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THE MANGLER 2 USA 2001 / O: „The Mangler 2“ / Prod.: Banana Brothers Entertainment Regie + Buch: Michael Hamilton-Wright / Musik: Ferocious Lefonque / Kamera: Norbert Kaluza / Schnitt: Anthony A. Lewis / Ausf. Prod.: Barry Barnholtz / Prod.: Glen Tedham Darsteller: Lance Henriksen (Bradeen), Chelse Swain (Jo Newton), Philippe Bergeron (Lecours), Dexter Bell (Will), Daniella Evangelista (Emily), Miles Meadows (Corey), Will Sanderson (Dan), Jeff Doucette (Janitor Bob), David Christensen (Paul), Ken Camroux (Mr. Newton) sowie Garvin Cross, Brenda Campbell, Shawn Reis u.a. Das Rindvieh, das auf die glorreiche Idee gekommen ist, uns diese Teenie-Horror-Posse als Fortsetzung zu Tobe Hoopers Stephen-King-Verfilmung THE MANGLER (1995) zu verkaufen, gehört mal so richtig in die Mangel genommen. Ging es damals um eine dämonische Wäschemangel, ist es hier ein High-tech-Überwachungapparat , der außer Kontrolle gerät und ahnungslose, dumme, junge Menschen killt. Grufti-Rotzgöre Jo Newton (schrecklich: Chelse Swain) bricht in die Computersicherheitsfirma ihres Daddys ein und läßt sich, so blöde wie manche Weiber eben sind, auch noch erwischen dabei. Zur Strafe schickt ihr oller Hersteller sie auf eine strenge Eliteschule, wo der von Papi konzipierte Überwachungsapparat installiert wurde. Jo läßt sich nicht unterkriegen, weder von Daddy, noch vom diktatorischen Schulleiter Bradeen (Lance Henriksen, ALIEN VS. PREDATOR; HELLRAISER: HELLWORLD), der sie und einige ihrer Mitschüler wegen eines dummen Streiches (nachts!) zum nachsitzen verdonnert. So bringt sie mal eben den Mangler-Virus in Umlauf, der sich allerdings selbstständig macht und die Technik in eine Mordmaschinerie verwandelt. Einer nach dem anderen fällt ihm zum Opfer, allen voran der Zuschauer, der über derartig konstruierten Blödsinn nur noch mit dem Kopf schüttelt und feststellt, daß es sich bei diesem Film selbst um einen dummen Streich handelt... THE MANGLER 2 hat absolut nichts mit seinem Vorgänger zu tun, ist dieser Mist eher in den Gefilden von THE TOWER (1993, Richard Kletter) und DER KILLER IM SYSTEM (1993, Rachel Talalay) anzusiedeln, nur eben viel billiger und schlechter. Warum also diese verspätete Pseudo-Fortsetzung zu Tobe Hoopers gefloppter, aber dennoch ansehnlicher Stephen-King-Verfilmung? Das wird das Geheimnis der Produzenten bleiben. Kein Geheimnis ist, daß THE MANGLER 2 in die Abfalltonne ausgesonderter Filmabfälle gehört. „Ich hasse amerikanische Teenager“, wird dem französischen Schulkoch passenderweise in den Mund gelegt, ein Vorurteil, das hier vollends bestätigt wird. Und so haben wir hier wieder mal eine Handvoll doofer Teenager (incl. schwarzer Blödmann und hirnblonde Blondine), die viel zu spät raffen, was los ist und ausgerechnet im Moment der Erkenntnis über den Jordan springen. Die an den FINAL DESTINATION-Filmen erinnernden Todesfälle geschehen allesamt im Off, also es wird immer schön weggeblendet, womit der Film gerade für die Horror-Klientel, die nach derlei Effekten lechzt, umso enttäuschender ausfallen dürfte. Es sieht tatsächlich so aus, als wurden die entsprechenden Szenen herausgeschnitten, offenbaren aber nur die handwerklichen Unfähigkeiten von Regisseur und Cutter. Bedeutungslose Stümper, die auch mal einen Film drehen wollten. Im Making Of erfahren wir, daß die Low-Budget-Produktion von technischen Pannen und unerklärlichen Aussetzern heimgesucht wurde, was man dem Film sofort ansieht. Nehmen wir die groß aufgemotzte, ultimative Actionszene: Ein Auto durchbricht einen gesicherten Hochsicherheitszaun! Das wird denn gleich drei Mal wiederholt, zu sehen aus unterschiedlichen Perspektiven. Wie aufregend! Die Einparkversuche einer Mutti bei Lidl sind wesentlich mitreißender. Abgerundet wird dieser Quark durch mieseste schauspielerische Leistungen und einen besonders nervtötenden, unsäglich lärmenden Techno-Soundtrack, den man eher in einer Dorfdisco im Kamenzer Umland vermuten würde. - Über die schlechten Schauspieler sollte man eigentlich kein Wort verlieren, ich mach es trotzdem, um zu unterstreichen, wie schlecht sie wirklich sind: Chelse Swain, Schwesterchen der etwas erfolgreicheren Dominique Swain, gab ihr Filmdebüt in Sofia Coppolas THE VIRGIN SUICIDES (1999) und landete mit THE MANGLER 2 gleich in die Niederungen des Gossenfilms. Wenn sie sich tatsächlich als Schauspielerin ausgibt, grenzt das an Nötigung. Ihr Deppenkollege Will Sanderson hat dem, außer paar Muskeln zu zeigen, auch nicht viel entgegenzusetzen, fand aber seine Heimat als Nebenrollenfuzzi in den gesammelten Werken des Dr. Uwe Boll: BLACKWOODS (2002), HEART OF AMERICA, HOUSE OF THE DEAD (beide 2003), ALONE IN THE DARK, BLOODRAYNE (beide 2005), SEED (2007) und ein Ding namens IN THE NAME OF THE KING: A DUNGEON SIEGE TALE (ebenfalls für 2007 angekündigt). Mit Dr. Boll hat er offensichtlich seinen Meister gefunden. Der Rest der Truppe ist einfach nur Gesindel. Die älteren Semester werden vertreten durch Philippe Bergeron (aus dem Emmerich-GODZILLA, 1998), der als französischer Suppenkoch für ein paar lahme Witzchen bürgt und Oldtimer Lance Henriksen, dem solch miese Rollen nun wirklich nichts mehr anhaben können.
· Und das war’s noch lange nicht: Gefolgt von THE MANGLER REBORN (2005) Anbieter: VCL Ton: Deutsch & Englisch (jeweils in DD 5.1) Bild: 16:9 (Widescreen) Untertitel: Deutsch Format: PAL Regionalcode: 2 Verpackung: Keep Case Laufzeit: 96 Min. (uncut?) FSK: ab 16 Extras: Audiokommentar Behind the Scenes 2 Musikvideos Gag Reel Outtakes Trailer Filmografien
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