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SADO - STOß DAS TOR ZUR HÖLLE AUF I
1977 / O: „Buio Omega“ / AT: „Beyond the Darkness“; „Blue Holocaust“;
„Buried Alive“; „Sado Maniac“ / Produktion: D.R. / Länge: 89 Min. Regie: Aristide Massaccesi (= Joe D’Amato) / Musik: The Goblin, Efraim Monti / Kamera: Jean Tartos / Buch: Ottavio Fabbri / Spezialeffekte: Renato Marinelli Darsteller: Kieran Canter (Frank), Cinzia Monreale (Anna), Franca Stoppi, Anna Cardini, Sam Modesto, Lucia D’Elia, Klaus Rainer |
Nein, dieses Tor werden wir so gut wie’s geht verrammeln – und dahinter Joe D’Amato aussperren. Hier sieht man einmal, was Alkohol mit Menschen so alles anrichten kann: 1977 wechselte der Schmuddel-Pornofilmer, der offenbar schon so manches Tor vor die Birne bekam, mal wieder die Genres und verbockte diesen durch und durch kontroversen, brutalen und abartigen Splatterklassiker – im widerwärtigsten Sinne ...Kurz nach dem Tod seiner Verlobten klaut der perverse und irre Frank ihre Leiche, um sie zu präparieren und für „schöne Stunden zu Zweit“ ins häusliche Schlafgemach zu legen. All diejenigen, die hinter sein grausiges Liebesleben kommen, werden brutal ermordet. So wird eine mollige Tramperin zerhackstückelt und anschließend im Säurebad aufgelöst ... Nach getaner Arbeit setzt man sich wild schmatzend an den Mittagstisch. Unterstützung findet Frank in der hinterhältigen Freundin seiner toten Mutter, doch auch nur, weil das elende Aas ganz eigene Interessen verfolgt...Menschenverachtend und hemmungslos siehlt sich D’Amatos abartiger Schweine-Reißer in menschlichen Innereien und glaubt, durch das Ausweiden diverser Körper schockieren zu können. Doch aus heutiger Sicht sind es weniger die ausufernden Splatter-Exzesse, sondern viel mehr die ausgesprochene Dummheit, die anwidert. Ein, noch dazu grausig inszenierter, Würg- und Kotzstreifen der übelsten Sorte: Wer seinen primitiven Gelüsten nachgehen möchte, kommt hier voll auf seine Kosten. Demnach müsste BUIO OMEGA viele Zuschauer ansprechen ... man sehe sich nur die Kommentatoren weiter unten an. Sie nehmen eine langatmige Handlung und dilettantisch inszenierte Sexszenen in Kauf, um sich an den holprigen Sezier- und Präparationssequenzen zu ergötzen. Wie leicht sich doch die Allesguckerfraktion abspeisen läßt. Gerüchtehalber wurden hier echte Leichenteile verwendet – zuzutrauen wär’s Joe D’Amato ja. War aber auch nur ein Werbegag, der seine Wirkung nicht verfehlt haben dürfte.
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RE: "PFFF" (asto,010608)
Geschrieben von: Rudi-Katze am 04-06-2008 12:00