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Da Vinci Code, the - Sakrileg
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Veröffentlicht in : Filme, D

THE DA VINCI CODE – SAKRILEG

 

 The Da Vinci Kot

 

USA 2006 / O: „The Da Vinci Code“ / Prod.: Columbia Pictures; Imagine Entertainment / Laufzeit: 149 Min. (Kino) 

 

Regie: Ron Howard / Musik: Hans Zimmer / Kamera: Salvatore Totino / Schnitt: Daniel P. Hanley, Mike Hill / Ausf. Prod.: Dan Brown, Todd Hallowell / Prod.: John Calley, Brian Grazer / Buch: Akiva Goldsman nach dem Roman von Dan Brown 

 
Darsteller: Tom Hanks (Robert Langdon), Audrey Tautou (Sophie Neveu), Ian McKellen (Sir Leigh Teabing), Jean Reno (Captain Fache), Paul Bettany (Silas), Alfred Molina (Bischof Aringarosa), Jürgen Prochnow (André Vernet), Jean-Yves Berteloot (Remy Jean), Etienne Chicot (Lt. Collet), Jean-Pierre Marielle (Jaques Sauniere), Marie-Françoise Audollent (Sister Sandrine), Francesco Carnelutti (Prefect) sowie Seth Gabel, Rita Davies, Shane Zaza, Andrew Clark, Joe Grossi, Harry Taylor u.a.

 

Ein schrecklicher Mord im Pariser Louvre, geheimnisvolle Hinweise, die es in Da Vincis Bildern zu entschlüsseln gilt, Verschwörungstheorien, ein Geheimbund und eine Vertuschungsaktion, die den christlichen Glauben ernsthaft in Frage stellt. Historische Fakten, Geschichtsfälschung, Zeichendeutung, Interpretationsbrei, großes Rätselraten. Tom Hanks ist verwirrt. Die Suche nach dem heiligen Gral! War Jesus ein Feminist? Du lieber Gott! Okay, ich geb’s ja zu: ich hab diese Schwarte nicht gelesen. Da wird man ja schon schief angeschaut, aber ich lass mir von irgend welchen getürkten Bestsellerlisten nicht vorschreiben, was ich lesen soll. Die Verfilmung zu Dan Browns weltweit erfolgreichem wie umstrittenem Roman „Sakrileg“ hätte keine bessere Werbung bekommen können. Zunächst: die üblichen Plagiatsvorwürfe, die freilich in den Wind geschmettert wurden, aber den Aufmerksamkeitsgrad eines Filmes beträchtlich erhöhen. Und dann das: Weltweit empörte Christen über Dan Browns Theorie, daß Jesus mit Maria Magdalena ein Kind gezeugt habe. Alles Lügen! Ketzerei! Blasphemie! Lässt der liebe Gott sich damit aus der Reserve locken? Nö. Seine Anhänger schon. Warum gönnen die ihrem Jesus das bisschen Spaß nicht? Vielleicht weil im Gegensatz zu Casanova sein Gesichtsausdruck beim nageln etwas verbissener war? Kardinal Paul Poupard, Präsident des päpstlichen Rates für die Kultur, beklagte, dass der große Erfolg des Buches, das sich bis zum Kinostart 40 Millionen Mal verkaufte, von der Ignoranz der Menschen zeuge. Zu solchen Bemerkungen lassen sich kirchliche Würdenträger wie Kardinal Puparsch hinreißen, wenn sie ein Leben lang nur in der Bibel rumschnüffeln und vom Rest der Welt nichts mitbekommen. Vielleicht waren die Leser des Buches einfach nur Menschen, die sich über gut 600 Seiten unterhalten lassen wollten? Und vor allen Dingen: sich eine eigene Meinung bilden. Vatikan-Funktionär Monsignore Angelo Amato zeigte sich jedenfalls erstaunt, daß die Mitläufer ... äh Mitglieder der Kirche über das Buch nicht empörter reagierten – so wie z.B. die Moslems über die Mohammed-Karikaturen. Er rief zum Boykott des Films auf und wetterte: „Wenn solche Lügen und Irrtümer gegen den Koran oder den Holocaust gerichtet worden wären, hätten sie zu Recht einen Aufstand provoziert. Wenn sie stattdessen gegen die christliche Kirche gerichtet sind, bleiben sie ungestraft.“ Da bekommt der Begriff der Volksverhetzung eine neue Dimension, wobei man anzweifeln darf, ob die beiden geistlosen Geistlichen wirklich das Buch gelesen und den Film gesehen haben. Aber mit Volksverhetzung läßt die Kirche seit Jahrhunderten nun schon erfolgreich die Kasse klingeln und da haben wir sie auch schon, die passende Überleitung: Ja, die Kassen mögen bitte auch am Kino klingeln, steht ja schließlich nicht umsonst „Blockbuster“ drauf. Und dann das: 2000 geladene Journalisten, Filmkritiker und solche, die sich dafür halten, maulten und jaulten, gähnten und lachten bei der Vorabpremiere in Cannes. Meine Fresse, was ist denn nun los? Ganz einfach: Aufgeblasener Medienrummel in all seiner Vollkommenheit. Nehmen wir doch die allseits beliebte „Cinema“: 36 Minuten, die Ron Howard vorab im Louvre präsentierte, reichten aus, um THE DA VINCI CODE - SAKRILEG zum „Thriller des Jahres“ zu küren. So einfach geht das bei Europas größter Filmzeitschrift. Ein reichliches halbes Stündchen für ein aufgemotztes Titelblatt.

 

Und wie ist sie nun, diese Bestsellerverfilmung mit dem ach so brisanten Thema und kontroversen Ansichten? Der ganze Zirkus um den Film verwundert etwas, wurde er von Anfang an als ein Mix aus Fakten und Fiktion beworben und da Ron Howard nicht erst seit seinem Oscar prämierten A BEAUTIFUL MIND als großer, angesehener Regisseur gilt, wird er von sich aus immer schön brav bleiben, um diesen Ruf ja nicht zu ruinieren. Da lieber einmal mehr als zuwenig das Ganze ausdiskutieren. Besser schweigen oder lieber doch enthüllen? Auf alle Fälle eins nicht vergessen: absichern, daß die katholische Kirche ja nichts mit den „Vorfällen“ zu tun hat. Hat nix geholfen, sie ging trotzdem auf die Barrikaden.

 

THE DA VINCI CODE ist während seiner 2 ½ Stunden alles andere als langweilig und bietet genug Unterhaltung, wozu auch der unfreiwillige Humor mit beiträgt, doch bleibt er nach dem Abspann auch nur einer jener Filme, die einem im Grunde am Arsch vorbei gehen. Howard warf seine ganze Routine in die Waagschale und inszenierte mit Pomp und Tata (sprich: großes Budget, großer Aufwand, große Stars), aber ohne wirklich zu fesseln. THE DA VINCI CODE ist nicht der Thriller des Jahres, auch nicht der Kritiker-Flop aus Cannes, erst recht nicht die skandalträchtige Ketzerei. Es war nur eine weitere Bestsellerverfilmung und wo immer die Kinokassen klingeln mögen, da verhilft Ron Howard einem Begriff zu einem ganz besonderen Stellenwert: Mittelmäßigkeit. Obwohl die Kameraführung elegant ist, die Bilder schön und die Verknüpfung von Fakten mit Fiktion fasziniert... der Film ist doch nur Mittelmaß. Okay, gehobenes Mittelmaß. Gut gemacht fand ich zum Beispiel die Bebilderung der historischen Fakten, mit denen Dan Brown seine Thesen untermauert. Die Schnitzeljagd verspricht zwar einen abwechslungsreichen Schauplatzwechsel, bleibt aber doch irgendwie leer und aufgebläht. Und was ist mit der Starbesetzung? In Tom Hanks’ aufgequollenem Gesicht ist nicht wirklich eine Mimik erkennbar, obwohl die Rolle des Harvard-Symbologen deutlich mehr Enthusiasmus erfordert. Audrey Tatou als Tippelschritt-Kryptographin macht große Kulleraugen und nervt in der deutschen Synchronisation mit einem aufgesetzten, französischen Akzent. Ian McKellen gibt sich schön verschmitzt und Jean Reno mimt mal wieder den harten Bullen, der aussieht wie Jean Reno. Auf der dunklen Seite der Macht glänzen Alfred Molina als diabolischer Bischof und Paul Bettany als sein persönlicher Killer-Mönch. Bei all dem Gezerre und Gegacker um diesen Film: kein Wort über Jürgen Prochnow, für mich der heimliche Star des Films. Blasphemie!

   

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Geschrieben von: Lousmountain am 22-04-2008 06:03

Leider hab ich mir den Film viel besser vorgestellt und wurde vom schauen nicht sonderlich satt und war auch froh das er zuende war! Für mich hatte der Film schwierigkeiten diese Geheimen Sachen darzustellen und den Zuschauer damit zu überzeugen, man versuchte mehr auf Dialog anstatt auf Myseriöse Beweise! Ende schlecht und deshalb alles doof!! 
Der Film "23"der deutsche film und"23" mit jim carry, Staatsfeind Nr.1 , Matrix, Tomb Raider 2 hatte auch diese Geheimen Informationen! Also irgendwie keine überraschung!

 

DaVinci Code

Geschrieben von: Fynn am 09-04-2008 18:33

Eine Beleidigung für Autor Dan Brown. Den Film sollte man aus dem Verkehr ziehen. Obwohl ich Tom Hanks wirklich mag, paßt er nicht in die Rolle. Und der als Family - Regiesseur bekannte setzt noch eins drauf : die nächste Brown Verfilmung mit denselben Leuten steht schon in den Startlöchern. *Graus!!!!*

 

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