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Hellblock 13
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Veröffentlicht in : Filme, H

HELLBLOCK 13

 

USA 1997 / O: „Hellblock 13“ / Laufzeit: 89 Min. / FSK: ab 18

 

Regie: Paul Talbot / Musik: Andrew Scott Faust & Eric Martin & Kirk Luther / Kamera: Paul Cornwall / Prod.: Jeff Miller & Paul Talbot / Buch: Jeff Miller & Michael R. Smith & Paul Talbot / SFX: Michael R. Smith 

Darsteller: Rahmenhandlung „Prison Segments“ : Gunnar Hansen (Executioner), Debbie Rochon (Tara), Jon Miller, Brian D. Kelly, Jeff Jordan Episode 1 „Watery Grave“ : Amy R. Swain (Sherry Simpson), Bill Roberson (Sheriff Broughton), Kirk Bair, Bob Hungerford u.a. Episode 2 „White Trash Love Story“ : Jennifer Peluso (Heidi Mae), David G. Holland (Joe Mark), Michael R. Smith (Hexe), Stacy Nicole Rowe, Kimberly Rowe u.a. Episode 3 „Big Rhonda“ : J. J. North (Big Rhonda), Bill Kealey (Chaney), Michael R. Smith (Mr. Knuckles), Don Tolley,  Roxanne, Jennifer Peluso u.a.

 

Dagegen ist THE GREEN MILE wie reines Zuckerschlecken :

Alles beginnt mit einem fetten Zellen-Wächter (TCM-Veteran Gunnar Hansen sieht ohne sein berühmtes „Leatherface“-Outfit genauso hässlich aus), der im berüchtigten HELLBLOCK 13 seine Runden schiebt und nur darauf wartet, die Verurteilten hinzurichten. „Schlampe! Dreck! Scheiße!“, grummelt er seinen durchweg weiblichen Gefangenen im Vorbeigehen durch die verkalkten Gitterstäbe zu. Nur bei Tara (das vielbeschäftigte Trash-Schnuckelchen Debbie Rochon), die in der letzten Zelle hockt, rohes Fleisch verzerrt und Ratten abmurkst, gerät er aus der Fassung. Bevor sie vom Henker hingerichtet wird, serviert sie ihm noch drei blutige Horrorgeschichten ... ehe sie als feixender Geist selbst zur Tat schreitet... 

Episode 1 „Waterly Grave“: Sherry Simpson ließ ihre Kinder entführen - als Wasserleichenzombies nehmen sie grausame Rache... 

Episode 2 „White Trash Story“: Der brutale Joe Mark schlägt seine naive Frau Heidi immer und immer wieder. Bis diese keinen Ausweg mehr sieht und von einer schrumpligen Hexe ein abartiges Gebräu zusammenstellen läßt, mit dem sie ihn um die Ecke bringen will. Nur leider mutiert der gehörnte Gatte zum grunzenden Monster...

Episode 3 „Big Rhonda“: Einige Biker holen während einer Zeremonie eine verstorbene Rockerbraut (J. J. North, TROMEO & JULIET,1996 ; NECROMANIAC, 1998) ins Diesseits zurück. Und wie alle Zombies, so ist auch sie nicht mehr das, was sie vorher war...

HELLBLOCK 13 ist preiswerter (o.k.: sehr preiswerter) Schmuddel-Splatter-Trash, der sich wie ein paar Rummelnutten beim Schlammcatschen in reichlich Körperflüssigkeiten suhlt. Alkohol, Drogen und nerviges Heavy-Metal-Geschrabbel spielen hier immer eine Rolle, dazu gibt’s derbe Schocks, Splatter und Lesbensex. Etwas anmaßend ist es freilich schon, wenn sich die Macher hiermit auf eine Stufe wie Poe und Lovecraft stellen wollen, was sogar direkt erwähnt wird. Leichenfledderei! Besonders die absolut bescheuerte 2. Episode ist an (gewollter?) unfreiwilliger Komik nicht zu unterbieten: Wenn unser dummes Blondchen ihren bulligen Gatten mittels Zaubertrunk loswerden will und stattdessen einen zentnerschweren Monster-Koloss vorfindet (welches ausgesprochen dämlich aussieht), kann man ein befreiendes Lachen nicht mehr unterdrücken.

Und auch wenn sich Regisseur Paul Talbot mittels bizarrer Kamerapostionen und schrabbeligen Wackelbildern im filmischen experimentieren ausprobiert - HELLBLOCK 13 hinterläßt trotzdem einen schundig-schäbigen Eindruck, den man schnell mit 'ner Pulle Bier runterspült.   

  • „Allzu plumper Gänsehaut-Schocker.“ (HEYNE FILMJAHRBUCH 2000)

   

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