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Rabid - Der brüllende Tod
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Der brüllende Tod

USA 1977 / O: „Rabid“ / AT: „Rabid – Bete, daß es Dir nicht passiert“ (Splendid-DVD); ,,Rage”; ,,Überfall der teuflischen Bestien” / Länge: 87 Min. / FSK: ab 18

Regie+Buch: David Cronenberg / Musik (Supervisor): Ivan Reitman / Kamera. René Verzier / Schnitt: Jean LaFleur / Ausf. Prod.: Ivan Reitman, André Link / Prod.: John Dunning / SFX: Joe Blasco, Byrd Holland

Darsteller: Marilyn Chambers (Rose), Frank Moore (Hart Read), Joe Silver (Murray Cypher), Howard Rysphan (Dr. Dan Keloid), Patricia Gage (Dr. Roxanne Keloid), Susan Roman (Mindy Kent), Roger Periard (Lloyd Walsh) sowie Lynne Deragon, Terry Schonblum, Victor Désy, Julia Anna, Gerry McKeehan u.a.


Nach einem Motorradunfall landet die junge Rose (ausdruckslos: Marilyn Chambers) in der Schönheitsklinik von Dr. Keloid (Howard Rysphan). Um ihr Leben zu retten, nimmt er eine Hauttransplantation vor, in der er mit künstlichen, noch nicht getesteten Hautpartikeln arbeitet. Die Operation schien glücklich verlaufen zu sein, doch mit fatalen Nebenwirkungen. Rose hat sich in einen Vampiren verwandelt - und in was für einen! Mit einem penisartigen Stachel, der bei sexueller Erregung aus ihrer linken Achselhöhle hervorsticht, stillt sie ihren Blutdurst. Und auch das wird nicht ohne Folgen bleiben, denn jeder, den sie betäubt und angesaugt hat, verwandelt sich in einen Blut und Speie spuckenden Amokläufer, der wild rasend über andere Menschen herfällt. Die Stadt Montreal wird in den Ausnahmezustand versetzt, Dutzende Mülltransporter fahren die Toten ab und erst viel zu spät merkt Rose, daß sie die Urheberin des ganzen Chaos ist...
David Cronenberg’s nicht einfach zu verdauender Schocker erinnert in einigen Passagen an George A. Romero-Klassiker wie DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN, CRAZIES und DAWN OF THE DEAD, aber er hat eigenes im Sinn ... wie man’s schon immer von ihm gewohnt war. Cronenberg garniert diese vielleicht bizarrste Vampirstory mit einigen rüden Effektattacken, die aber glücklicherweise nicht den Mittelpunkt ausmachen. Stattdessen beschäftigt er sich wie in PARASITENMÖRDER (1974; O: „Shivers) und SCANNERS (1981)  mit den Einflüssen von Forschung, Medizin und Wissenschaft auf den Menschen; nicht nur die kalte, beklemmende Atmosphäre erinnert daran. Leider bleibt dieses für ihn typische Frühwerk zu einfallslos, um wahren Schrecken hervorzurufen; manchmal wird RABID einfach nur unfreiwillig komisch, etwa wenn Rose in ihrem anfänglichen Blutdurst über eine Kuh herfällt. Doch sollte Cronenberg mit RABID zeigen wo es in den kommenden Jahren langgehen wird.

  • Ivan Reitman produzierte bereits den PARASITENMÖRDER und führte Regie bei solch unterschiedlichen Komödien wie BABYSPECK UND FLEISCHKLÖSSCHEN (1979); ICH GLAUB’, MICH KNUTSCHT EIN ELCH (1981); GHOSTBUSTERS (1984); STAATSANWÄLTE KÜSST MAN NICHT (1986); GHOSTBUSTERS II (1989); DAVE (1993) und EVOLUTION (2001). Auch die Schwarzenegger-Komödien TWINS – ZWILLINGE (1988); KINDERGARTEN COP (1990) und JUNIOR (1994) gehen auf sein Konto.
  • Die Besetzung der Hauptrolle mit der ehemaligen Pornodarstellerin Marilyn Chambers sorgte für allerlei Aufsehen – völlig umsonst...

  • .,,Der technisch passable Film fädelt monoton immer die gleichen Horroreffekte aneinander, so daß die abstruse Gruselmär nur wenig Spannung erzeugt und nicht selten unfreiwillige Heiterkeit hervorruft.“ (FILMDIENST)

  • „In puncto Kreativität und Einfallsreichtum muß man „Rabid“ zu den schwächsten Werken Cronenbergs zählen.“ (Harry Lieber, HÖLLE AUF ERDEN)

 


   

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