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Wishmaster II - Evil Never Dies
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Veröffentlicht in : Filme, W

W  I  S  H  M  A  S  T  E  R     2

E V I L   N E V E R   D I E S

 “Erfülle die Prophezeiung.” 

Horrorfilm (USA 1999) / O: „Wishmaster 2 – Evil Never Dies“ / Prod.: Artisan Entertainment / Laufzeit: 92 Min. / FSK: ab 18  

Regie & Buch: Jack Sholder / Musik: David Williams / Kamera: Carlos Gonzales / Schnitt: Michael Schweitzer  / Prod.: Tony Amatullo / SFX: Anthony C. Ferrante / basierend auf Charakteren von Peter Atkins 

Darsteller: Andrew Divoff (Djinn / Nathaniel Demerest), Paul Johansson (Gregory), Holly Fields (Morgana), Bokeem Woodbine (Tarraion), Tommy „Tiny“ Lister Jr. (Tillover), Carlos Leon (Weber), Robert LaSardo (Gries), Oleg Vidov (Osip), Chris Weber (Eric), Vyto Ruginis (Hosticka) sowie Al Foster, Randy Hall, Maria Gennaro,  u.a.

 

Das erste WISHMASTER-Sequel geht als unvermeidliche Fortsetzung noch in Ordnung, zum einen, weil hier mit Regisseur Jack Sholder (THE HIDDEN, 12:01) ein echter Profi hinter der Kamera stand, zum anderen weil die Direct-to-Video-Produktion  ein ganzes Stück ansehnlicher ist als der übrige Mist, der danach folgte:

Am Anfang war ein missglückter Museumsraub: Bei einer Schiesserei mit einem Wachmann fällt dem Gaunerpärchen Morgana (Holly Fields) und Eric (Chris Weber) ein mysteriöser Stein zuerst in die Hände und dann auf den Boden ... daraus steigt HELLRAISER-mäßig eine echt eklige Kreatur empor. Während Morgana fliehen konnte, bleibt der angeschossene Eric zurück, auf Du und Du mit einem Vertreter der Hölle. In dieser wirklich Scheiß Situation wünscht sich Eric in all seiner Verzweiflung, nie geboren worden zu sein. Was prompt in Erfüllung geht. Seine Lebensuhr dreht sich in Sekundenschnelle und im Zeitraffer rückwärts und dann ist er einfach weg. Der Erste, der sich das falsche wünschte: Da war noch ein Polizist, der sich „Keine Bewegung!“ wünschte (so etwas komisches können sich nur die Bullen wünschen) und plötzlich zu Eis gefror, und ein Knasti, der durch die Gitterstäbe gehen wollte und eine riesengroße Sauerei dabei machte. Und da war noch ein Knasti, der den Arsch seines Anwaltes aufreißen wollte – das Resultat kann man ungefähr mit „Heftige Blähungen hoch 9“ umschreiben. Ja, der Djinn (diabolisch-grinsend: Andrew Divoff) ist wieder da, er, der die Wünsche der kleinen Leute gänzlich anders erfüllt, als sie sich vorgestellt haben. Und er ist gerissen, dieser Hund: Der Djinn gibt sich als der Urheber des missglückten Museumraubes aus und wandert ab in den Knast, was ihm durchaus recht ist. Die dortigen Gefangenen haben nämlich viele, viele Wünsche. Und auf die ist der Djinn auch angewiesen: Er brauch 1001 Menschenseelen von Leuten, die sich etwas von ihm wünschen. Dann beginnt die Schreckensherrschaft der Djinn und die Eroberung der Erde. Die geflohene Morgana, die seitdem von Alpträumen und Prophezeiungen geplagt wird, versucht mit dem befreundeten Priester Gregory (Paul Johansson) den Djinn wieder in seinen Stein zurück zu verbannen...

Eine typische Horrorfilm-Fortsetzung, deren „Bewahre den Weltuntergang!“-Geschichte so gut wie gar nichts neues zu bieten hat. Jack Sholder inszenierte routiniert wie man’s von ihm gewohnt ist, aber letztendlich zerrt der von ihm geschriebene WISHMASTER 2 nur von einer Grundidee: Die armen Leute haben nur einen kleinen Wunsch, doch dann passiert was ganz, ganz übles mit ihnen. Und dann kam was laut Produzenten-Kasse kommen musste: Noch eine Fortsetzung und –Juhhuuu!–  jetzt ham’se auch noch den WISHMASTER zur Horrorserie aufgeblasen. Der Djinn als nerviger Fortsetzungs-Flaschengeist, da muß wohl ein ganz, ganz böser Wunsch in Erfüllung gegangen sein. Gefolgt von WISHMASTER III, mit dem Andrew Divoff nichts mehr zu tun haben wollte oder sollte. 

  • "Allenfalls solide arrangierter Horor für eingefleischte Fans des Genres." (HEYNE FILMJAHRBUCH 2001)
   

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