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“Horrorfilm-Regisseur ist ein sehr ehrenwerter Beruf.” (Wes Craven)
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Vampire in Brooklyn
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Veröffentlicht in : Filme, V

VAMPIRE IN BROOKLYN

 

 USA 1995 / O: Vampire in Brooklyn / Prod.: Paramount Pictures / Laufzeit: 98 Min. / FSK: ab 18 

Regie: Wes Craven / Musik: J. Peter Robinson / Kamera: Mark Irwin / Schnitt: Patrick Lussier / Ausf. Prod.: Marianne Maddalena & Stuart M. Besser / Prod.: Eddie Murphy, Mark Lipsky / Buch: Charles Murphy, Michael Lucker, Chris Parker / Story: Eddie Murphy, Vernon Lynch, Charles Murphy / SFX: Fantasy 2; KNB EFX Group 

Darsteller: Eddie Murphy (Maximillian/Priester Pauly/Guido), Angela Bassett (Rita), Allen Payne (Justice), Kadeem Hardison (Julius), John Whiterspoon (Silas), Zakes Mokae (Dr. Zeko), Joanna Cassidy (Dewey), Simbi Khali (Nikki), Nick Corri (Anthony), Mitch Pileggi [ungenannt] (Tony) sowie Messiri Freeman, Kelly Cinnante, W. Earl Brown, John La Motta, Marcelo Tubert, William Blount, Joe Costanza,  Wendy Robie, Jerry Hall u.a.

 

Wes Craven mag es vielleicht gereizt haben mit einem höheren Budget und Eddie Murphy (als dreifachem Darsteller und Co-Produzent) zu arbeiten, einen großen Verdienst tat er sich und dem Publikum mit dieser Auftragsarbeit jedoch nicht:

Vampir-Mann Max (Eddie Murphy) ist der Letzte seiner Sippe, darum macht er sich in New York auf der Suche nach einer Halbvampirin, mit der er sich vereinigen kann. Max findet seine „Traumfrau“ in Polizistin Rita (Angela Bassett, STRANGE DAYS) - doch die sagt ihm vorerst den Kampf an.

Das größte Problem ist ... Eddie Murphy. Der wahre Horror! Obwohl VAMPIRE IN BROOKLYN mit einigen durchaus harten Effekten gesegnet ist, überwiegt der Klamauk eindeutig, was wohl Murphy zu verdanken ist, der sich eitel und unbescheiden wie eh und je vor der Kamera präsentiert, nicht ganz so schlimm wie in manch’ anderen seiner Filme, aber immer noch schlimm genug, um zu nerven. Als aristokratischer Vampir Max macht er keine üble Figur, aber seine zwei anderen Rollen hätten nun wirklich nicht sein müssen. Die Gags würden ja so gerne makaber sein, leider sind sie nur albern und bemüht, was in der DF mit ihren unsäglich blöden Dialogen nur verstärkt wird. Craven selbst inszenierte routiniert und schnörkellos und gerade bei den Horrorszenen merkt man, daß er immer noch zu den Genre-Größen zählt. Spezialeffekte und Produktionsdesign sind 1A und vor allem die gelungene, stimmige Eingangssequenz ist ein kleines Schmuckstück, aber leider prasseln einem dort schon unerträgliche Dialog-Kalauer entgegen. Im Vergleich zu dem im selben Jahr entstandenem FROM DUSK TILL DAWN sieht Cravens bisslose Vampir-Klamotte ziemlich mickrig und konventionell aus. Eine unentschlossene, halbherzige Angelegenheit.

 

  • Nur Pech mit den Vampiren: Erst verunglückte ein weibliches Stunt-Double bei den Dreharbeiten tödlich, dann wurde Paramount von den Angehörigen verklagt und zu guter Letzt floppte der Film an den Kinokassen. Danach produzierte Wes Craven noch den unterirdisch-schlechten Monster-Murks MIND RIPPER und wo man dachte: Jetzt isses endgültig mit ihm aus, da meldete er sich mit seinem phänomenalen Comeback SCREAM (1996) wieder zurück. Der Rest ist (Horrorfilm-) Geschichte... 

  • Mitch Pileggi, in AKTE X der Vorgesetzte von Mulder & Scully, ist - ohne in den Credits erwähnt zu werden - zu Beginn in einem hübschen Gastauftritt als brutaler Gangster Tony mit dabei. Pileggi spielte in Wes Craven’s SHOCKER den Massenmörder Horace Pinker und auch Zakes Mokae war schon unter Craven’s Regie (DIE SCHLANGE IM REGENBOGEN) zu sehen gewesen.  

  • „Der Horror gelang Freddy-Krueger-Schöpfer Wes Craven bestens. Der Witz nicht.“   (TV TODAY) 

  • „Effektlastiger Horrorfilm, der zwischen temporeicher Parodie und atmosphärischem Schocker schwankt.“ (Andreas Bertler, HÖLLE AUF ERDEN) 

  • „...irgendwann werden die Witze immer flacher und Murphys Blick in den Ausschnitt seiner Partnerin immer gieriger, so daß man doch wieder nur einer dieser typischen Personality-Show-Nummern des BEVERLY HILLS COPS beiwohnt.“ (Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR) 

  • „Da nützen auch die ausgeklügeltsten Kameraaktionen nix: Die Story ist so ausgelutscht wie ein Blutsauger-Opfer.“ (HEYNE FILMJAHRBUCH 1998)

 

 

   

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