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D E E P S T A R S I X
USA 1988 / O: “Deep Star Six” / Prod.: Carolco / Länge: 93 Min. (Kino), 95 Min. (uncut Kinowelt-DVD) FSK: ab 16
Regie: Sean S. Cunningham / Musik: Harry Manfredini / Kamera: Mac Ahlberg / Schnitt: David Handman / Ausf. Prod.: Mario Kassar, Andrew G. Vajna / Prod.: Sean S. Cunningham, Patrick Markey / Buch: Lewis Abernathy, Geoff Miller / Spezialeffekte: James Isaac / Make-up-Effekte: Mark Shostrom Darsteller: Taurean Blacque (Captain Laidlaw), Nancy Everhard (Joyce Collins), Greg Evigan (McBride), Miguel Ferrer (Snyder), Matt McCoy (Jim Richardson), Nia Peeples (Scarpelli), Cindy Pickett (Diane Norris), Marius Weyers (Van Gelder), Elya Baskin (Burciaga), Thom Bray (Johnny Hodges), Ronn Carroll (Osborne) Seit über einem halben Jahr nun schon sucht die Crew der „Deep Star Six“ tief unten auf dem Meeresboden nach einer geeigneten Stelle für eine Raketenabschussbasis. Schließlich findet man ein lauschiges Plätzchen, doch dazu muß erst mal eine Höhle gesprengt werden. Keine gute Idee, denn die Detonation beschädigt nicht nur Teile der Tauchstation, sondern setzt auch ein riesiges Unterwassermonster frei. Typischer Monster-Horror der späten 80er (als solcher einer der Besten) und zugleich Auslöser für weitere Unterwasserfilme, der in LEVIATHAN und U1 – TAUCHFAHRT DES SCHRECKENS (beide 1989) ähnliche Beiträge fand und mit ABYSS (1989) seinen Höhepunkt erreichte. Sean S. Cunningham, der mit THE LAST HOUSE ON THE LEFT (1974) und natürlich FREITAG, DER 13 (1980) dem Hardcore-Horror neue Dimensionen gab, inszenierte hier deutlich gemäßigter (fast schon seriös) und mehr dem Mainstream zugewandt, das jedoch mit sicherer Hand. Freilich wirkt DEEP STAR SIX wie ALIEN unter Wasser, große Überraschungen brauch’ man jedenfalls nicht erwarten, dennoch weiß Cunningham bis zur erwartungsgemäßen Schlusspointe spannend und kurzweilig zu unterhalten..
- Greg Evigan wiederholte seine Rolle als aufrechter Held im Billig-Horror SURVIVOR – DAS GRAUEN AUS DEM EWIGEN EIS, der wie ein laues Remake von DEEP STAR SIX erscheint, und spielte die Hauptrolle in William Shatner’s Virtual-Reality-Serie TEK WAR. Außerdem an Bord (und jederzeit fressbereit): Matt McCoy (DIE HAND AN DER WIEGE) und Cindy Pickett (EVOLVER). Den besten Part hat George-Clooney-Cousin Miguel Ferrer, der u.a in STEPHEN KING’s NIGHT FLIER (1997), im Zukunftsalbtraum GEKLONTE ZUKUNFT (1998) und Soderbergh’s Drogendrama TRAFFIC (2001) brillierte. Hier spielt er den nervösen, klaustrophobisch und feige veranlagten Snyder, der im Monster-Getümmel dem Wissenschaftler Van Gelder (Marius Weyers) eine Sauerstoffpatrone zum Aufblasen von Schlauchbooten in den Wanst rammelt und wegen fehlendem Druckausgleich regelrecht zerfetzt wird (Strafe dafür, daß er die Rettungskapsel gemopst hat, um sich (und nur sich!) in Sicherheit zu bringen).
- Mac Ahlberg war der frühere Stammkameramann von Stuart Gordon, Mark Shostrom spezialisierte sich auf harte Splattereffekte (u.a FROM BEYOND und SHADOWZONE) und James Isaac legte mit JASON X (FREITAG, DER 13. im Weltall...) einen der besten Jason-Filme hin. Sean. S. Cunningham, der nur alle paar Jahre Regie führt, verbockte später den Invasions-Blödsinn TERMINAL INVASION mit Bruce Campbell und Chase Masterson.
- Kinowelt brachte DEEP STAR SIX als DVD-Veröffentlichung in ungekürzter Fassung (ca. 5 Minuten länger) heraus, was sich „nur“ auf zusätzliche Dialogszenen beschränkt, die aus Kostengründen wie üblich im englischen Originalton mit dt. Untertiteln belassen wurden.
- „Der Film hält sich außerdem an die Konventionen der TV-Serie VOYAGE OF THE BOTTOM SEA, inklusive der aufdringlich albernen Monsterkostüme, den Armaturen, die Funken sprühen, sobald etwas schief geht, den weiblichen Figuren, die mit übermenschlicher Macht ausgestattete Genies sein sollen, aber wie nervöse Teenager agieren, und dem Wasser, das immer dann aus den Wänden spritzt, wenn das U-Boot erschüttert wird.“ (DIE SCIENCE FICTION FILMENZYKLOPÄDIE)
- „Ein spannender Thriller mit optisch gelungenen Aufnahmen.“ (Ronald M. Hahn & Volker Jansen, LEXIKON DES SCIENCE FICTION FILMS)
- „Spannendes Unterwasserabenteuer mit genreüblichen Elementen, „billig“ ausgestattet, nervös geschnitten, überraschend souverän in der Bildgestaltung. Die krude Ideologie, die sich dahinter verbirgt, ist ebenso hanebüchen wie aufgesetzt.“ (LEXIKON DES INTERNATIONALEN FILMS)
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DEEP STAR SIX
Geschrieben von: Gast am 16-01-2006 00:08