W A X M A S K
Das Vermächtnis von Lucio Fulci wurde zum Regiedebüt des italienischen Effektspezialisten Sergio Stivaletti: In einem Wachsfigurenkabinett passieren gar grausige Dinge.
I/F 1997 / O: „M. D. C. – Maschera di cera“ / AT: „Gaston Leroux’s The Wax Mask” / Prod.: Cine 2000; Mediaste; France Film International / Laufzeit: 95 Minuten / FSK: ab 18
Regie: Sergio Stivaletti / Musik: Maurizio Abeni / Kamera: Sergio Salvati / Schnitt: Paolo Benassi / Künstlerische Überwachung: Dario Argento / Prod.: Giuseppe Colombo / Buch: Lucio Fulci, Danielle Stroppa / Story: Dario Argento, Lucio Fulci, Danielle Stroppa / LV: Gaston Leroux: „The Wax Museum“ / SFX: Sergio Stivaletti, Benoit Lestang
Mit Robert Hossein (Boris Volkoff), Romina Mondello (Sonia Lafont), Riccardo S. Longhi (Andrea), Gabriella Giorgella (Francesca), Umberto Balli (Alex), Aldo Massasso (Commissario Lanvin), Daniele Auber (Luca), Valery Valmond (Giorgina), Gianni Franco (Insektor Palazzi) sowie Sabrina Pellegrino, Antonello Murru, Romano Iannelli, Rosa Pianeta, Massimo Vanni u.a.
MASCHERA DI CERA (O-Titel) war ein von den Fans lang erwarteter Film, besiegelte er doch die erste und einzige Zusammenarbeit der zwei italienischen Horror-Götter Dario Argento und Lucio Fulci. Leider verstarb Fulci nach langer Krankheit am 13.03.1996 und das Unternehmen wurde zunächst aufs Eis gelegt. Das Skript wurde umgeschrieben und so avancierte das von Argento immer noch produzierte und favorisierte Projekt zum Regiedebüt eines ebenfalls renommierten Italieners: des Maskenbildners Sergio Stivaletti. Dessen Name ist den Fans seit Jahren ein Begriff, betreute er doch die Filme von Dario Argento (PHENOMENA, 1985; OPERA, 1987), Lamberto Bava (DEMONI 1 + 2, 1986/86) und Michele Soavi (DELLAMORTE DELLAMORE, 1994).
Als kleines Mädchen wurde Sonia (Romina Mondello) Zeugin wie ihre Eltern bestialisch ermordet wurden. Der Täter konnte nie gefasst werden. Zwölf Jahre später stellt sie der Museumsdirektor Boris Volkoff (Robert Hossein) als Kostümdesignerin in sein Wachsfigurenkabinett ein. Schon bald stößt sie mit dem Reporter Andrea (Riccardo S. Longhi) auf eine unheimliche Mordserie, die sie direkt in ihre schreckliche Vergangenheit führt...
Sagen wir’s so: es gibt schlimmere (und ich meine wirklich schlimme) Regiearbeiten von anderen Fachkräften aus Stivaletti’s Branche. Sicher gab der Effektspezialist ein atmosphärisch annehmbares und passables Regie-Debüt ab, in dem er aber mit einem ziemlich schwachen Skript zu kämpfen hat. Originell fand ich das absehbare Geschehen jedenfalls nicht. Die typische Wachsfiguren-Geschichte, die an einschlägige Klassiker wie DAS KABINETT DES PROF. BONDI erinnert, bietet wenig überraschendes, incl. einer offenkundigen Auflösung, die recht früh präsentiert wird. So sind die einzigen Höhepunkte „nur“ die derben und jederzeit gelungenen Make-up-Effekte, aber das ist, wie so oft in diesem Genre geschehen, eben nicht alles.
- „....leidlich spannender und atmosphärisch netter Gothic-Horrorfilm, der Genrefans mit einer ganzen Reihe gelungener Effekte und derber Make-up-Eskapaden erfreut.“ (HÖLLE AUF ERDEN)