Descent, the - Abgrund des Grauens
THE DESCENT
ABGRUND DES GRAUENS
GB 2005 / O: „The Descent“ / Prod.: Celador (Crawlspace) Ltd., Celador Films / Laufzeit: 99 Min. / FSK: ab 18
Regie + Buch: Neil Marshall / Musik: David Julyan / Kamera: Sam McCurdy / Schnitt: John Harris / Ausf. Prod.: Paul Smith / Prod.: Christian Colson
Darsteller: Shauna Macdonald (Sarah), Natalie Jackson Mendoza (Juno), Alex Reid (Beth), Saskia Mulder (Rebecca), MyAnna Buring (Sam), Nora-Jane Noone (Holly), Oliver Milburn (Paul), Molly Kayll (Jessica), Craig Conway, Leslie Simpson, Mark Cronfield, Steve Lamb u.a (Crawlers)
Am Anfang steht eine bewährte Ausgangssituation: ein paar junge Leute wollen in der Abgeschiedenheit der Natur nur ein bisschen Urlaub machen, doch dann erleben sie das nackte Grauen. Nun, letztendlich zählt nur das, was Regie und Buch aus so einer Idee machen und für beides zeichnet in THE DESCENT der Engländer Neil Marshall verantwortlich, der erstmals 2002 mit seinem Werwolf-Actioner DOG SOLDIERS auf sich aufmerksam machte. Der einzige Mann stirbt hier schon nach 5 Minuten und somit ist dies hier ein reiner Frauenfilm – und als solcher sicherlich der blutigste, der jemals gedreht wurde...
1 Jahr ist vergangen, seit Sam (MyAnna Buring) Ehemann und Kind bei einem Autounfall verlor. Dieses traumatische Erlebnis hat sie immer noch nicht überwinden können, falls das überhaupt möglich ist, wenn einem Menschen derart schreckliches passiert. Ein Höhlenerforschungstrip könnte da etwas Ablenkung bringen und so seilt sie sich mit 5 Freundinnen in ein tiefes Felsloch herab. Sie ahnen nicht, daß sie ihrem Verderben entgegen klettern. Teamleiterin Juno (Natalie Jackson Mendoza) hat ausgerechnet eine unerforschte Höhle ausgesucht, in der noch keiner einen Fuß hinein gesetzt hat (hinaus erst recht nicht). Der lustige Abenteuertrip entpuppt sich schnell als der blanke Horror. Durch einen Erdstoß wird der Eingang in die Höhle zugeschüttet, der Rückweg bleibt versperrt. Und dann gehtÂ’s los: Wie groß ist die Höhle? Wo befindet sich der nächste Ausgang? Und vor allen Dingen: Wer ist noch mit hier unten? Denn die jungen Höhlenforscherinnen müssen bald erkennen, daß sie nicht alleine sind: Grausige, mutierte Kreaturen trachten ihnen bald nach dem Leben...
Die ländliche Abgeschiedenheit der Natur, fernab der Großstadt-Zivilisation, erwies sich schon in den Hinterwald-Schockern der neueren Filmhistorie (WRONG TURN, CABIN FEVER) als beliebter Handlungsort. THE DESCENT geht noch etwas tiefer hinein .. er spielt nicht einfach nur im Wald, sondern in ihm... – tief unter der Erde in einem unterirdischen Höhlenlabyrinth. Woher die Kreaturen stammen und wie lange sie dort unten schon leben, interessiert hier nicht – sie sind eben einfach da. Basta. Die wirkungsvollsten Momente erreicht Marshalls spannender Schocker, wenn vor allem die klaustrophobische Atmosphäre zum tragen kommt. Das Geheimnisvolle und Furchteinflößende, was im dunkeln verborgen liegt. Ist da wer? Und ob. Wenn dann unsere Kletter-Ladys den abscheulichen Kreaturen begegnen, gehtÂ’s noch mal so richtig derb-blutig zur Sache.
THE DESCENT profiliert auch davon, daß er auf das übliche Teenie-Gekasper verzichtet und stattdessen (junge) Erwachsene dem Grauen gegenüber stellt. Das Endresultat bleibt dasselbe – fluchen, kreischen, schreien, streiten, sterben – ... doch das eben etwas subtiler als sonst. Wie das eben so ist, wenn Frauen auf engstem Raum eingesperrt sind...
· „Gegen Ende ertrinkt der Thrill zwar in Körperflüssigkeiten, doch bis dahin gibtÂ’s Nervenkitzel und schaurige Action auf höchstem Niveau.“ (Gernot Gricksch, CINEMA 11/05)
- „Was die konstant hohe Spannung und auch die handwerkliche Seite angeht, hat sich Neil Marshall auf jeden Fall ein Kompliment verdient.“ (MOVIESTAR 0672005)

geschrieben von Joe82er, Februar 16, 2008
geschrieben von Anna, November 03, 2007
geschrieben von Jürgen, Juni 28, 2007
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Aktualisiert (Montag, den 26. März 2007 um 16:19 Uhr)

















