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DER FLUCH VON DARKNESS FALLS
„Was
ich früher aus Freundlichkeit genommen habe, nehme ich für alle Zeiten als
Rache mit...“
USA 2003 / O: „Darkness Falls“ / Prod.: Blue Star
Prod.; Distant Corner Ent. Prod.; Revolution Studios; Village Roadshow Prod. /
Laufzeit: 85 Min. / FSK: ab 16
Regie:
Jonathan Liebesman / Musik: Bryan Tyler / Kamera: Dan Laustsen
/ Schnitt: Timothy Alverson, Steve Mirkovich / Ausf. Prod.: Lou
Arkoff, Derek Dauchy / Prod.: John Fasano, John Hegeman,
William Sherak, Jason Shuman / Buch: John Fasano, James
Vanderilt, Joseph Harris [auch Story] / „Zahnfee“-Design:
Stan Winston
Darsteller:
Chaney Kley (Kyle Walsh), Emma Caulfield (Caitlin „Cat“ Greene), Lee
Cormie (Michael Greene), Grant Piro (Larry Fleishman), Sullivan
Stapleton (Officier Matt Henry), Steve Mouzakis (Dr. Murphy), Peter
Curtin (Dr. Travis) sowie Kestie Morassi, Jenny Lovell, Peter
Stanton, Angus Sampson,Joshua Anderson, Emily Browning u.a.
Vor vielen, vielen
Jahren lebte in dem kleinen Städtchen Darkness Falls Mathilda Dixon, eine
seltsame, alte Frau, die von den Kindern nur die Zahnfee genannt wurde, weil
sie für jeden ausgefallenen Zahn, den sie ihr brachten, ein Geldstück gab. Als
zwei Kinder jedoch spurlos verschwanden, rottete sich ein wütender Mob zusammen
und verbrannte die als Hexe abgestempelte alte Frau auf dem Scheiterhaufen. In
ihrem entsetzlichen Todeskampf sprach Mathilda Dixon ein Fluch über Darkness
Falls aus, der für alle Zeiten gelten sollte. Die vermissten Kinder tauchten
wenig später wohl behütet wieder auf; die Einwohner von Darkness Falls
beschlossen, die Sache zu begraben. Seither rankt sich eine alte Sage um den
kleinen Küstenort, das Märchen von der Zahnfee, die sich nachts, wenn’s ganz,
ganz dunkel ist, in die Zimmer der Kinder schleicht und für jeden ausgefallenen
Milchzahn ein Geldstück hinterläßt. Versucht man jedoch ein Blick auf sie zu
erhaschen (ihr verbranntes Gesicht hat sie mit einer Porzellanmaske bedeckt)
ist man für alle Zeiten verflucht. Niemand, der sie gesehen hat, wird ihr
jemals entkommen können... „Vergiss
nicht: Sieh’ nicht hin, wenn die Zahnfee kommt..!“ Der Junge Kyle Walsh hat
hingesehen, wie die Zahnfee seine Mutter ermordete. Jeder hielt ihn für den
Täter, woraufhin er erst mal in die Psychiatrie abwanderte. 12 Jahre später
kehrt Kyle (Chaney Kley) nach Darkness Falls zurück, wo er dem Bruder seiner
ehemaligen Schulfreundin Cat (Emma Caulfield, der Ex-Dämon Anya aus BUFFY)
helfen soll. Er hat Angst einzuschlafen, weil er die Dunkelheit fürchtet und
mit ihr die Zahnfee, die ihn dort holen wird. Kyle weiß was der kleine Junge,
der nie länger als 10 Minuten schlafen kann, durchmacht. Er weiß auch, daß sie
für immer im Licht bleiben müssen, um zu überleben. Als ein Trunkenbold, der
kurz zuvor auf Kyle losging, grausam zugerichtet im Wald gefunden wird, gerät
er freilich als Erster unter Mordverdacht. Doch immer mehr Menschen sterben in
Darkness Falls und dann naht ein Gewitter und die Stromversorgung bricht
zusammen... Kinodebütant
Jonathan Liebesman hält sich zwar mit härteren Effekten größtenteils zurück,
doch vermag er nur unzureichend auf unsere Angst vor der Dunkelheit einzugehen.
Er läßt sein DARKNESS FALLS größtenteils des Nachts spielen und tatsächlich
gelingen ihm da einige hübsch spannende Momente, doch kommt er nie über ein
bloßes „Ist da wer?“ oder „Steht da jemand?“ hinaus. Dagegen würde man sich
schon nach fünf Minuten im BLAIR WITCH-Wald in die Hosen scheißen. Doch hier
zerstören die unnatürlich dröhnende, aufdringliche Soundkulisse und der
konventionelle Handlungsverlauf jede tiefenpsychologische Abhandlung. Und die
Figuren sind einfach zu grob skizziert, um mit ihnen zu fiebern. Es folgt
einfach austauschbare Horror-Routine und da war die Zahnfee nur noch ein Aufhänger.
Es hätte auch Roberto Blanco sein können, der als unheimliches Monster durch
die Nacht jagt. Ein Gewitter naht, es blitzt, es donnert und die
Stromversorgung bricht zusammen. Als einzige Flucht bleibt nur noch der
rettende Leuchtturm, auf dem ein mit Benzin betriebenes Notstromgerät steht.
Und dort kommt es zum Duell mit der Zahnfee. Zahn um Zahn. Ein solide
inszenierter, kurzweiliger Horrorschocker, der nicht weiter auffällt.
- Altmeister Stan Winston ersetzte Steve Wang, dessen
ursprüngliches Zahnfee-Design den Produzenten nicht zusagte. Er kreierte für
die Zahnfee ein verbranntes und entstelltes Gesicht mit sichtbaren Blick auf
die Knochen. Doch auch einige ihrer Szenen gelangten nicht in die endgültige
Kinofassung.
- „Der Soundtrack liefert dazu den
Lärmpegel einer US-Präzisionsbombe in den Lüftungsschächten eines
Saddam-Bunkers.“ (TV SPIELFILM)
- „Natürlich
gibt es auch bei diesem Film einiges zu bemängeln, doch für das, was er sein
will, ist er sehr ordentlich geworden. Ein Problem des Films ist jedoch, daß
viele Szenen der Schere zum Opfer gefallen sind (...)“ (Peter Osteried;
MOVIESTAR #79)
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