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“Ich habe nie gesagt, dass Schauspieler Rindviecher sind. Ich sagte lediglich, man sollte sie wie Rindviecher behandeln.” (Alfred Hitchcock)
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Arachnid
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Veröffentlicht in : Filme, A

A  R  A  C  H  N  I  D

 "Es kommt aus einer anderen Welt ... um zu töten." (Werbezeile)

E 2001 / O: „Arachnid“ / Prod.: Filmax, Fantastic Factory / Länge: 93 Min. / FSK: ab 16

 Regie: Jack Sholder / Musik: Francesc Gener / Kamera: Carlos Gonzáles / Schnitt: Jaume Vilalta / Ausf. Prod.: Julio Fernández, Carlos Fernández / Prod.: Brian Yuzna & Julio Fernández / Buch: Mark Sevi / Make Up-Effekte: José Antonio Sanchez, Steve Johnson & XFX, DDT Effectos Especiales

Darsteller: Chris Potter (Valentine), Alex Reid (Mercer), José Sancho (Dr. Samuel León), Neus Asensi (Susanna), Ravil Isyanov (Henry Capri), Luis Lorenzo (Reyes) sowie Rocqueford Allen, Robert Gabriel Vicenco u.a.

 

Der zweite Genre-Beitrag der von Brian Yuzna und Julio Fernández gegründeten Fantastic Factory, die sich dem phantastischen Genre zugeschrieben hat. Yuzna, zweifelsohne eine treibende Kraft des B-Movie-Horrors (auch wenn seine Werke in den letzten Jahren immer mainstraemiger geworden sind), hatte vielleicht eine Belebung des europäischen Horrormarktes im Sinne gehabt, nach dem enttäuschenden FAUST – LOVE OF THE DAMNED (2001) und dem Betrachten von ARACHNID kommt’s mir eher wie ein Eroberungszug vor.

ARACHNID ... ist frei von jeglichen Überraschungen und das beliebig austauschbare Spinnenmonster kam in dieser Form schon in unzähligen Alien-aus-dem-Weltraum-Filmen vor. Und darum geht’s: Um einen US-Navypiloten, der während eines geheimen Testflugs mit irgend so einem komischen Ding kollidierte und auf einer einsame Insel abstürzte, um ein Rettungsteam, das sich auf die Suche macht und...- na, ja ... Riesenspinnen kommen auch noch vor. Der angeheuerte Valentine, ein ganz harter Bursche, darf nach einer Spinnenattacke nur noch humpelnd kämpfen, stattdessen zeigt die schnufflige Pilotin Mercer wo’s langgeht (sie ist im übrigen die Schwester des verschollenen Navy-Piloten; so wird auch das dramatisch-tragische Element reichlich bedient). Die zwei Papp-Figuren sind genauso fade wie ihre Darsteller: Chris Potter (QUEER AS FOLK) ist zweifelsohne einer der langweiligsten Monsterjäger der Filmgeschichte und Alex Reid als Waffen schwingende, Spinnenvieh jagende Lara-Croft-Parodie zwar hübsch anzuschauen, aber alles andere als überzeugend. Das sie darstellerisch doch einiges drauf hat, bewies sie in Neil Marshall’s gelungenem THE DESCENT – ABGRUND DES GRAUENS (2005), wo sie gegen garstige Höhlenkreaturen kämpfte. Drumherum versammelt das typische Abkratz-Personal, das irgend so einen röchelnden Dutzendtot sterben darf, darunter zwei arrogante Virusforscher (José Sancho und Neus Asensi) und der halb verrückte Spinnenanbeter Henry Capri (einziger Lichtblick: Ravil Isyanov, OCTOPUS, 2000).

Billig unterhaltender Monster-Trash ist das, eine lausige Auftragsarbeit für Jack Sholder (THE HIDDEN, 1987; NIGHTMARE ON ELM STREET II, 1985; WISHMASTER II, 1999), der auch stark nachgelassen hat und noch so routiniert inszeniert haben mag – ARACHNID leidet einfach unter seiner extrem dürftigen Story, die als schlichte Ansammlung von abgestandenen Kasperle-Klischees in dem Sinne gar nicht existiert. Wenn Mark Sevi (SCANNER COP II, 1995) sich als Drehbuchautor bezeichnet, dann ist das wie ein Rufmord gegenüber seiner Berufsgattung. Es ist ganz einfach: ARACHNID fehlt der Charme von TARANTULA (1955), die Spannung und der schwarze Humor von ARACHNOPHOBIA (1990), die Splattereffekte von SPIDERS (2000) oder einfach nur das gewisse Etwas, das Klassiker wie DIE RACHE DER SCHWARZEN SPINNE (1958) und ANGRIFF DER RIESENSPINNE (1975) auszeichnete. Gerade letzterer bleibt einfach unerreicht, aber das waren ja auch Filme aus einer ganz anderen Zeit. Ellory Elkayems vergnügliche Monsterfilm-Parodie ARAC ATTACK (2002), die mit besseren Tricks auftrumpfen konnte, nahm sich genau jene Machwerke vor, die sich selbst viel zu ernst nahmen. In dieser Hinsicht bietet ARACHNID reichlich Kanonenfutter. 

 

DVD-Anbieter: e-m-s / Bildformat: 1:1,85 (anamorph) / Ton: dts 5.1 (dt.), Dolby Digital 5.1 und 2.0 (dt.), Dolby Digital 5.1 (engl.) / Ländercode: 2 / Extras: Trailer (dt. + spanisch), Hinter den Kulissen (10 Min.), Interviews mit José Sancho, Neus Asensi, Luis Lorenzo (5 Min.), Textinfos zu Brian Yuzna und Jack Sholder, Promptview

 
   

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Arachnid

Geschrieben von: Sven Berg am 14-07-2007 11:51

Mh, hab ihn mir zuerst schlechter vorgestellt, aber er ist ganz in Ordnung ^.^ 
Am besten war Neus Asensi (Susanna)

 

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