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FINAL DESTINATION
„...das wird zweifelsohne ein Hit mit den obligatorischen Fortsetzungen. Offenbar kann Hollywood nicht genug von toten Teenagern bekommen. Das ist, als würde man die Hand beißen, die einen füttert.“ (Roger Ebert, Chicago Sun-Times, 17. März 2000)
USA 2000 / O: „Final Destination“ / Prod.: New Line Cinema Regie: James Wong / Musik: Shirley Walker / Kamera: Robert McLachlen / Schnitt: James Coblentz / Ausf. Prod.: Brian Witten, Richard Berner / Prod.: Warren Zide, Craig Perry, Glen Morgan / Buch: Glen Morgan, James Wong, Jeffrey Reddick / Story: Jeffrey Reddick Darsteller: Devon Sawa (Alex Browning), Ali Larter (Clear Rivers), Kerr Smith (Carter Horton), Tony Todd (William Bludworth), Kristen Cloke (Valerie Lewton), Daniel Roebuck (Agent Weine), Roger Guenveur Smith (Agent Schreck), Chad E. Donella (Tod Waggner), Seann William Scott (Billy Hitchcock), Amanda Detmer (Terry Chaney), Brendan Fehr (George Waggner), Barbara Tyson (Mrs. Browning), Robert Wisden (Mr. Browning), P. Lynn Johnson (Mrs. Waggner), Larry Gilman (Mr. Waggner) sowie Forbes Angus, Lisa Marie Caruk, Christine Chatelein, Guy Fauchon u.a. Der Teenie-Horror. Diesmal nicht als Slasherfilm, sondern als Mystery-Thriller im AKTE X-Fieber. Warum nicht? Alex Browning (Devon Sawa, DIE KILLERHAND, 1999) wartet aufgeregt auf den Start des Flugzeugs, welches ihn und seine Klasse nach Paris bringen soll. Kurz bevor es soweit ist, setzt ihn eine schreckliche Vision unter Schock: Er sieht das Flugzeug explodieren, kaum das es in der Luft ist. Alex gerät in Panik und wird zusammen mit seiner Lehrerin (Kristen Cloke, BLACK CHRISTMAS, 2006) und einigen seiner Klassenkameraden aus der Maschine verwiesen. Diese sind natürlich ziemlich sauer auf Alex, doch der Ärger wird dem Schock bald weisen: Das Flugzeug explodiert tatsächlich! Und aus dem Schock wird bald die nackte Angst. Denn nach und nach sterben alle, die das Flugzeug verlassen haben. Der Tod kriegt sie alle und lauert schon hinter der nächsten Ecke. Das Kinodebüt des erfolgreichen TV-Duos Glen Morgan & James Wong gehört ohne Zweifel zu den besseren Beiträgen aus der SCREAM-Ära, da hier auf den üblichen Killer mit dem langen Messer verzichtet wurde. Das ist doch schon mal was. Leider verliert das Spiel um Leben und Tod, Schicksal und Vorherbestimmung an Bedeutung, wenn es nur darum geht, dem Tod ein Schnippchen zu schlagen, da Alex Browning und seine Freundin Clear Rivers (Ali Larter, HAUNTED HILL, 1999) dem Sensemann ziemlich schnell auf die Schliche kommen. Wenn diese Teenies sogar ihm entkommen und austricksen können, was mag uns da in Zukunft noch erschrecken? So wird der Tod in FINAL DESTINATION auch nur als Gegner, den es zu besiegen gilt, herab gestuft, womit man einer Persönlichkeit wie ihm keinesfalls gerecht wird und der Film gerade dadurch das Mysteriöse verliert, was ihm zum Mysterythriller machen soll. Der Mainstream-Geschmack des Kinopublikums schwebt über FINAL DESTINATION wie der Tod über dem gesamten Nebendarsteller-Ensemble. In dieser Hinsicht bleibt FINAL DESTINATION zu oberflächlich, um nur einen Hauch von Todesangst einzujagen. Trotz dieser Einschränkung ist FINAL DESTINATION immer noch ein ganzes Stückchen interessanter, origineller und kreativer was das Sterben von Teenagern im Horrorfilm anbelangt. Rein handwerklich gesehen gibt es nichts auszusetzen, wartet FINAL DESTINATION mit einigen der besten und makabersten Leinwandschocks der letzten Jahre auf. Vor allem die ebenso kurze wie heftige Szene mit dem Bus trifft wie ein Faustschlag ins Gesicht. · Morbiden Charme versprüht CANDYMAN-Darsteller Tony Todd in einem diabolischen Gastauftritt als finsterer Leichenbestatter, der unsere Todeskandidaten aufklärt, wie es mit dem Tod so an sich hat · FINAL DESTINATION ist das Kinodebüt des erfolgreichen, langjährigen TV-Duos Glen Morgan & James Wong. Sie schrieben und produzierten bei AKTE X und MILLENIUM mit und erdachten die nur eine Staffel währende Sci-Fi-Serie SPACE: ABOVE AND BEYOND. Auch die Mystery-Serie THE OTHERS geht auf ihr Konto. Kirsten Cloke ist seit Sommer 1998 mit Glen Morgan verheiratet und hatte Engagements in vielen seiner Projekte. · Seann William Scott, der sich hauptsächlich durch Kinoklamotten wie den AMERICAN PIE-Filmen und ROAD TRIP blödelte, und Ali Larter sah man auch kurz in Kevin Smith’s Anarcho-Spaß JAY AND SILENT BOB STRIKES BACK (2001) herumtollen. Kerr Smith (DAWSON’S SREEK) und Brendan Fehr ROSWELL) trafen sich ein Jahr später in J. S. Cardone’s Vampirhorror THE FORSAKEN (2001) wieder. Die Welt ist ein Dorf. · Lustig, daß die Charaktere allesamt die Namen berühmter Genregrößen tragen. In leicht abgewandelter Form begegnen wir hier den Namensvettern von Tod Browning, Alfred Hitchcock, Friedrich Wilhelm Murnau, Max Schreck, Lon Chaney und George Waggner wieder. · Gefolgt von FINAL DESTINATION 2 (2003, David Ellis) und FINAL DESTINATION 3 (2006, wieder von James Wong) · „Oberflächlicher, symbolhaft-mystischer Inhalt und Umsetzung im Rahmen des klassischen Horror-Genres auf technisch hohem Niveau bringt den Freunden des Splatter Movies eine neue Variante des immergleichen.“ (MULTIMEDIA) · „Sicherlich keine absolute Meisterleistung im Thriller-Genre, überzeugt der Film aber durch seine schweißtreibende Dramaturgie und einige überraschende Handlungswendungen.“ (FILM, 9/2000) · „Und so läuft ab, wie derartiges Kino-Fastfood eben abzulaufen pflegt: ein bisschen Blut, ein bisschen Grusel, aber am Ende wird alles gut.“ (Hans-Joachim Neumann, ZITTY, 20/2000) · „Regiedebütant James Wong erweist sich als meisterhafter Solist auf der Klaviatur des Grauens.“ (Heiko Rosner, CINEMA 9/2000) Anbieter: Kinowelt / Tonformat: deutsch & englisch in DD 5.1 / Bild: 1:1,85 (16:9 Widescreen, anamorph) / Untertitel: deutsch / TV-Norm: PAL / Regionalcode: 2 / Verpackung: Keep Case (Amaray) / Laufzeit: 93 Min. (uncut) / FSK: ab 16 Extras: 2 Audiokommentare (1. mit James Wong & Glen Morgan, 2. mit den Schauspielern, ohne dt. UT), 2 Dokus: „Testing Final Destination“ (13 Min.) & „Pam Coronado - Intuitive Investigator“ (19 Min.), 3 geschnittene Szenen (ca. 7 Min.) mit einblendbarem Audiokommentar, isolierte Filmmusik (wahlweise mit Kommentar von Shirley Walker, ohne dt. UT), Kinotrailer, 2 interaktive Spiele: „Psycholgie-Test“ & „Die Todesuhr“, Starinfos auf Textseiten über James Wong, Glen Morgan, Devon Sawa, Ali Larter, Kerr Smith und Kristen Cloke
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Geschrieben von: Silencer am 17-09-2007 10:59