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“Wenn einer meiner Filme ein Erfolg werden sollte, weiß ich, dass ich etwas falsch gemacht habe.” (Woody Allen)
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Elmer
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Veröffentlicht in : Filme, E

E    L    M    E    R

It’s A Headache From Hell!

…Now You’re Really Losing Your Mind!

Hang onto your hats… Elmer’s here!

(Werbezeile)

 

USA 1988 / O: „Brain Damage“ /  Prod.: Palisaders Partners / Laufzeit: 82 Min. / FSK: ab 18 

Regie+Buch: Frank Henenlotter / Musik: Gus Russo & Clutch Reiser / Kamera: Bruce Torbet / Schnitt: James Y. Kwei & Frank Henenlotter / Prod.: Edgar Ievens & Frank Henenlotter

Darsteller: Rick Herbst (Brian), Gordon MacDonald (Mike), Jennifer Lowry (Barbara), Theo Barnes (Morris), Lucille Saint-Peter (Marta) sowie Vicki Darnell, Joe Gonzales, Bradley Rhodes, Michael Bishop, Beverly Bonner, Ari Roussimoff, Don Henenlotter, Kevin Van Hentenryck u.a.

 

Ein älteres, merkwürdiges Ehepaar hält sich in der Badewanne einen wurmartigen Parasiten, den sie Elmer nennen. Dieser hat die Nase voll von den Beiden und sucht sich ein neues Zuhause. Er stößt auf den jungen Brian (Rick Herbst), an dessen Kopf er sich festbeißt. Elmer injiziert Brian eine euphorisierende Flüssigkeit, die ihn bald „Happy“ macht. Es kommt, wie es kommen muß: Brian wird abhängig von der Droge und im Austausch dessen verlangt Elmer menschliche Nahrung. Beide hinterlassen eine blutige Spur in der Stadt.

Frank Henenlotters zweiter Film nach seinem Low-Budget-Kulthit BASKET CASE (1982) ist ebenfalls in den finster-schmutzigen Straßen New Yorks angesiedelt, denn dort, in den Schmuddelkinos, wo all die bösen Filme laufen, da hat er sein Handwerk gelernt. BRAIN DAMAGE ist ein skurriler, kleiner Film und Henenlotters eigener Blick auf die Gesellschaft. Und wenn man sich all den menschlichen Abschaum betrachtet, der in den dreckigen Straßen, billigen Hotels und miesen Discos herumlungert, so muß man doch feststellen, daß Brian und Kumpel Elmer, das sprechende Phallus-Symbol, ganz normale, verrückte Typen sind. Neben skurrilen Make-up-Effekten und kritischen Seitenhieben gegen Drogenmißbrauch hat Henenlotters rabenschwarze Horrorgroteske viele, viele schräge Einfälle und einen herrlichen Cameo-Auftritt von BASKET CASE-Star Kevin Van Hentenryck (incl. Korb) zu bieten. Nicht zu verachten ist auch die adäquate musikalische Untermalung, die für die nötige Stimmung sorgt. Absolut empfehlenswert!

  • „Ein Trash-Movie der zweiten Generation, das seine Splatterszenen mit skurrilen Gags (singendes Waschbeckenwürmchen!) entschärfen zu müssen meint.“ (HEYNE FILMJAHRBUCH 1989)

  •  „Schwarzer Humor hat eine neue Qualität seit Henenlotter.“      (Hans Schifferle)

  •  „ ...bewusstseinserweiternde Splatter-Komödie...“   (Andreas Bertler, HÖLLE AUF ERDEN)
  • „Die Parodie der kleinbürgerlichen Spießigkeit ist unübersehbar. Wenn der Parasit anfängt, über den Sinn des Lebens zu philosophieren, fühlt man sich in die Anarcho-Komödien des frühen Howard Hawks zurückversetzt und kommt nicht umhin, sich vor Lachen auf die Schenkel zu klopfen.“  (Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR)

  • BRAIN DAMAGE (so der Originaltitel) heißt Hirnschaden, aber einen solchen kann man dem listigen Frank Henenlotter schwer attestieren. Seine abgefahrene, blutige Geschichte strotzt nämlich auch von Gags, die sich freilich nur dem Zuschauer erschließen, dem der filmische Horror und seine Topoi allgegenwärtig sind.“  (Ronald M. Hahn & Rolf Giesen; DAS NEUE LEXIKON DES HORRORFILMS)
   

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