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GEKLONTE ZUKUNFT (USA 1998) / O: „Brave New World“ / Prod.: Studios USA Pictures / Laufzeit: 87 Min. / FSK: ab 12 Regie: Leslie Libman & Larry Williams / Musik: Daniel Licht / Kamera: Ron Garcia / Schnitt: Cindy Mollo / Ausf. Prod.: Dan Wigutow / Prod.: Michael R. Joyce / Buch: Dan Mazur & David Tausik / LV: Aldous Huxley Darsteller: Peter Callagher (Bernard Marx), Leonard Nimoy (Mustapha Mond), Tim Guinee (John Cooper), Rhya Khielstedt (Lenina), Sally Kirkland (Linda Cooper), Miguel Ferrer (D.H.C.), Patrick J. Dancy (Henry Foster), Steven Flynn (James), Steven Schub (Beta Clark), Wendy Benson (Fanny), Daniel Dae Kim (James Ingram), Jacob Chase (Gabriel), Mirron E. Willis (Doktor), Aron Eisenberg (Male Panelist) sowie Nick Belgrave, Tasha Goldthwait, Katie DeShan, Bennet Williams, Jody Rennick u.a.
Nach den Kriegen... Eheähnliche Partnerschafften wurden abgeschafft, Kinder werden gezeugt, in dem die passenden männlichen und weiblichen DNS ausgesucht werden (also im Reagenzglas), "Vater" und "Mutter" gelten als verpönte Schimpfwörter. Verbrechen, Krankheit und Krieg wurden ausgemerzt. Die Menschen werden per genetischer Bestimmung in ein 4-Klassen-System (Alphas, Betas, Gammas und Deltas) aufgeteilt, denn: „Jeder ist genetisch so vorgeplant, daß er seinen Platz in der Gesellschaft ausfüllt“, so ein kleiner Junge während eines Unterrichtsgangs. Alle leben glücklich in Harmonie und Luxus. Kannst Du Dir eine bessere Welt vorstellen? Als der hochrangige Firmenangestellte Bernard Marx (Stephen Callagher, HAUNTED HILL, 1999) und seine Kollegin Lenina (Rhya Khielstedt) mit ihrem supermodernen Helikopter im abgegrenzten Gebiet der „Wilden“ (die sogenannte Reservations-Zone) abstürzen und von einigen Jugendlichen belästigt werden, eilt ihnen der freundliche John (Tim Guinee, BLADE, 1998; IMPOSTOR, 2002) zu Hilfe. Aus Dank und Neugier nimmt Bernard John und seine verwirrte Mutter (Sally Kirkland, JFK, 1991) mit zu sich – in die Zivilisation. Und schon wird Welt-Aufsichtsrat Mustapha Mond (toll: „Mr. Spock“ Leonard Nimoy ) aufmerksam auf die fremden Besucher. Mond begeistert sich für Literatur und beschäftigt sich mit einigen toten Sprachen (Französisch, Russisch, Spanisch), allen anderen versagt er diese kulturellen Schätze: „Als Aufsichtsrat ist es meine Pflicht zu verhindern, daß die allgemeine Bevölkerung von solch exzentrischen Vorlieben angesteckt wird.“ So schön und neu ist diese Welt doch nicht, wie John es sich vorher gedacht hat. Hinterhältige Fieslinge gibt es nämlich immer noch: Bernards’s korrupter Vorgesetzte (Miguel Ferrer) manipuliert einen aufmüpfigen Arbeiter dahingehend, ihn zu töten... Hipp durchgestylte Zukunfts-Variante mit einigen schön bösen Seitenhieben - sehr frei nach Aldous Huxley. Um das Ganze noch etwas packender zu machen, hätte es einige inszenatorische Kniffs mehr benötigt. Slogans wie „Arbeiten, verdienen, Kaufen!“ und „Je härter wir arbeiten, desto mehr können wir kaufen!“, mit denen die Arbeiter von Schichtbeginn an zugedröhnt werden, erinnern an John Carpenter’s SIE LEBEN! – hübsch verpackte Gesellschaftskritik als Science-fiction-Happen für zwischendurch. - Die Welt ist ein Dorf: Miguel Ferrer, der Cousin von George Clooney, begann seine Kinokarriere ausgerechnet in dem von Leonard Nimoy inszenierten STAR TREK 3 (1984) - als Brückenoffizier auf der U.S.S. Excelsior, die bei der Verfolgung der Enterprise jämmerlich versagt. Der 1955 geborene Sohn von Josè Ferrer avancierte zum beliebten Bösewicht- und Nebendarsteller: ROBOCOP (1987), DEEP STAR SIX (1989), THE STAND (1994), STEPHEN KINGS THE NIGHT FLIER (1997), TRAFFIC (2000), THE MANCHURIAN CANDIDATE (2004)... In TWIN PEAKS (1990-91) brillierte er als wenig umgänglicher FBI-Agent Albert Rosenfeld und mit Bill Mumy (BABYLON 5) schuf er die Comicserie THE COMET MAN.
Leslie Libman arbeitete weiter fürs Fernsehen, wo er diverse Folgen für HOMICIDE, OZ, CROSSING JORDAN (mit Miguel Ferrer), THE 4400 und NAVY NCIS inszenierte. Sein Co-Regisseur Larry Williams verstarb 1999 im Alter von nur 49 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts.
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DVD?
Geschrieben von: suesswolf am 17-08-2008 21:31
und finde die wesentlichen Ideen prima umgesetzt
(heute bräuchte man wohl kaum soma mehr,
man würde die deltas vor den PC setzen ;-)).
Leider haben bei der Aufnahme, die ich gerade
gesehen habe, die letzten 10 Minuten gefehlt.
Hat jemand die DVD?