd auf eine groooßes Krokodil macht!

 

  • Gefolgt von der überflüssigen Fortsetzung ALLIGATOR II – DIE MUTATION (1990)

 

  • „Clever gestrickter Tierhorror aus der Werkstatt des Hobbyzoologen Lewis Teague.“   (HÖLLE AUF ERDEN)

  • „Lewis Teague hat zwei angstbesetzte Dinge geschickt miteinander verknüpft – die aggressive Fresslust des gnadenlosen Reptils und das unheimliche glitschig-dunkle Milieu der Unterwelt, der Kanalisation.“ (FISCHER FILM ALMANACH)

  • „Und weil der honorige John Sayles das Drehbuch geschrieben hat, steckt der Film voller bissiger Anspielungen und bösartiger Seitenhiebe, sodass die kleine Tierschau zu einem ersprießlichen Sehvergnügen wird.“ (Harald Keller, TAZ)

  • „Dank eines guten Drehbuches und der leichthändigen Regie Lewis Teagues ist dieser Film aus der verebbenden Tier-Horror-Welle unterhaltsam und goutierbar.“ (Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR)
   

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Geschrieben von: Gast2 am 24-04-2007 10:27

Also meiner Meinung nach ist dieser Film doch gar nicht mal so übel, was aber auch damit zusammen hängen kann, dass ich eigentlich die Filme aus den 80ern besser finde, als die der "Neuzeit" (gibt natürlich Ausnahmen wie "Haus der 1000 Leichen" u.a.) Stimmt schon,d er Film ist nicht gerade ein Splatterfilm, so wie ich sie am liebsten habe, aber manchmal ists doch auch recht amüsant ohne Gedärms etc.

 

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