Views : 3259 |
Veröffentlicht in : Filme, S |
SNAKES ON A PLANE "I want these motherfucking snakes off this motherfucking plane!"
USA 2006 / O: „Snakes On A Plane“ / Prod.: New Line Cinema, Mutual Film Company Regie: David R. Ellis / Musik: Trevor Rabin / Kamera: Adam Greenberg / Schnitt: Howard E. Smith / Ausf. Prod.: Justis Green, Stokeley Chaffin, Toby Emmerich, George Waud / Prod.: Gary Levinsohn, Don Granger, Craig Berenson / Buch: John Heffernan, Sebastian Gutierrez / Story: David Dalessandro, John Heffernan Darsteller: Samuel L. Jackson (Neville Flynn), Julianna Margulies (Claire Miller), Nathan Phillips (Sean Jones), Bobby Cannavalle (Hank Harris), Flex Alexander (Three G’s), Todd Louiso (Dr. Steven Price), Sunny Mabrey (Tiffany), Kenan Thompson (Troy), Keith Dallas (Big Leroy), Rachel Blanchard (Mercedes), Lin Shaye (Grace), Elsa Pataky (Maria), David Koechner (Rick), Bruce James (Ken), Gerard Plunkett (Paul), Tom Butler (Captain Sam McKeon), Kevin McNulty (Emmett Bradley), Terry Chen (Chen Leong), Byron Lawson (Eddie Kim) sowie Emily Holmes, Tygh Runyan, Casey Dubois, Daniel Hogarth, Mark Houghton, Kendall Cross, Samantha MacLeod, Taylor Kitsch u.a. Schlangen in einem Flugzeug? Schlangen in einem Flugzeug!!! Ob es da auch Schlangen vor den Kinos gibt..? Hierzulande jedenfalls blieb der große Erfolg aus, was sicher auch an den stinkigen Medien-Blähungen zu Tom Tykwers (nichts desto trotz gelungener) Romanverfilmung DAS PARFUM lag. Ungeachtet dessen steht eines fest: SNAKES ON A PLANE dürfte seit BLAIR WITCH PROJECT der Film sein, der durch einen kräftigen Internet-Hype schon lange vor dem Kinostart einen enormen Bekanntheitsgrad genoss – und das allein durch seinen Titel. SNAKES ON A PLANE – wo die einen fassungslos mit dem Kopf schütteln, klingt das für die anderen äußerst vielversprechend. So kursierten lange vor Drehbeginn zahlreiche skurrile, liebevoll gestaltete Websites mit schrägen Videos, selbst gebastelten Trailern, Posterentwürfen, Bildergalerien, Comics, Foren, Internettagebüchern und vielem mehr. Samuel L. Jackson bekundete schnell Interesse und bestand bis zum Schluß darauf, daß der ursprüngliche Arbeitstitel SNAKES ON A PLANE nicht durch den öden PACIFIC AIR 121 ersetzt wurde. Wie aus einer Internet-Euphorie tatsächlich ein Film wurde... Sean (Nathan Phillips, WOLF CREEK, 2005) wird während eines Motorrad-Ausflugs auf Hawaii zufällig Zeuge eines kaltblütigen Mordes: Der gesuchte Unterweltboss Eddie Kim tötet einen aufmüpfigen Staatsanwalt mit dem Baseballschläger. Kims Chergen entdecken den geschockten Sean, der sich mit seinem Gefährt aus dem Staub macht, wohlwissend, daß die üblen Unholde ihm auf den Fersen sind. Welch ein Glück, daß der coole Agent Flynn (Samuel L. Jackson at is Best!) zur Stelle ist, die Bösewichter zur Strecke bringt und solange auf den verwirrten Sean einredet, bis dieser einwilligt, gegen Eddie Kim auszusagen, damit er endlich hinter Gitter kommt. Flynn und ein Kollege begeleiten Sean schließlich auf dem Flug von Hawaii nach L. A. Es wird eine unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug: um Seans Aussage zu verhindern, ließ der wirklich fiese Eddie Kim an Bord eine Ladung exotischer Giftschlangen deponieren, die mit Reiz-Pheromonen aufgeheizt schön angriffslustig auf die Passagiere reagieren. Nein, nein, nein, kommt mir ja nicht Logik und Storyaufbau, es gibt Filme, da spielt so was absolut keine Rolle. SNAKES ON A PLANE ist so einer. So herrlich sinnfrei und fernab von rationellen Erklärungsversuchen, will der temporeiche Action-Horror vornehmlich eins: Spaß machen und unterhalten. SNAKES ON A PLANE läßt die wirklich schlechten Schlangenfilme der letzen Jahre (KILLER KOBRA, BOA VS. PYTHON, ANACONDAS – DIE JAGD NACH DER BLUTORCHIDEE usw.) schnell vergessen, wenn sie es nicht schon sind, und hält mal zur Abwechslung, was der Titel verspricht: Schlangen in einem Flugzeug, Schlangen in einem Flugzeug! Und so gibt es rasante Action garniert mit zahlreichen biestigen Angriffen von Schlangen, die auch schon mal aus Atemmasken und Kotztüten angeschnellt kommen, einem turtelndem Kifferpärchen beim Sex auf dem Klo attackieren, in Arsch, Titten und Schwanz beißen, unter dem Sitz lauern, sich als Hula-Hula-Blumen-Kette, die der Durchschnittsurlauber auf dem Abschiedsflug um den fetten Hals gehängt bekommt, tarnen und einer dicken, trinkfreudigen Dame unters Kleid kriechen und feuchte Träume bescheren. Und wir sehen, daß so viele Schlangen auch schon mal ins Auge gehen können. Ein Stoff, der in den erfahrenen Händen von David R. Ellis (FINAL DESTINATION 2, 2003) genau richtig liegt. Der dümmliche Vorwurf, Samuel L. Jackson hätte seinen Namen mal wieder nur des Geldes wegen gegeben, ist kompletter Schwachsinn, ausgebrütet von Nase rümpfenden Miesepetern, die jeglichen Spaß am Kino verloren haben. Das ist ein Film wie geschaffen für Jackson, den man seine Spielfreude sichtlich ansieht. Die natürliche Angst vor Schlangen und dem Fliegen wird auf eine sehr trashige Weise auf die Spitze getrieben, ohne aber wirklich auf sie einzugehen, denn dazu kann man diesen Würger einfach nicht ernst nehmen. Aber manchmal sind es eben all diese vielen stereotypen und klischeehaften Zutaten, die uns anderswo Magenschmerzen bereiteten und zu einem Film zusammengekehrt und entsprechend umgesetzt durchaus Laune machen: dieses ungeheuerliche Story-Konstrukt und natürlich diese am Reißbrett entworfenen Soap-Opera-Figuren, die zum Inventar mittelmäßiger AIPRORT-Epiogonen gehören, mitsamt ihrem dämlichen Verhalten. Da wären eine Paris-Hilton-Parodie (Rachel Blanchard) mit Hündchen im Täschchen, ein überheblicher Rapper (Flex Alexander, THE HILLS HAVE EYES II, 2007) mit seinen zwei dicken Leibwächtern (Kenan Thompson, Keith Dallas), eine Mutter (Elsa Pataky, BEYOND RE-ANIMATOR, 2003; ROMASANTA, 2004) mit Baby, zwei allein reisende Kinder, ein arrogantes Geschäftsmann-Arschloch (Gerard Plunkett, KINGDOM HOSPITAL, 2004), ein ängstlicher Mann, der fortwährend von seiner Gattin beruhigt werden muß usw. usf. Ein Katastrophenfilm-Revival der unterhaltsamen Art. · Als Stewardessen mit dabei: Ex-EMERGENCY-ROOM-Krankenschwester Julianna Margulies (GHOST SHIP, 2002), die hübsch aussieht, aber nicht weiter auffällt, und Lin Shaye, die Schwester von New-Line-Cinema-Gründer Robert Shaye und seit vielen Jahren verlässliche Dauernebendarstellerin in etliche Genre-Hits (u.a. CRITTERS I + II, 1986/88; THE HIDDEN, 1987; DEAD END, 2003) und mehrfache Mitstreiterin von Robert Englund (A NIGHTMARE ON ELMSTREET, 1984; 2001 MANIACS, 2005; 2001 MANIACS: BEVERLY HELLBILLIS, 2007; KILLER PAD, 2007). · „SNAKES ON A PLANE bietet genau das, was der Titel verspricht und beschert allen Freunden des Tierhorrors ein grandioses B-Movie-Spektakel, bei dem man sich genüsslich zurücklehnen kann und den obskuren Killern bei ihrem Tun beobachten kann. Let the Party begin!“ (VIRUS #15) Anbieter: Warner (Limited Edition) Bild: 2,35:1 (16:9, anamorph) Ton: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1) Kommentar (Dolby Digital 2.0) Untertitel: Deutsch Englisch Deutsch für Hörgeschädigte Audiokommentar TV-Norm: PAL Regionalcode: 2 Verpackung: Steelbook Laufzeit: 101:14 Min. (uncut) FSK: ab 16
Extras: Audiokommentar mit David R. Ellis, seiner Tochter Tawny Ellis (Aufnahmeleiterin), Produzent Craig Berenson, VFX Supervisor Eric Henry und Samuel L. Jackson Dokumentationen: „Pures Gift – Making of SNAKES ON A PLANE (18 Min.), Die Reptilien hautnah (18 Min.), Special Effects (5 Min.), „Snakes on a Blog“ – Der Hype im Internet (10 Min.) Verpatzte Szenen (ca. 4 min) Nicht verwendete und erweiterte Szenen (12 Min., mit Kommentar von David R. Ellis, Tawny Ellis, Craig Berenson Trailer (3 Min.) TV-Spots (3 Min.) Hidden Feature im TV-Spots-Menü (1 Min) Musikvideo von Cobra Starship (Video, 4 Min.; Video plus Behind the Scenes, 9 Min.) 3 Kühlschrankmagnete Alle Extras optional mit dt. UT
|
|
|