|
DANCE OF DEAD USA / MEX 1969 / O: „House of Evil“ / AT: „Macabre Serenade“; „Serenata Macabra”; „Totentanz im Schreckensschloß” / Prod.: Parasol Group; Instar Corp. / Länge: 74 Min. (89 Min.) / FSK: ab 16 Regie: Jack Hill (US-Szenen) & Juan Ibáñez (Mexiko-Szenen) / Musik: Enrico C. Cabiati, Alice Uretta / Kamera: Raúl Domínguez, Austin McKinney / Prod.: Juan Ibáñez, Luis Enrique Vergara [= Henry Verg] / Buch: Jack Hill, Luis Enrique Vergara / LV: Edgar Allan Poe Darsteller: Boris Karloff (Matthias Morteval), Julissa (Lucy Durant), Andrés García (Beasley) sowie Beatriz Baz, Quintín Bulnes, Manuel Alvarado, Arturo Fernández u.a. Noch so ein schwerfälliges, überflüssiges Alterswerk des großen Boris Karloff, eine von vier mexikanischen, obskuren Underground-Produktionen, die der Horrorstar kurz vor seinem Tod schnell runterkurbelte. DANCE OF THE DEAD ist genau der gleiche hirnverbrannte Unsinn wie ALIEN TERROR, THE TORTURE ZONE und CULT OF THE DEAD – hat man nur 5 Minuten von einem gesehen, hat man sie alle vier gesehen. Karloff spielt hier den ebenso reichen wie exzentrischen Matthias Morteval, der sein Lebensende kommen sieht und darum seine Verwandtschaft zu einem letzten Familientreffen bittet. Schließlich brauch er ja einen Erben. Da trudelt sie nun auf sein Schloss ein, seine nichtsnutzige Sippschaft, bestehend aus Lügnern, Dieben, Schlampen, armen Schluckern ... he, gab’s denn damals schon Hartz IV? Nun, seine Familie kann man nicht aussuchen – aber man kann sie umbringen! Was denn auch geschehen wird: die grausame Nacht in einem grausamen Film. Als die werten Herrschaften Mortevals unheimliches Schloss erkunden, stoßen sie auf einen Raum voller mechanischer Puppen. Ihre Hauptaufgabe: lästige Verwandte killen! Wie wär’s mal mit: lästige Filmemacher killen..?! Da wäre uns nämlich dieses schleppend erzählte, quälend langweilige, miefige Gruselkonstrukt erspart geblieben. Karloff’s Szenen sind wiederum eher rar gesät, stattdessen bekommen die amateurhaft spielenden Provinz-Lakaien Raum zur schauspielerischen Entblößung. Untermalt von abartig dudelndem Orgel-Gejammer gibt’s sogar eine hübsch bizarre Mordszene, in der irgend so eine komische Uschi von einer Tanzpuppe regelrecht zu Tode getanzt wird. Für die Behauptung, daß dieser grottige Trash-Nonsens auf einer fesselnden Story von Edgar Allan Poe basieren soll, müsste man glatt 50 Euro Verarschungsgebühr verlangen. Mindestens.
cmv Laservision brachte den Streifen wie auch die drei anderen Mexiko-Filme im Rahmen der "Boris Karloff Collection" heraus - wohl gemerkt nur die geschnittenen Fassungen. Bei Bild und Ton (nur deutsch, DD 2.0) darf man nichts erwarten, als Extras winken der Originaltrailer, eine Bildergalerie und der Abspann der US-Fassung, doch lediglich die Aufmachung als Buchhülle weiß zu gefallen.
Powered by AkoComment 2.0! |