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Ding aus dem Sumpf, das
 

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Veröffentlicht in : Filme, D


DAS DING AUS DEM SUMPF

 

USA 1981 / O: „Swamp Thing“ / Prod.: Swampfilms für United Artists 

Regie + Buch: Wes Craven / Musik: Harry Manfredini / Kamera: Robin Goodwin / Schnitt: Richard Bracken / Prod.: Benjamin Melnicker, Michael E. Uslan  / LV (Comic): Len Wein, Bernie Wrightson

 

Darsteller: Louis Jourdan (Arcane), Adrienne Barbeau (Alice Cable), Ray Wise (Dr. Alec Holland), David Hess (Ferret), Nicholas Worth (Bruno), Don Knight (Ritter), Al Ruban (Charlie), Dick Durock (Alec Holland als das Ding aus dem Sumpf), Nannette Brown (Dr. Linda Holland), Mimi Craven [als Mimi Meyer] (Arcane’s Sekretärin) sowie Reggie Batts, Ben Bates, Karen Price, Bill Erickson, Dov Gottesfeld, Tommy Madden u.a.

 

 

Der Wissenschaftler Dr. Alec Holland (Ray Wise) arbeitet in den Sümpfen von North Carolina an einem Präparat, das tierische Materie mit pflanzlicher verbindet. Da der korrupte Millionär Arcane (Louis Jourdan) die Forschungen für seine Machtpläne nutzen will, eilt die Regierungsbeauftragte Alice Cable (Adrienne Barbeau) zu Holland, um ihn von dort weg zu holen. Just in dem Moment, in dem sie ankommt, dringen auch Arcane’s Männer in Hollands Labor ein. Holland gelangt in Kontakt mit dem Präparat und verwandelt sich in ein Pflanzenwesen – das Ding aus dem Sumpf. Die Begeisterung über die unvorhergesehene Mutation hält sich freilich in Grenzen und so begibt es sich voller Rachsucht auf die Jagd nach dem fiesen Arcane und seiner ballernden Bande. 

 

Wes Cravens Verfilmung des beliebten 70er-Jahre-Comics aus dem berühmten DC-Verlag gehört weder zu den besten, noch zu den schlechtesten Werken in der Auf-und-Ab-Karriere des Regisseurs, der seine große Zeit als Horrorfilm-Erneuerer noch vor sich hatte, aber bereits mit dem ebenso brutalen wie umstrittenen Hinterland-Schockern THE LAST HOUSE ON THE LEFT und THE HILLS HAVE EYES einen gewissen Bekanntheitsgrad genoss. Cravens vielleicht zurückhaltendster Genre-Beitrag, bei dem sich annehmbare Action und angenehmer Kitsch stets die Waage halten, ist ein romantisch angehauchter, leicht versponnener Monsterfilm, der Erinnerungen an Jack Arnolds DER SCHRECKEN VOM AMAZONAS weckt. Führt man sich die anderen Filme von Wes Craven ins Gedächtnis, hinterlässt SWAMP THING den trivialsten Eindruck, was aber in diesem Fall nichts schlechtes zu bedeuten hat. Es sei denn, man empfindet Filme, in denen Wissenschaftler zu Dingern aus den Sümpfen mutieren, vornherein als schlecht. 

 

Da Craven fast völlig auf drastische Effekte verzichtet und sein Hauptaugenmerk auf die tragische Titelfigur richtet, gelangen ihm einige gefühlvolle Momente zwischen dem Ding aus dem Sumpf, das immer noch menschliche Gefühle besitzt, und Alice, die eine neue, bislang verborgene Welt entdeckt. Wenn der mutierte Pflanzenmensch ihr die Schönheiten des Sumpfes zeigt, kommt sie sich tatsächlich wie im Wunderland vor. Und so ein Ding aus dem Sumpf ist auch nur ein Mensch: wenn es nicht gerade Motorboote zum kentern bringt und Autos platt macht, findet es immer noch Zeit, um eine zarte Romanze mit seiner Alice anzubandeln. Cravens kleine Produktion, eine stimmige Reise in die Welt des Sumpfes, ist ein ironisches, sympathisch-trashiges B-Picture, dessen speziell gestaltete Szenenwechsel tatsächlich an den Aufbau eines Comics erinnern.  

 

Unterstützt wird Craven von einer hübschen Besetzung: Louis Jourdan, der ein Jahr später auch mal Bond-Bösewicht sein durfte (OCTOPUSSY, 1983), gibt einen wunderbar altmodischen Bilderbuchschurken ab. Was auch die alte Trash-Knalltüte Jim Wynorski so sah und Jourdan in der selben Rolle für seine grässlich-schlechte Fortsetzung DAS GRÜNE DING AUS DEM SUMPF engagierte. Ray Wise, der als schizophrener (?) Leland Palmer in David Lynchs TWIN PEAKS berühmt wurde und u.a. in ROBOCOP (1987), im Unterwasser-Billig-Horror THE RIFT (1989, auch U 1 – TAUCHFAHRT DES SCHRECKENS), Tim Robbins Wahlkampfsatire BOB ROBERTS (1992), DIE WIEGE DER SONNE (1993), im Weihnachts-Horrorspaß DEAD END, in der Fortsetzung JEEPERS CREEPERS II (beide 2003) und George Clooneys GOOD NIGHT AND GOOD LUCK (2005) mitwirkte, ist als idealistischer Forscher Holland nur in der ersten halben Stunde zu sehen. Ab seiner Mutation schlüpft ein gewisser Dick Durock, vormals Stuntmen, ins Monsterkostüm, der es auch in Wynorskis furchtbarer Fortsetzung und der anschließenden TV-Serie überstülpte. Mit Hollands Mutation folgen wir John Carpenters Ex Adrienne Barbeau (THE FOG; DIE KLAPPERSCHLANGE), die in KANNIBALINNEN IM AVOCADO-DSCHUNGEL DES TODES oder REQUIEM DER RATTEN ganz eigene Trash-Qualitäten entwickelte, auf die Reise in den Sumpf.

 

  • In fiesen Nebenrollen außerdem dabei: der einen Hauch von Sadismus versprühende David Hess, unvergessen als psychopathische Wildsau in THE LAST HOUSE ON THE LEFT, und Nicholas Worth (DARKMAN, 1990, BLOOD DOLLS, 1999) als tumber Helfer.
  • Die passende Musik komponierte Harry Manfredini, der auch das berühmte FREITAG, DER 13.-Titelthema schrieb.
  • Gefolgt von Jim Wynorskis DAS GRÜNE DING AUS DEM SUMPF (1989), der TV-Serie DAS DING AUS DEM SUMPF, die es zwischen 1990 und 1993 immerhin auf 72 Folgen brachte, und der Mini-Zeichentrickserie SWAMP THING (1991), die es aber nur zu 5 Episoden schaffte.
  • „Der weitgehende Verzicht auf graphische Effekte schafft Raum um die Tragik der Story näher zu bringen – Versuche, die allerdings allzu oft ins Ironische abdriften.“ (Andreas Bertler, HÖLLE AUF ERDEN)
  • „Wes Cravens kläglicher Versuch, das Image eines reinen Horror-Filmers abzulegen.“ (Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR)
  • „Der unbeholfen inszenierte Horrorfilm mit mehreren Anleihen bei Klassikern des Genres verzichte tauf Blutbäder und übertriebene Schockelemente.“ (LEXIKON DES INTERNATIONALEN FILMS)

 

DVD-Anbieter: MGM

Bild:  1,85:1 (nicht anamorph)

Ton:  Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono)
                         Englisch (Dolby Digital 2.0 Mono)
                         Französisch (Dolby Digital 2.0 Mono)
                         Italienisch (Dolby Digital 2.0 Mono)
                         Spanisch (Dolby Digital 2.0 Mono)

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
                         Englisch für Hörgeschädigte

                         Dänisch
                         Finnisch
                         Französisch
                         Griechisch
                         Italienisch
                         Niederländisch
                         Norwegisch
                         Schwedisch
                         Spanisch

Regionalcode:  2

TV-Norm: PAL

Verpackung: Keep Case (Amaray)

Laufzeit:          88 Min.

FSK:                 ab 12

Extras: Originaltrailer

 


   

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Angezeigt werden 2 von 2 Kommentar(en)

Mir macht er spass

Geschrieben von: Volker am 15-09-2007 17:29

Das grüne Ding aus dem Sumpf, ist eine Comicverfilmung und als solche nicht mit normalem Augenmaß zu betrachten. Bei seiner Erstausstrahlung in der ARD war ich zwar etwas enttäuscht, aber wenn man ihn öfters gesehen hat macht er sehr viel spass.

 

Topfilm für alle Wes Craven

Geschrieben von: Artox.at am 09-09-2007 01:11

Freunde - Film aus frühen Tagen lang vor Freddy macht Spass - Comicverfilmung (Marvel oder DC) im Original Swamp Thing (Comic und Film)

 

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