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Children of the Living Death
 

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Veröffentlicht in : Filme, C


CHILDREN OF THE LIVING DEATH

 

USA 2001 / O: “Children of the Living Death” / Prod.: Westwood Artists International, Inc. / Laufzeit: 85 Min. / FSK: ab 18 

Regie: Tor Ramsey / Musik: Alan Howarth / Prod.: John A. Russo, Karen Lee Wolf / Ausf. Prod.: Joseph Wolf / Buch: Karen Lee Wolf / Make-up-Effekte: Vincent J. Guastini 

Mit Tom Savini (Deputy Hughs), Martin Schiff (Deputy Randolph), Damien Luvara (Matthew Michaels), Jamie McCoy (Laura Danesi), Sam Nicotero (Dusty), Heidi Hinzman (Candy Danesi) sowie Philip Bower, Tom Stoviak, A. Barrett Worland, Matt Campbell, Olivian Ciummo, Joe Conty, Vincent J. Guastini, Karen Lee Wolf (Marilyn Michaels) u.a.

 

Zombies, das haben sie so an sich, sind bekanntlich kaum tot zu kriegen. Und da gibt es auch die dazu gehörigen Filme, die oftmals genauso lästig sind. Wie ein ekliger Eiterpickel wuchern sie am Horrorfilm-Arsch dahin; drückt man sie auf, kommt nur Gülle heraus. Und davon steckt in CHILDREN OF THE LIVING DEATH viel, viel drin ... ein Güllefilm par excellenze.  Im Jahre 1968 wird der Ursprung der hier geschilderten Ereignisse angegeben, jenem Jahr, in dem George A. Romero mit seiner legendären NACHT DER LEBENDEN TOTEN Horrorfilm-Geschichte schrieb. Eine ziemlich verunglückte Hommage von John A. Russo, der beide Filme produzierte und sich davon offenbar etwas versprach, etwa um an alte Erfolge und längst vergangene Zeiten anzuknüpfen. George A. Romero hat auch alle Höhen und Tiefen des Filmbusiness durchgemacht, aber aus ihm ’is doch noch was geworden, im Gegensatz zu Russo, der eigentlich nur noch billigen Mist macht. Auf die Handlung kann man getrost  scheißen, denn hier geht’s ausschließlich um Zombies abknallen, Zombies abknallen und ... – äh Zombies abknallen. Das Ganze mit einer Dramaturgie, die einfach haarsträubend ist.

Alles beginnt wie bereits erwähnt im Jahre ’68, auch hier wimmeln die Zombies gleich von Anfang an herum. Horror-Legende Tom Savini ist Deputy Hughs, ein Spezialist im Zombie-Abknallen, und in dieser Rolle echt zum Umfallen.  Und jetzt die einzige Überraschung des gesamten Films: nachdem Savini als machohafter Ramba-Zamba-Rambo-Zombiejäger vorgestellt wurde, muß auch er Bekanntschaft mit dem Tod machen, genauer gesagt mit Oberzombie Abbott Hayes (lächerlich: A. Barrett Worland, ein Glück, wenn man ihn nicht kennt). Der hat’nen PSYCHO-mäßigen Mutterkomplex: Seine Erzeugerin gab ihn als Mädchen aus, steckte ihn in Frauenkleider, in denen er durch Stadt und Schule rennen musste. Das verträgt kein Junge. Nun spukt er als untoter Freak auf seinem Lande herum. Diesem Abbott Hayes wird Deputy Hughs zum Verhängnis – und Tom Savini, der erst großspurig angekündigt wird, um schon in der ersten Viertelstunde abzukratzen. 14 Jahre später läßt Abbott Hayes vier doofe Teenie-Plagen mitsamt ihrem Kleinbus eine Klippe hinunter stürzen; ihren Totengräber schenkt er mit einem Biss in den Hals ein eigenes, lebendiges Grab. Wie aufmerksam. Und noch mal einige Jahre später soll auf diesem Gelände, am alten Haus vom Friedhof, da, wo Abbott Hayes sein Unwesen treibt, ein Autohaus mitsamt Motel entstehen. Die Bauarbeiten haben längst begonnen und schon kann das Abmurks-Happening munter losgehen...

...in einem primitiven, spannungslosem Meuchel-Schocker, der vieles von dem zeigt, was Horrorfilme im allgemeinen immer wieder in Verruf brachte. Sie alle schienen nicht gewusst zu haben, was sie taten. Hier zählt nur die plumpe Effekthascherei, das Schielen, Lechzen und Glotzen nach haufenweise blutrünstigen Schauerlichkeiten. Regisseur Tor Ramsey, der seinem Vornamen alle Ehre macht, verliert sich in eine selbstzweckhaft-dumpfe Brutalität, die oft in reine Dummheit ausartet. Gut, es mag härtere Filme geben (Ätsch, eine Steigerung ist möglich!), aber nicht alle wurden so primitiv umgesetzt wie dieser grottige Splatter-Trash. Ramsey’s Regie ist bestenfalls amateurhaft, auf jeden Fall aber katastrophal phänomenal. Vor allem die viel zu vielen Schusswechsel sind stümperhaft inszeniert, mit einem Tempo, ähnlich einem beinamputiertem Zombie auf Nahrungssuche. Viel Gegröle beim Auftritt der Teenager-Zombies: als ob ihnen jemand einen Arschtritt gegeben hat, damit sie wenigstens zwei, drei Meter torkelnd und grunzend durch die Steppe latschen, im schlecht ausgeleuchteten Set mit haufenweise Nebel, um die Einfältigkeit der Masken zu verschleiern.

 

  • Tom Savini wurde hauptsächlich durch seine Arbeiten als Make-up-Künstler bekannt, u.a. schuf er beinharte Splatter-Effekte in DAWN OF THE DEAD, DAY OF THE DEAD, MANIAC und FREITAG, DER 13. 1990 führte er Regie bei NIGHT OF THE LIVING DEAD, dem Remake zu Romero’s DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN. Bei CHILDREN OF THE NIGHT kommt er erneut mit der Zombie-Thematik wieder zusammen, die „Inspirationsquellen“ sind unübersehbar. Immerhin darf er sich auf eines seiner früheren Talente besinnen, nämlich das des Stuntkoordinators. Als Nebendarsteller gibt er sich immer mal wieder die Ehre, unvergessen bleibt der Untoten jagende Biker in ZOMBIE und sein unnachahmlicher „Sex Machine“ in FROM DUSK TILL DAWN. Bei der Auswahl seiner Rollen sollte er jedoch vorsichtiger sein, denn mit seinem albernem Auftritt zu Beginn von CHILDREN OF THE LIVING DEATH, der im Grunde nichts weiter als eine „nette Geste“ gegenüber John A. Russo ist, landete er mächtig tief in der Scheiße.          

   

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