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Oase der Zombies
 

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Veröffentlicht in : Filme, O

OASE DER ZOMBIES

„Brennend heißer Wüstensand, fern so fern dem Heimatland...“ 

Spanien/Frankreich 1983 / O: „La Tumba de los Muertos Vivientis” / AT:
 „Blood Sucking Nazi Zombies”; El Desierto de los Zombies“; „Grave of the Living Dead“; „Die Oase der Zombies”; „The Oasis Of The Living Dead“; „Oasis Of The Zombies”; „The Treasure of the Living Dead“
 

Regie: Jess Franco [als A. M. Frank] / Musik: Pablo Villa [= Jess Franco] / Prod.: Daniel Lesoeur / Buch: Ramón Llidó, A. L. Marioux [=Jess Franco] 

Darsteller: Manuel Gélin (Robert Blabert), Eduardo Fajardo (Col. Kurt Meitzell), Lina Romay (Kurt’s Frau) sowie Antonio Mayans, Javier Maiza, Albino Graziani, Miguel Aristu u.a.

 

Die Folgen des 2. Weltkriegs: Dämliche junge Menschen machen sich auf die Suche nach einem Millionen-Dollar-Schatz, der in einer geheimnisvollen Wüstenoase versteckt sein soll. Dieser wird bewacht von einigen untoten deutschen Soldaten, die seit dem 2. Weltkrieg über jeden herfallen, der dem Schatz zu nahe kommt...

Der Zombiefilm (speziell der aus den 80ern) hat schon die absurdesten Dinger zu Tage gebracht, mit Jess Franco’s katastrophalem OASIS OF THE LIVING DEAD ist ein weiterer Höhepunkt in einer ganzen Reihe an Tiefpunkten erreicht. Szenen, die nicht zu einander passen, in einer grauenvollen Geschichte, die mit langatmigen Handlungsabschnitten und unnötigen Rückblenden sich mühsam über die Runden quält. Dem Zuschauer dürfte es kaum anders gehen. Resultat: Gefühlte drei Stunden pure Langeweile. Selbst der berühmt-berüchtigte Andreas Bethmann erkannte in seinen „Jess Franco Chronicles“, das dies „nicht gerade eine Meisterleistung war, die Franco da abgeliefert hat“. Was für eine Erkenntnis! Auf Splattereffekte, die schon so manchen schlimmen Zombiefilm verziert haben, muß der geneigte Fan hier komplett verzichten, somit dürfte OASE DER ZOMBIES lediglich für Franco-Fans von Interesse sein. Zu jedem Subgenre musste der vielfilmende Schmuddelregisseur seinen Senf dazu zu geben. Egal ob Kannibalenfilm, Folterfilm, Vampirfilm, Slasherfilm oder eben der gute, alte Zombiefilm, die bei ihm doch alle irgendwie gleich schlecht waren – ohne Jess Franco läuft nichts. Besser gesagt: er läuft nicht ganz rund. Erheiternde Kurzweil findet der von Franco in den Sand gesetzte Untoten-Ulk im Auftritt der torkelnden Zombie-Parodien, deren teils mit Regenwürmern verziertes Make-up vollkommen bescheuert aussieht. Dreck beschmierte Drecksvisagen und zugekleisterte Glubschaugen – der Zombie sah auch schon mal lebendiger aus. Schauspieler? Man kommt sich eher wie beim Lumpenball vor. Ja, da sehnt man sich in die Zeit zurück, als Franco noch richtig „gute“ Trashfilme ablieferte, man denke nur an DER HEXENTÖTER VON BLACK MOOR oder NACHTS, WENN DRACULA ERWACHT (beide 1969), womöglich zwei seiner besten Filme, die man Franco-Fans- und Kritikern nur empfehlen kann. OASE DER ZOMBIES dagegen ist einfach nur mies und gehört tief in den Wüstensand verbuddelt.

 

·         Keine Gewähr auf die Richtigkeit der Stabsangaben. Ob Jess Franco selbst noch durchsieht bei seiner Vielzahl an Pseudonymen? Vielleicht ist er schizophren? Das würde zumindest einige seiner Filme erklären. Übrigens soll er sich auch irgendwo unter den Zombies versteckt haben. Da gehört er auch hin, denn er ist einfach nicht tot zu kriegen. 

·         Andere Quellen (z.B. Bethmann’s „Jess Franco Chronicles“) geben 1981 als Produktionsjahr an. Und wie es sich für einen ordentlichen Jess-Franco-Knaller gehört, existieren mehrere verschiedene, internationale Fassungen. Kein Grund, aus der Fassung zu geraten. 

·         „Zombiefilm der dümmsten Sorte, der mit seiner unzulänglichen, völlig spannungslosen Dramaturgie, dem nervtötenden Soundtrack und den extrem stupiden Make-up-Effekten selbst für Verhältnisse eines Jess Franco erschreckend schwach ist.“ (Harry Lieber, HÖLLE AUF ERDEN) 

·         „Neben dem inhaltlichen Schwachsinn, der allen bisherigen Zombie-Themen die Krone aufsetzt, ist dies auch ein formal sehr schwacher Versuch Jess Francos, sich in die Reihe mehr oder weniger guter Romero-Epigonen einzuordnen.“ (Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR)  

Verleih: X-Rated / Ton: dt. & englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo) / Bild: 1:1,85 / UT: dt. (nicht ausblendbar) / Regionalcode: 2 / Laufzeit: 82 Min. (laut Coverangabe uncut) / FSK: ab 18 / Extras: alternativer Anfang, Bonusszenen, Trailer, Galerie (insg. ca. 13 Min.)

 

Alternativ dazu gibt’s noch die deutsche Erstauflage in der Hartbox:

Verleih: X-Rated / Ton: dt. & engl. (DD 2.0 Stereo) / Bild: 1:1,85 / UT: dt. (nicht ausblendbar) / Regionalcode: 2 / TV-Norm: PAL / Laufzeit: 82 Min. (ohne Abspann) / FSK: ab 18 / Extras: deutscher, französischer und amerikanischer Trailer, ausländische Anfangscredits, Slideshow mit Alternativcover, Aushangfotos usw. 

Aus dem selben Haus gibt’s noch eine gekürzte 16er Fassung

 

 

   

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