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Darkman
 

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Veröffentlicht in : Filme, D

DARKMAN

 „Peyton ist tot! ...Ich bin jetzt jeder und niemand, überall und nirgends – nennt mich Darkman!“ 

 USA 1990 / O: Darkman / Prod.: Renassaince Pictures für Universal Pictures / Laufzeit: 87 Min. / FSK: ab 18

  

Regie + Story: Sam Raimi / Musik: Danny Elfman / Kamera: Bill Pope / Prod.: Robert Tapert / Buch:

Chuck Pfarrer und Sam Raimi & Ivan Raimi und Daniel Goldin & Joshua Goldin / SFX:

Tony Gardner & Larry Hamlin 

Darsteller: Liam Neeson (Peyton Westlake/Darkman), Frances McDormand (Julie Hestings), Colin Friels (Louis Stack Jr.), Larry Drake (Robert G. Durant), Jessie Lawrence Ferguson (Eddie Black), Danny Hicks (Skip), Ted Raimi (Rick), Dan Bell (Smiley), Nicholas Worth (Pauly), Nelson Mashita (Yakitito), Rafael H. Robledo (Rudy Guzman), Aaron Lustig (Martin Katz), John Landis (Physiker), Neal McDonough, Stuart Cornfeld, William Lustig, Scott Spiegel (Dockarbeiter) sowie Jenny Agutter [ungenannt], William Dear, Julius Harris, Said Faraj, Frank Noon, Bruce Campbell u.a.

 

Dem Wissenschaftler Peyton Westlake (Liam Neeson, SCHINDLERS LISTE; DAS GEISTERSCHLOSS) ist es gelungen menschliche Haut künstlich herzustellen. Mitten in der Entscheidungsphase seines Experiments stürzen einige üble Gangster unter Anführung des sadistischen Durant (brillant: Larry Drake, DR. GIGGLES) in sein Forschungslabor. Auf der Suche nach beweisbelastendem Material, das in die Hände von Westlake’s Freundin Julie (Frances McDormand, BLOOD SIMPLE; Oscar für FARGO) gekommen ist, brennen sie das Labor ab und töten grausam seinen Assistenten. Dabei stürzen sie Westlake in ein Säurefass - als lebende Fackel überlebt er schwerverletzt. Julie, die Peyton für tot hält, findet Zuflucht in den Armen von Konzernchef Louis Strack (Colin Friels). Was sie erst viel zu spät erkennt: Durant arbeitet für Strack... Inzwischen konnte Westlake aus dem Krankenhaus fliehen, den Anblick seines entstellten Gesichtes kann er nicht ertragen. Er forscht unermüdlich weiter, bis ihm der Durchbruch gelingt: Er ist in der Lage, detailgenaue Masken von jedem Gesicht herzustellen. Damit kann er in jede beliebige Rolle schlüpfen und Rache an den Übeltätern zu nehmen...

Voller optischer und technischer Virtuosität bekommt der Zuschauer eine wahre Flut an eindringlichen, exquisit schrägen Bildern geboten, die mal drastisch-überdreht, dann wieder einfühlsam sind. Liam Neeson spiegelt jede Nuance des entstellten Wissenschaftlers wieder: Er wird zur gebrochenen Seele, hat Angst als Jahrmarkt-Attraktion zu enden und entwickelt sich – halb dem Wahnsinn nahe - nicht nur äußerlich zum Monster. Obwohl die Zerfahrenheit bei insgesamt 5 Drehbuchautoren besonders ab der 2. Hälfte deutlich wird, ragt DARKMAN weit über den Genre-Durchschnitt hinaus (im Gegensatz zu den 2 Sequels). Sam Raimi (TANZ DER TEUFEL; EIN EINFACHER PLAN) hat die Lust an der Destruktion gepackt: mit absolut genialen Regie-Einfällen, rasant-irren Kamerafahrten, tollen Effekten und der hervorragenden, passenden Musik von Tim Burtons Hauskomponisten Danny Elfman (BATMAN; MARS ATTACKS!; SLEEPY HOLLOW) setzte er diese Neurose filmisch perfekt um. Ein ungemein wildes, temporeiches und quietschvergnügt-farbenfrohes Comic-Strip-Spektakel, das auch die leisen und düsteren Töne gut beherrscht. 

„Ich hatte mal ’ne Freundin mit ’nem Holzbein.“ „Ach ja? Und was wurde daraus?“

„Ich hab sie einfach abgesägt.“ 

·       Auf einige Nebendarsteller sollte man achten, wie etwa Ted Raimi, Bruder von Sam und Darsteller u.a. in ARMEE DER FINSTERNIS sowie den TV-Serien SEA QUEST DSV und XENA, Danny Hicks (TANZ DER TEUFEL 2; INTRUDER) und Neal McDonough (STAR TREK - FIRST CONTACT; RAVENOUS), der hier in einer frühen Statistenrolle zu sehen ist. 

·       Jessie Lawrence Ferguson muß schon in der Pre-Sequenz mit Larry Drake’s Sadismen Bekanntschaft nehmen. Als Gangsterboss Eddie Black schneidet ihm Durant (Drake) seine Finger kurzerhand mit dem Zigarrenschneider ab. Blacks Gesichtsausdruck ist dabei köstlich zuzusehen... Eine derart gelungene (wenn auch kurze) Rolle bekam Ferguson danach nicht mehr. In der sauschlechten, frühen STAR TREK - TNG-Episode „Der Ehrenkodex“ spielte er Lutan, der Tasha Yar entführte, außerdem wirkte er in John Carpenters DIE FÜRSTEN DER FINSTERNIS (1987) und dem flachen Zombie-Langweiler THE SUPERNATURALS (1988, wieder an der Seite zweier STAR TREK-Mimen: Nichelle Nichols und LeVar Burton) mit. 

·       In lustigen Cameo-Auftritten gibt’s ein Wiedersehen mit Freunden und Kollegen von Sam Raimi, z.B. die Regisseure John Landis (AMERICAN WEREWOLF; BLUES BROTHERS), Scott Spiegel (INTRUDER) und William Lustig (MANIAC). Im finalen Schlussgag zeigt sich der Darkman ausgerechnet mit dem Gesicht von Raimis Glücksbringer Bruce Campbell...

 

·       „Daß Raimis Film die Qualitäten nicht bis zum Schluß durchhält, liegt wohl daran, daß das Drehbuch gleich fünf Autoren aufweist, die offenbar nach Comic-Strip-Manier gearbeitet haben und deren Geschichten in der Geschichte Raimi nicht überzeugend zu bündeln vermochte.“ (FILMDIENST) 

·       „Raimi stand ein größeres Budget zur Verfügung, was ihn nicht daran hinderte, ein ebenso wüstes wie partiell interessantes Werk zu schaffen, das, abseits aller philosophischen und cineastischen Anspielungen, schiere Destruktionslust zelebriert und die Reihe der berüchtigten Splatterfilme ... um eine intelligente Variante bereichert.“ (FISCHER FILM ALMANACH) 

·       „Ein Klassiker unter den Schockern: drastisch, spannend, technisch perfekt.“  (BILD & FUNK) 

·       „Die Schlusspointe ist eine begrüßenswerte Verbeugung vor den Fans von Raimis früheren Werken.“ (Andreas Bertler, HÖLLE AUF ERDEN) 

·       „Handwerklich ist „Darkman“ der bisherige Höhepunkt in der Raimi-Karriere, weil hier technisch brillant und fotografisch ausgefeilt gearbeitet wurde.“ (Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR) 

 

Gefolgt von: DARKMAN 2 - DURANT’S RÜCKKEHR

   

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