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Verdammt im Eis
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Veröffentlicht in : Filme, V


VERDAMMT IM EIS

 Verdammt im Scheiss

USA 1997 / O: „Spoiler“ / Laufzeit: 90  Min. / FSK: ab 16 

Regie: Cameron Van Daacke (?), Jeff Burr (?) / Musik: Marco Marinagli / Kamera: Phillip Lee / Schnitt: Amanda J. Kirpaul / Ausf. Prod.: Paul Eyres & John Eyres / Prod.: Barnet Bain / Buch: Michael Kalesniko 

Darsteller: Gary Daniels (Roger Mason), Jeffrey Combs (Captain), Alex Hyde-White (Father), Meg Foster (Frau), Bryan Genesse (Bounty #1), Willard E. Pugh (Bounty #2), Duane Whitaker (Sergeant), Arye Cross (Aufseher), Nicholas Sadler (Renny), Steven Schub (Phil), Stewart McLennan (Lory), Bruce Glover (Priester), John Putch (Doktor), Sarah Freeman [als Sarah Rayne] (Maggie), Joe Unger (Clemets) sowie David Groh, J. S. Howard, Renee Faia, Robert Knott

 

DEMOLITION MAN als Ramschversion mit dem unsäglichen C-Movie-Grobian Gary Daniels als unschuldig Verurteilter, dem der Strafvollzug der Zukunft zum Verhängnis wird.  Hier „spielt“ er den eingebuchteten Roger Mason, der wegen eines Verbrechens, das er so nicht begangenen hat, zum einfrieren verurteilt wird. Viele Jahre später wird er aufgetaut, er bricht aus, wird gejagt, geschnappt und wiederum eingefroren. Viele Jahre später wird er wieder aufgetaut, ihm gelingt abermals die Flucht, er wird schließlich gefangengenommen und eingefroren. Viele Jahre später... – nun, so lange wird es gar nicht dauern, bis diese düster-triste Billigutopie in der Versenkung verschwunden sein wird. Die Ausgangsidee hat tatsächlich ihren Reiz, in den richtigen Händen hätte SPOILER eine unterhaltsame ZEITMASCHINEN-Parodie werden können. Doch leider weiß die schnell ermüdende Endloshatz nicht so recht, ob sie nun Science-fiction, Actionthriller, Drama oder Klamotte sein will, letzterer kommt SPOILER dank des Scheiterns bei Regie und Drehbuch noch am nächsten. Melodramatische Peinlichkeit durchzieht das alberne Finale, wenn Quadratschädel Daniels auf seine Tochter trifft, die inzwischen eine alte Oma ist und nur darauf wartet, daß jemand den Sargdeckel zuknallt. Mangels Budget und Einfallsreichtum sieht auch jede der Epochen, in denen Mason landet, ständig gleich aus und so werden wir immer und immer wieder mit den gleichen billigen Kulissen und Kostümen abgespeist. Die viel versprechende Besetzung u.a. mit B-Movie-Prominenz wie Duane Whitaker (FROM DUSK TILL DAWN 2, 1999; THE DEVIL’S REJECTS, 2005), Alex Hyde-White (DAS ALIEN IN DIR, 1995), Nicholas Sadler (HELLRAISER: INFERNO, 2000), Bryan Genesse (CYBORG COP III, 1996) und Meg Foster (SIE LEBEN, 1988; SHRUNKEN HEADS, 1994) wird in kleinste und allerkleinste Rollen verscherbelt. Wenigstens darf unser aller Liebling Jeffrey Combs das, was er am Besten kann: einen (leider nur in der letzten Viertelstunde) rundherum exzentrischen Charakter, nämlich den tuntig angehauchten „Captain“ darstellen, der den ollen Daniels so richtig schön in den Arsch tritt. Das hätte der Regisseur dieser hastig runtergeleierten Müllhalden-Produktion ebenfalls verdient, doch gibt es über ihn verwirrende Angaben. Wer ist denn eigentlich dieser Cameron Van Daacke? Keine Ahnung. Die einen schreiben es als Pseudonym des Schauspielers und Regisseurs  Luca Bercovici (GHOULIS, 1985) zu, die anderen (www.imdb.com z.B.) meinen, Jeff Burr (LEATHERFACE III, 1990; PUPPETMASTER IV + V, 1993/94) hätte SPOILER inszeniert,  wiederum andere Quellen behaupten, beide zusammen hätten ihn gedreht. Sucht euch das Beste raus, an der bescheidenen Qualität dieses unglücklichen Streifens wird das sowieso nichts ändern. 

·         Produzent John Eyres ist auch als Regisseur berühmt-berüchtigt: Wer kennt nicht seinen legendären SF-Actionwürger SHADOWCHASER (1992) mit Frank Zagarino als lausige Androidenparodie? Sein mit Bill Paxton, Louis Gossett Jr. und John Hurt starbesetztes Invasions- und Verschwörungsmärchen MONOLITH? Seinen Riesentintenfisch-Monster-Trash OCTOPUS (2000)? Oder seinen Slasher-Murks RIPPER (2001) mit Jürgen Prochnow und Bruce Payne? 

·         Gary Daniels und Bryan Genesse konnte man in COLD HARVEST (2000) wieder in einem öden Dark-Future-Klopper bewundern. Die Welt ist ein Dorf.

 


   

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