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Hexensabbat
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H E X E N S A B B A T

 

USA 1977 / O: „The Sentinel“ / Prod.: Universal Pictures / Laufzeit: 87 Min. / FSK: ab 18

Regie: Michael Winner / Musik: Gil Mellé / Kamera: Dick Kratina / Prod. & Buch: Michael Winner & Jeffrey Konvitz / LV: Jeffrey Konvitz / SFX: Albert Whitlock / Masken: Dick Smith, Bob Laden

Darsteller: Chris Sarandon (Michael Lermen), Cristina Raines (Alison Parker), Martin Balsam (Prof. Ruzinsky), John Carradine (Father Halliran), José Ferrer (Priester), Ava Gardner (Miss Logan), Arthur Kennedy (Franchino), Burgess Meredith (Charles Chazen), Eli Wallach (Det. Gatz), Christopher Walken (Rizzo), Jeff Goldblum (Jack), Jerry Orbach (Regisseur), Beverly D’Angelo (Sandra), Tom Berenger & Nana Visitor [als Nana Tucker] (Allison’s Nachmieter),William Hickey (Perry), Sylvia Miles (Gerde Engstrom), Deborah Raffin (Jennifer) sowie Hank Garrett, Robert Gerringer, Gary Allen, Tresa Hughes, Kate Harrington, Jane Hofffman, Sam Gray u.a.

 

Chris Sarandon (FRIGHT NIGHT), Burgess Meredith (ROCKY’s Trainer), Eli Wallach (THE GOOD, THE BAD AND THE UGLY), Martin Balsam (PSYCHO), John Carradine (DAS HAUS DER LANGEN SCHATTEN), Ava Gardner (ERDBEBEN), José Ferrer (DUNE – DER WÜSTENPLANET), Arthur Kennedy (KAMPF UM DIE 5. GALAXIS) sowie Jeff Goldblum (DIE FLIEGE) und Christopher Walken (wo hat der noch mal mitgespielt?) – allesamt in einem Film versammelt. Is doch auch mal was!

Alison Parker (Christina Raines), ein New Yorker Top-Model, hat sie dringend notwendig, ihre eigenen vier Wände. Eine gemeinsame Wohnung mit ihrem Verlobten Michael Lerman (Chris Sarandon), einem Rechtsanwalt, kommt für Alison derzeit nicht in Frage, obwohl sie ihn liebt. Der Tod ihres Vaters machte ihr ebenfalls zu schaffen, gerade weil sie ein sehr gespanntes Verhältnis hatte, seit sie ihn bei schlüpfrigen Sex-Spielchen mit zwei prallbusigen Weibern erwischte. Schnell findet Alison Unterkunft in einem heruntergekommenem Mietshaus in Brooklyn. Allerdings mit einigen komischen Nachbarn, darunter der greise Father Halliran (John Carradine), der den ganzen Tag am Fenster hockt, obwohl er blind ist, Charles Chazen (Burgess Meredith), einem neugierigen, alten Kauz mit Katze in der Hand und Vogel auf der Schulter, und den zwei Lesben Gerde (Sylvia Miles) und Jennifer (Deborah Raffin). Als Alison des nachts polterndes Getrampel über ihrer Wohnung hört, wendet sie sich an ihre Vermieterin Miss Logan (Ava Gardner), die ihr eröffnet, daß das Haus außer von Father Halliran und ihr ansonsten unbewohnt ist. Obwohl sie noch vorher an einer obskuren Geburtstagsfeier für Chazen’s Katze teilnahm, bei der auch die anderen Mieter anwesend waren. Doch die sind schon längst tot! Als sie wieder Schritte hört, schaut sie nach und bekommt ’nen Riesenschock: Ihr toter Vater ist als Zombie zurückgekehrt, Alison sticht auf ihn ein und landet anschließend hysterisch schreiend im Krankenhaus. Das ruft wiederum den ermittelnden Detective Gatz (Eli Wallach) und seinen wortkargen Partner Rizzo (Christopher Walken) auf den Plan. Gatz ist schon lange hinter Michael Lerman her und macht ihn für Alison’s Zustand verantwortlich. Doch die Wahrheit ist eine ganz andere: Das Mietshaus, in welches Alison gezogen ist, entpuppt sich als ein Tor zur Hölle und Father Haliran ein von der Kirche auserwählter Wächter. Doch Haliran ist zu alt für seine Bestimmung und so wurde Alison von Kardinal Franchino (Arthur Kennedy) als Haliran’s Nachfolgerin auserkoren.

Jeffrey Konvitz schrieb nach seiner Romanvorlage zusammen mit Michael Winner das konfuse Drehbuch, welches sich im Zuge der Okkultismus-Thriller an die Erfolge von DER EXORZIST und DAS OMEN anhängen möchte, aber weder deren Spannung, noch Atmosphäre erreicht. Stattdessen wurde der unsinnige Teufels-Reigen mit unnötigen Nebenhandlungen, die schließlich ins Nichts führen, vollgestopft, um mit einem ordentlichen Ensemble an Alt-Stars auftrumpfen zu können. HEXENSABBAT bietet nur überraschungsfreien Hokuspokus, dazwischen einige blutig-billige Effekte und Lesbengefummel incl. Masturbationsszene. Das Okkulte ist auch nicht mehr das, was es einmal war. Wem Michael Winner vor allem durch seine plakativen Selbstjustiz-Filmchen mit Charles Bronson bekannt sein dürfte (DEATH WISH, 1974), wird ahnen wie schlimm sein Ausflug in den Bereich des Okkulten ausfallen wird: nämlich ziemlich grobschlächtig, krude und irgendwie völlig daneben. Ohne Zweifel einer der unsäglichsten Beiträge aus dieser Zeit. Zum Schluss, da kommt’s knüppeldicke, da wird einmal mehr gezeigt, wie barbarisch die Filmindustrie sein kann: im Monsterparaden-Finale dieses wirren Okkult-Schinkens wurden echte Menschen mit körperlichen Missbildungen vor die Kamera gezerrt, die sich als „Heerscharen des Teufels“ verkaufen mussten. Vielleicht wollten sie das auch? Ich meine, es war deren eigene Entscheidung, sie hätten es nicht machen müssen. Sie waren doch nur körperlich, aber nicht geistig behindert... Nennt man das nun Manipulation des Publikums oder einfach nur schock-geilen Sensations-Voyeurismus? 

  • Neben den oben genannten wurden irgendwo in diesem Film außerdem Martin Balsam als schrulliger Theologie-Professor und José Ferrer als Priester gesichtet. 

  • Der überwiegende Teil des Starensembles befand sich am Ende ihrer Karrieren, einige dagegen hatten sie noch vor sich: Christopher Walken als Assi von Detective Gatz, Jeff Goldblum als genervter Modefotograf und zum Schluß Tom Berenger und Nana Visitor (Kira Nerys in STAR TREK: DEEP SPACE NINE) als Allison’s Nachmieter. 

  • „Der Film ist eine schundige Version von DAS OMEN, der statt echtem Frösteln mit Schamhaar und Brustwarzen aufwartet.“ (Joseph Germis, Newsday) 

  • „Zwar ist der Film solide inszeniert, aber ohne jegliches Überraschungspotential.“ (Harry Lieber, Hölle auf Erden)

   

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