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Eliminators - Cäsars Rückkehr
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ELIMINATORS – CÄSARS RÜCKKEHR

 

USA 1986 / O: „Eliminators“ / AT: „Destroyers“; „Die Zerstörer“ / Prod.: Empire Pictures / Laufzeit: 91 Min. / FSK: ab 16 

Regie: Peter Manoogian / Musik: Bob Summers / Kamera: Mac Ahlberg / Schnitt: Andy Horvitch / Prod.: Charles Band / Buch: Paul DeMeo & Danny Bilson / Spezialeffekte: John Carl Buechler, David Allen 

Darsteller: Andrew Prine (Harry Fontana), Denise Crosby (Nora Hunter), Patrick Reynolds (Mandroid alias John), Roy Dotrice (Abbott Reeves), Conan Lee (Kuji), Peter Schrum (Ray), Peggy Mannix (Betty), Fausto Bara (Luis), Tad Horino (Dr. Takada), Luis Lorenzo (Maurice), Charly Bravo (Carlos, der Barkeeper) u.a.

 

Hui, was für ein Spaß: Ein abgestürzter Bruchpilot wird von dem irren Wissenschaftler Reeves (Roy Dotrice, ALIEN HUNTER, 2003) mehr tot als lebendig aufgelesen, als Mensch-Maschine (ein sogenannter Mandroid) wieder zusammengeflickt und mittels selbstgebastelter Zeitmaschine ins gute, alte Rom geschickt, wo er mit dem Schild eines römischen Centurions wieder zurückkehrt. Der Kurztrip in die Vergangenheit war nur ein Test, doch jetzt, da Reeves weiß, das es mit dem Zeitreisen tatsächlich klappt, kann der Mandroid auch wieder verschrottet werden. Welch ein Glück, daß Reeves Assi, der humanistischer eingestellte Dr. Takada, Erbarmen mit dem Robominator hat und ihm zur Flucht verhilft. So wird er hurtig auf seinen fahrbaren Untersatz, einem Mini-Kettenpanzer, draufgestöpselt, mit dem er sich den Weg in die Freiheit ballert, während Takada von Reeves abgeknallt wird. Inzwischen latscht der Mandroid, getarnt mit Regenmantel und Schlapphut, aus dem mexikanischen Dschungel, wo Reeves seine Labors versteckt hat, mal eben in die vereinigten Staaten, um seinen Erfinder Col. Hunter aufzusuchen. Der entpuppt sich jedoch als Frau (Denise Crosby) und sieht auch noch so aus wie Tasha Yar, die ja mal für ’ne Weile Sicherheitsoffizier der Enterprise war, bevor sie von einem zähflüssigen Alien in die heiligen Jagdgründe gebeamt wurde und auf dem FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE wieder auferstand. Doch das ist eine ganz andere Geschichte. Eine ganz andere... 

Nach einem kleinen Schwätzchen will der Mandroid, der im früheren Leben mal John hieß, schon wieder nach Mexiko abzischen, doch Col. Hunter besteht darauf mitzukommen, da Reeves ihr Lebenswerk gestohlen habe. Vielleicht möchte sie nur ihre Copyright-Rechte einklagen, vielleicht sich auch nur als Reisebegleitung anbieten, wer weiß. „Viva la Mexico“ sangen einst Klaus & Klaus und so geht’s ab zurück in den Dschungel, wo sie den lustigen Abenteurer Harry Fontana (Andrew Prine, AMITYVILLE II, 1982) aufgabeln, der sie mit seinem Motorboot „No Questions“ durch die reizvolle Gegend schippert. Doch mit dem vergnüglichen Ausflug wird das wohl nichts, denn sie werden permanent von Reeves’ dussligen Handlangern verfolgt, allen voran der großmäulige Fettsack Ray (Peter Schrum, DEMONIC TOYS, 1992), der aussieht wie eine Mutation aus Bud Spencer und Kurt Beck. Und es lauern noch andere Gefahren im Dschungel: Neandertaler zum Beispiel, die von Reeves offenbar aus Spaß an der Freude aus der Steinzeit in die Gegenwart (die ja auch schon wieder Vergangenheit ist, denn der Film stammt ja von 1986) geholt wurden. 

Unerwartete Hilfe bekommen sie von Kuji (Conan Lee, CARJACK, 1996), einem kämpfenden Ninja-Klops, der im Busch hockt und sich als Sohnemann von Dr. Takada herausstellt – die Welt ist ein Dorf. Als ihm eröffnet wird, daß sein Vater von Reeves umgebracht wurde, denkt er sich: „Rache ist Blutwurst!“, und schließt sich John, Col. Hunter und Harry Fontana an. Und nun wird’s auch höchste Eisenbahn, daß sie diesen elenden Abbott Reeves stoppen: der plant nämlich mit seiner Zeitmaschine ins gute, alte Rom zu reisen, wo er als Cäsar über die Menschheit herrschen und so den Verlauf der Geschichte beeinflussen will... 

Charles Bands hauseigene Zeitreisespezialisten Paul DeMeo und Danny Bilson, die bereits TRANCERS (1985) und ZONE TROOPERS (1986) ausgeheckt haben, kasperten mal wieder eine quietschvergnügt-billige Trash-Sause quer durch die Niederungen des Science-fiction-Films aus. ELIMINATORS ist nichts für cineastische Feingeister und bierernste Kritiker-Muffel, sondern echte, ehrliche B-Movie-Unterhaltung, haarsträubend-primitiv ohne Wenn und Aber, doch dank der vielen unmotiviert zusammengequirlten Zutaten ebenso vergnüglich. So gibt’s noch eine deftige Kneipenschlägerei wie bei Bud Spencer, rasante Motorbootverfolgungsjagden, viele Ballereien und Knallereien, Laserpistolen-Duelle, Straßenräuber, die in die Flucht geschlagen werden, Lagerfeuer-Romantik und für den Pyromanen in uns diverse Explosionen. Mit im Gepäck hat man noch einen fiepsenden R2D2-Belustigungsroboter namens S.P.O.T., der so durch die Gegend schwirrt. Der Mandroid dagegen, der für jede passende Gelegenheit einen austauschbaren Unterarm zur Verfügung hat, entwickelt sogar Gefühle und fängt fast an zu heulen, wenn er das abgewetzte Foto von Frau und Sohn betrachtet. Mich würde es nicht wundern, wenn Charles Band behaupten würde, die ROBOCOP-Macher hätten bei ihm geklaut, denn Peter Weller stapfte erst ein Jahr später über die Kinoleinwand. 

·         Peter Manoogian begann seine Karriere als Kulissenschieber von Roger Corman (DAS GRAUEN AUS DER TIEFE, 1979; PLANET DES SCHRECKENS, 1981) und gab sein Regiedebüt zusammen mit der Creme de la Creme von Empire Pictures (u.a. Charles Band, Ted Nicolaou, David Allen, John Carl Buechler etc.) in dem verunglückten Anthologiestreifen THE DUNGEONMASTER (1985). Band blieb er ’ne Weile treu und inszenierte für ihn den Actionstuss ENEMY TERRITORY (1987), den herrlichen Rocky-im-Weltraum-Spaß ARENA (1989), den müden Invasionsheuler DARK FOREST – ALIENS DES GRAUENS (SEEDPEOPLE, 1991) und den Mörderpuppen-Horror DEMONIC TOYS (1992).  

·         „Ein typisches Hollywood-Knallkopf-Produkt, von Hirnis ausgedacht, die nicht mal wissen, daß Zeitmaschinen (wenn es sie gäbe) einen eben nur zeitlich versetzen, und nicht räumlich.“ (Ronald M. Hahn & Volker Jansen, LEXIKON DES SCIENCE FICTION FILMS) 

·         „Peter Manoogian hat die durchaus richtige Idee, daß ein solcher Stoff ein wenig Selbstironie benötigt. Nur weiß er, wie alle Empire-Hausregisseure, eben nicht, wie man so etwas zuwege bringt.“ (Norbert Stresau, SCIENCE FICTION TIMES) 

·         „Handwerklich einigermaßen solide inszenierte Empire-Produktion, der man die Herkunft aus der Billig-Küche Charles Bands nicht unbedingt ansieht.“ (Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR) 

·         „Trivialer Abenteuerfilm, der die gängigen Elemente des Genres mit Ninja- und Science-fiction-Klischees mischt.“ (LEXIKON DES INTERNATIONALEN FILMS)

   

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