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Breed, the
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Veröffentlicht in : Filme, B

THE BREED

 „Grüß Cujo von mir!“ (Nicki) 

USA / D / Südafrika 2006 / O: „The Breed“ / Prod.: First Look Studios, DEJ Productions, ApolloProMovie Prod., The Industrial Development Corporation of South Africa Limited

 Regie: Nick Mastandrea / Musik: Marcus Trump / Kamera: Giulio Biccari / Schnitt: Nathan Easterling / Ausf. Prod.: Wes Craven, Hal Sadoff, Bill Lischak, Andy Reimer, Jörg Westerkamp, Thomas Becker, Moses Silinda, Basil Ford, Karen Vundla, Henry Winterstern / Prod.: Marianne Maddalena, David Lancaster, David Wicht / Co-Prod. + Buch: Robert Conte, Peter Martin Wortman 

Darsteller: Michelle Rodriguez (Nicki), Oliver Hudson (John), Taryn Manning (Sara), Eric Lively (Matt), Hill Harper (Noah), Nick Boraine (Luke), Lisa-Marie Schneider (Jenny)

 

Diesmal ist Wes Craven also auf den Hund gekommen. Unter dem bewährten „Wes Craven presents“-Gütesiegel gibt er seinem langjährigen Regie-Assistenten Nick Mastandrea auch mal die Möglichkeit, einen eigenen Film zu drehen. Große Erwartungen brauch man nicht erwarten, denn der  Einstiegs-Opener könnte kaum einfallsloser sein: Eine beschwipste Bikini-Schönheit und ihr dümmlicher Lover stoßen auf hoher See nicht nur auf ein Glas Sekt an, sondern mit ihrem schicken, weißen Segelboot auch auf eine geheimnisvolle Insel. Kaum an Land, macht sich unsere Uschi gleich auf den Weg zur nächsten Bar und landet doch nur im Wald ... und im Verderben. Denn wenn vor der Kamera, und natürlich nur für den Zuschauer sichtbar, irgendetwas in sekundenschnelle vorbei huscht, wird dem Tier-Horror-Freund sofort klar: die beiden Turteltauben sind nicht alleine auf der Insel. Sie wird in den Wald gezerrt und in Stücke gerissen, ihn dagegen sehen wir später noch mal kurz wieder... 

Hunde hatten wir bei den ganzen Tier-Angiff-Horrorfilmen der vergangenen Jahre schon lange nicht mehr dabei gehabt, daß letzte Mal war es glaube ich in John Lafia’s MAN’S BEST FRIEND (1993) mit Lance Henriksen.  Richtig zubeißen vermag diese filmische Hundeattacke jedoch nicht, denn so einfallslos wie THE BREED begann, so geht’s auch weiter:

Da haben wir also 5 schnöselige Mittzwanziger, die auf eine idyllische Insel düsen, um in der Blockhütte vom guten Onkel mal wieder so ein richtig geiles Partywochenende zu verbringen. Horrorfilme, die so beginnen, werden ganz bestimmt keinen Hund mehr vor'm Ofen hervorlocken. Wen haben wir da: die beiden konkurrierenden Brüder Matt (Eric Lively, BUTTERFLY EFFECT 2, 2006), voll korrekt, und John (Oliver Hudson, BLACK CHRISTMAS, 2006), voll der Loser, mit ihren beiden Freundinnen Nicki (Michelle Rodriguez, RESIDENT EVIL, 2002, BLOODRAYNE, 2005) und Sara (Taryn Manning, 8 MILE, 2002). Und kein Grund schwarz zu sehen: der lustige Sprüche klopfende Quoten-Neger ist auch dabei, der heißt hier Noah (Hill Harper, Dr. Sheldon Hawkes aus CSI: NY) und gehört eigentlich in den dunklen Keller weggesperrt. Was ja nicht ist, kann ja noch werden. Zuvor aber die üblichen Balzrituale: es wird gefummelt, es wird gesoffen, es wird gestritten. Ein ganz normales Partywochenende. Auf einmal steht ein süßer Welpe auf der Matte. Frustrierte Frauen brauchen was zum kuscheln, da kann so ein süßer Welpe gerade richtig sein. Süßer Welpe rennt aber weg, Sara hinterher und wird von einem aggressiven Hund überrascht, der kräftig beißt. Die verhält sich ab dem Zeitpunkt ziemlich komisch, was damit anfängt, daß sie wie ein Scheunendrescher frisst. Tollwut? Schwanger? Is auch egal, denn schon bald sehen sich unsere fünf Freunde von einem ganzen Rudel bellender Zeckenteppiche umzingelt. Vorbeihuschende Schatten, rascheln im Untergrund, lauern im Hintergrund, kläffen und beißen ohne Grund... – bis auf einen: „Sie wollen uns nicht hier haben.“  

So bissig wie die Hunde, so bisslos ist das Drehbuch von Conte & Wortman, die mal vor vielen Jahren das Skript zur John-Candy-Komödie WER IST HARRY CRUMB? (1989) geschrieben haben. Sämtliche Klischees werden bemüht: in der Hütte verschanzen, wegrennen, zurück rennen, Speed-Climbing in Richtung Garage, wo ein oller Mercedes steht, lauter misslungene Fluchtversuche unterbrochen von Bruder-Twist und Zickenalarm. Zu den sämtlichen Klischees gehören eben auch die stereotypen: Autos, die im entscheidenden Moment einfach nicht anspringen wollen, Michelle Rodriguez, die wahre Kletterkünste entwickelt, obwohl ihr kurz zuvor mit ’nem Pfeil, der eigentlich für einen biestigen Köter gedacht war, in die Wade geschossen wurde und natürlich die Sicherung, die im Haus rausfliegt (oder waren’s die der Drehbuchautoren?). Und wer muß runter in den finsteren Keller zum Schaltkasten? Richtig, der Quoten-Neger.  

THE BREED ist auch wieder so ein oberflächliches, austauschbares Genre-Gewusel, das im Prinzip nicht viel zu sagen hat. Die immer wieder aktuellen Kampfhund-Debatten hätten zum Beispiel durchaus einen hintergründigen Schocker abgeben können, was den Machern aber sicher zu tiefsinnig gewesen wäre. Diese Hunde wurden mal wieder genetisch verändert und zwar in einem geheimen Versuchslabor unweit der Blockhütte, was denn auch Sara’s Stimmungsschwankungen erklärt. Doch, halt! Nicht zu viel Tiefgang, denn schließlich soll es hier nur um eine Handvoll junger Menschen gehen, die von einem Rudel aggressiver Killerhunde gejagt und gehetzt werden, da ist das Warum und Weshalb vollkommen unwichtig.  

Gerechterweise muß man zugeben, daß Nick Mastandrea keinerlei Schuld trifft, da sein Debüt als Regisseur eigentlich ganz ordentlich ausgefallen ist. Sein Handwerk hat er durchaus bei Wes Craven erlernt. Vor allen in den Hunde-Angriffszenen wirkt THE BREED äußerst realistisch und dynamisch. Nichts da mit CGI-Kram: hier springen die Hunde wirklich durch Fenster und Holzverschläge und fallen beißwütig über ihre jungen Opfer her, was tatsächlich zu einigen wenigen Spannungsmomenten führt. Ansonsten: eine unoriginelle, modernisierte CUJO-Variante.   

·          Is doch lustig: Eric Lively, auch bekannt aus der Lesbenserie THE L WORLD, gab sein Filmdebüt 1983 in Douglas Trumbulls Science-fiction-Film BRAINSTORM – als Baby. 

Anbieter:         McOne

Bild:                 1,78:1 (16:9, anamorph)

Ton:                 Deutsch (Dolby Digital 5.1)

                        Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:        Deutsch

Regionalcode: 2

TV-Norm:         PAL

Verpackung:    Keep Case (Amaray) im Pappschuber

Laufzeit:          87:14 Min. (uncut)

FSK:                 ab 16 

Extras:             Making of (ca. 35 Min., optionale dt. UT)

                        Behind the Scenes (ca. 31 Min., optionale dt. UT)

                        Trailer (deutsch)

                        Fotogalerie

                        Programm-Trailer

 

 

   

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Geschrieben von: miischa am 01-09-2008 22:41

ob da hunde zu schaden gekommen sind, denn wenn man mal beachtet, wie die hunde oft gepackt werden oO

 

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