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Formicula
 

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FORMICULA

USA 1954 (s/w) / O: „Them!“ / Prod.: Warner Bros. / Länge: 93 Min.

Regie: Gordon Douglas / Musik: Bronislaw Kapar / Kamera: Sid Hickox / Prod.: David Weisbart / Buch: Ted Sherdeman, Russell S. Hughes / Story: George Worthin Yates

Darsteller: James Whitmore (Sgt. Ben Patterson), Edmund Gwenn (Dr. Harold Madford), Joan Weldon (Dr. Patricia Madford), James Arness (Robert Graham), Onslow Stevens (General O’Brien) sowie Sean McClory, Chris Drake, Sandy Descher, Mary Alan Hockanson, Don Shelton, Fress Parker, Olin Howland, ungenannt: Leonard Nimoy, William Schallert, Lawrence Dobkin, Frederick J. Foote, Robert S. Corell, Joel Smith, Dub Taylor u.a.

Grauen in der Wüste: Polizist Sgt. Peterson (James Whitmore) und sein Kollege Blackburn (Chris Drake) lesen in New Mexiko ein verstörtes Mädchen (Sandy Descher) auf, wenig später stoßen sie auf die Leichen ihrer Eltern – die mit Ameisensäure vollgepumpt sind. FBI-Agent Graham (James Arness), der Wissenschaftler Dr. Medford (Edmund Gwenn) und dessen Tochter Patricia (Joan Weldon) werden beauftragt, die Ursachen für die plötzlich auftretenden Todesfälle herauszufinden. Und sie werden fündig: 1945 fanden in diesem Gebiet verheerende Atombombenversuche statt, die ein ganzes Ameisenvolk haben mutieren lassen...
Ein Klassiker des Monsterfilms! Und beispielhaft für seine Zeit: FORMICULA warnt kritisch, aber ohne erhobenen Zeigefinger vor den Auswirkungen von Atomtests. Und man könnte dem Film unterstellen, daß die mutierten Riesenameisen für die damals so verhassten Kommunisten stehen, die es mit dem aufrechten US-Militär aufnehmen müssen. Könnte man und wurde ja auch... aber man soll nicht zu viel hinein interpretieren. Dennoch reflektiert FORMICULA gekonnt die damaligen Ängste, die immer noch die Ängste von Heute sind. Doch Gordon Douglas brauch weder politische Abziehbilder noch überdimensionale Monster: Wenn der Wind bedrohlich durch den heißen Wüstensand pfeift, schafft er damit eine Stimmung, deren Wirkung auch die größte Alien-Attrappe nicht erzielen kann. Im Gegensatz zu den vielen Aufgüssen, die auf THEM! folgten, sind seine Monster nicht allgegenwärtig, sondern tauchen erst nach einer halben Stunde auf. Dafür aber in einem um so imposanterem Auftritt, für den es damals eine verdiente Oscar-Nominierung für die Spezialeffekte gab. Ein Meilenstein seiner Zeit, dem nur Jack Arnolds TARANTULA das Wasser reichen kann.

 

 
  •  James Whitmore kehrte 1997 in Peter Hyams’ Monsterfilm-Revival DAS RELIKT, das dann aber wirklich auf harte Effekte setzte, zurück ins Genre; James Arness (RAUCHENDE COLTS) war DAS DING im gleichnamigen Sci-Fi-Klassiker von 1951; Genre-Veteran William Schallert (THE MAN FROM PLANET X; DIE UNGLAUBLICHE GESCHICHTE DES MR. C) taucht zu Beginn kurz als Arzt auf und „Mr. Spock“ Leonard Nimoy hat einen frühen 30-Sekunden-Kurzauftritt als Nachrichtenoffizier
 
  •  „...ein äußerst spannender Monsterfilm, auch wenn sich Regisseur und Drehbuchautor nicht auf einen Helden einigen konnten und der Streifen von Klischeefiguren nur so wimmelt.“ (LEXIKON DES SCI-FI-FILMS)

  •  ,,Klassiker des Horrorfilms, der künftig noch oft Pate stehen sollte.“ (HÖLLE AUF ERDEN)
  • „...gerade die Naivität, die hinter dem Ganzen steckt, macht den Charme dieser Produktion aus, denn seien wir doch mal ehrlich: LKW-große Ameisen sind auch heute noch der Stoff, aus dem vorpubertäre Alpträume gestrickt werden, oder?“ (Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR)
   

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