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Slither - Voll auf den Schleim gegangen
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Veröffentlicht in : Filme, S

S L I T H E R

Voll auf den Schleim gegangen 

USA 2006 / O: „Slither“ / Prod.: Gold Circle Films, Brightlight Pictures Inc., Strike Entertainment / Laufzeit: 95 Min. (Kino) / FSK: ab 18 

Regie & Buch: James Gunn / Musik: Tyler Bates / Kamera: Gregory Middleton / Schnitt: John Axelrad / Ausf. Prod.: Marc Abraham, Thomas A. Bliss, Scott Niemeyer, Norm Waitt / Prod.: Paul Brooks, Eric Newman / Spezialeffekte: Kleiser-Walczak Digital Effects, Rocket Science VFX 

Darsteller: Nathan Fillion (Bill Pardy), Michael Rooker (Grant Grant), Gregg Henry (Jack MacReady), Elizabeth Banks (Starla Grant), Tania Saulnier (Kylie Strutemyer), Don Thompson (Wally), Brenda James (Brenda Gutierrez), Jenna Fischer (Shelby), Jennifer Copping (Margaret), Haig Sutherland (Trevor), Lloyd Kaufman (Betrunkener im Polizeirevier), Rob Zombie (OF, Stimme von Dr. Karl), James Gunn (ungenannt, Hank) sowie Xantha Radley, Dustin Milligan, Zak Ludwig, Kathryn Kirkpatrick, Bart Anderson, William MacDonald, Lorena Gale u.a.

 

Und wieder mal krachte irgend etwas aus den unendlichen Weiten des Weltraums auf die Erde. Wer die ganzen Filme geschaut hat, wird wissen: wenn etwas aus dem All auf unsren Planeten kracht, dann hat das überhaupt nichts gutes zu bedeuten. Denn meist bringt es etwas übles und unheimliches mit auf die Erde, so wie Michael Glos zum Beispiel. Und wählerisch wie das Grauen aus dem All nun einmal ist, sucht es sich immer die verschlafensten und unscheinbarsten Städtchen in der amerikanischen Provinz aus, in diesem Fall ein Nest namens Wheelsy. Wo man auch überhaupt nicht vermuten würde, daß hinter dieser gutbürgerlichen Fassade irgend ein Grauen lauert. Nicht im geringsten. Es sei denn, Michael Rooker spielt den örtlichen Millionär... Grant Grant heißt dieser widerlich-grobe, glatzköpfige Klotz mit AOK-Kassenbrillengestell, der schon vor der Ankunft des Grauens aus dem All grauenvoll aussah. Infiziert durch einen außerirdischen Parasiten verwandelt er sich in einen wuchernden Fleischklumpen mit Tentakeln und Fangärmchen. Und schon ist Stimmung angesagt in Wheelsy. Erst verschwinden einige Haustiere, dann fängt das Vieh eines Farmers an zu mutieren. Eine hübsche, junge Frau wird vermisst. Keiner ahnt, daß auch sie inzwischen eine neue Form des Daseins angenommen hat, seit Grant Grant sie mit seinen fürchterlich aussehenden Schläuchen, die aus seinem Brustkorb wuchsen, vergewaltigt hat. Nun gluckt sie versteckt in der Scheune vor sich hin und sieht aus wie ein riesengroßer, fetter Blob – nur eben aus Fleisch, und nicht aus Pudding. Die Kleinstadtpolizisten unter der Führung von Sheriff Bill Pardy (SERENITY-Star Nathan Fillion) staunen jedenfalls nicht schlecht, als sie die Scheunentür aufschlagen und diesen bizarren, monströsen Fleischklumpen entdecken, der unaufhörlich am wachsen ist und schließlich platzt. Der reale Horror blitzt auf, wenn man sich vorstellt, Helmuth Kohl könne das eines Tages passieren: man befindet sich in der Nähe und kann nicht mehr Reißaus nehmen. Das Resultat aber in diesem Fall: unzählige Würmer, die schon bald über die armen Kleinstadtbewohner herfallen und sie in etwas verwandeln, was man nie und nimmer in einem ordentlichen Vorzeigeamerikaner vermuten würde: grunzdebile, hirnlose und sabbernde Zombies. Zusammen mit Grants Frau Starla (Elizabeth Banks) und dem leicht cholerischen Bürgermeister (köstlich: Gregg Henry) macht sich Sheriff Pardy mit seinen Mannen auf die Jagd nach der außerirdischen Teufelsbrut. Daneben gilt es, Grant Grant zur Vernunft zu bringen, doch der mutiert munter weiter und ist schon bald nicht mehr ansprechbar...

Cineastische Feingeister, die kompetent sein möchten, in dem sie seit Jahren immer wieder beteuern, daß der deutsche Film nicht tot sei, dürften auch nicht so richtig ansprechbar auf diesen deftig-heftigen Splatter-Spaß sein, dabei ist er doch wie geschaffen für cineastische Feinschmecker – nur eben nicht für alle. Es sind eben auch die bösen, blutigen, ekligen und schleimigen Filme, von denen das Kino lebt und die gutes Kino ausmachen, da können die cineastischen Feingeister drauflos kotzen wie sie wollen. Mit genau diesen Filmen ist James Gunn, der hier sein Kinodebüt als Regisseur abliefert, groß geworden und von genau diesen blutigen, manchmal auch billigen und haarsträubenden Filmen ließ er sich inspirieren, ohne sich schamlos bei anderen Ideen zu bedienen. Was ja leider Gang und Gebe in diesem Subgenre ist. Trotz der vielen bekannten Zutaten ist SLITHER keine einfallslose Klischee-Parade, wie man sie oft in diesem Genre lieblos vor die Nase gesetzt bekommt, sondern eine umwerfende, schwarzhumorige und schön schleimige Hommage auf all die Monsterfilme, die uns so ans Herz gewachsen sind: die ganzen Dinger aus anderen Welten, die Blobs, Parasitenmörder und nicht zu vergessen: die Körperfresser. SQUIRM und der Planet Saturn lassen auch schön grüßen. James Gunn zeigte bereits als Drehbuchautor von Zack Snyders zackigem DAWN OF THE DEAD-Remake (2004) eine sichere Hand... und bei seiner Troma-Vergangenheit empfiehlt er sich geradezu, um endlich mal seinen eigenen, persönlichen Monsterfilm zu inszenieren. Und der steckt voller skurriler Einfälle und mitunter bösen Seitenhieben: nach Aja’s HILLS HAVE OF EYES ist SLITHER der zweite Horror-Rundumschlag auf die Republikaner innerhalb kürzester Zeit. In diesem Fall vertreten durch Gregg Henry als konservativer, ständig fluchender Bürgermeister, der mit der Wumme in der Hand Jagd auf das Grauen aus dem All macht.

Großes Lob geht auch an die Trickabteilungen, die zeigen konnten, was sie so alles drauf haben und den Mix aus Computeranimation und bewährten Make-up- und Latex-Effekten überzeugend auf die Leinwand brachten, was ja auch nicht immer der Fall ist. Besonders Michael Rookers bizarre Metamorphose gehört zu den besten Mensch-Monster-Mutationen seit Dr. Pretorius’ Verwandlung in Stuart Gordons hervorragender Lovecraft-Adaption FROM BEYOND (1986). Bis zur obligatorischen Monster-Schlusspointe ganz am Schluss geht’s mitunter ganz schön zur Sache, es gibt viel zu lachen und zu staunen in diesem kurzweiligen Fun-Splatter der härteren Sorte, der sich nie zu ernst nimmt und doch keineswegs albern wirkt. Wer auf das Grauen aus dem All abfährt und auch sonst auf ausufernde Köperverwandlungen steht, kommt an SLITHER nicht vorbei. 

·         James Gunn brachte auch seinen Mentor, Troma-Chef Lloyd Kaufman, den man im Polizeirevier rumhocken sieht, in einem Cameo-Auftritt mit unter. In der Originalfassung kann man außerdem die Stimme von Rob Zombie (als Grants Hausarzt, den seine besorgte Frau Starla anruft) hören. 

·         „Man merkt, dass hier ein begeisterter Fan für Fans am Werk war. So fräst sich der Zitatenschatz durch sämtliche Horror-Sujets, weckt Erinnerungen an DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT oder lässt die Nacktschnecken aus dem All zu einem Mädchen in die Wanne rutschen wie seinerzeit in PARASITENMÖRDER.“ (Olaf Schneekloth, CINEMA 05/06) 

·         „SLITHER ist nicht die hohe Schule der Filmkunst, aber es ist eine festliche Mischung aus Gore und Humor, die ausnahmsweise nicht in einem B- oder C-Film ausgebreitet wird, sondern im Mainstream-Kino.“ (Uwe Raum-Deinzer, MOVIESTAR 02/06)

 

 

   

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Goiler Film

Geschrieben von: Pete am 23-05-2007 11:21

Den Film find ich echt klasse. Humor und Horror sind hier bestens verpackt, vorallem wenn die Protagonisten,angefallen von den Viechern, nach großem Hunger klagen und dann die ganze Zeit nur am Fressen sind... 
Macht echt Spaß den Film zu schauen. Unbedingt weiter empfehlen!!!

 

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