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U 1 – TAUCHFAHRT DES SCHRECKENS „Captain, wir haben hier ein paar Behälter mit giftigen Chemikalien entdeckt. Also irgend etwas stimmt hier nicht.“ „Ja, und in unserem Tunnel gibt es nichts als Dunkelheit und Gänsehaut.“ USA / Spanien 1989 / O: „The Rift“ / AT: „Endless Descent“; „La grieta“; „Sirene 1“ / Prod.: Dister Group / Laufzeit: 79 Min. / FSK: ab 16 Regie: Juan Piquer Simón / Musik: Joel Goldsmith / Kamera: Yan Marine / Schnitt: Christopher Holmes, Isaak Sehayek / Prod.: Francesca De Laurentis, José Escriva, Juan Piquer Simón / Buch: David Coleman / Story: Juan Piquer Simón, Mark Klein Darsteller: Jack Scalia (Will), R. Lee Ermey (Captain Phillips), Ray Wise (Robbins), Deborah Adair (Lt. Nina Crowley), John Toles-Bey (Joe Kane), Ely Pouget, (Ana Rivera), Edmund Purdom (CEO Steensland), Garrick Hagon (Barton), Emilio Linder (Philippe), Luis Lorenzo (Francisco), Tony Isbert (Fleming) U-Boot-Konstrukteur Will (Jack Scalia) wird beauftragt auf den Meeresboden zu tauchen, um das von ihm entworfene U-Boot „Sirene1“, welches seit seiner Forschungsmission als vermisst gilt, zu suchen Unter dem Kommando des streng militärischen Captain Phillips (R. Lee Ermey, Michael Bay's TEXAS CHAINSAW MASSACRE) bricht das Nachfolgemodell „Sirene 2“ zur Unglücksstelle auf. Nachdem sie in der Tiefe von einer Riesenkrake angegriffen wurden, entdecken sie in einer schaurigen Unterwasserhöhle den Grund für das verschwinden von „Sirene 1“: ein fehlgeschlagenes Gen-Experiment der Militärs – das Resultat: furchtbar deformierte Monstergestalten... Der krude Billig-Mix aus ALIEN und DAS DING will auf der damals angesagten Unterwasserfilm-Welle (ABYSS, LEVIATHAN; DEEP STAR SIX) mitschwimmen, ist aber mit seinen durchschaubaren Handlungsmustern, den schablonenhaften Figuren und kuriosen Spezialeffekten doch nur ein tiefer Griff in die Klischee- und Mottenkiste des Genrefilms. Da kommt schon fast ein Hauch von Nostalgie auf, so wie sich dieser Monster-Quickie im naiven 50er-Jahre-Stil abspielt. Aber Juan Piquer Simón (SLUGS; CTHULU MANSION), die Rampensau des spanischen Trashfilms, holt uns schon zurück in die bekloppten 80er. Schaut euch nur Hauptdarsteller Jack Scalia an: Eine Hundemähne von Frisur, so als gelte es den David-Hasselhoff-Schönheitswettbewerb zu gewinnen. Da kann man nur abtauchen! Dann dieses (höflich ausgedrückt) bescheidene Set-Design, die Überzahl an blinkenden Lämpchen und piepsenden Tönen, die ein High-Tech-Ambiente vorgaukeln wollen, wo doch nur billige Attrappen sind. Nicht zu vergessen zwei, drei Splatter-Einlagen, da wird dem einen die Rübe weggeballert und dem anderen ein Bein abgerissen. Und zu guter Letzt diverse ulkige Monster-Einlagen, wo dann die 50er mit den 80er Jahren durcheinander gewirbelt werden – herausgekommen ist ein in jeder Hinsicht wenig zeitgemäßer Genre-Mischmasch. Ich hatte jedenfalls einen Heidenspaß. - Die zwei echten Schauspieler an Bord werden weit unter Wert verkauft: Zum einen R. Lee Ermey (Morgan Freeman’s Vorgesetzter in SIEBEN) als strenger Militär-Fuzzi mit der Hand auf’m Rücken, der anfangs wie der kleine Bruder des ollen Hartman aus FULL METAL JACKETT rüberkommt, sich später aber als Kumpel mausert. Zum anderen Ray Wise (DEAD END; JEEPERS CREEPERS II) als der stille Computertechniker, der in Wahrheit ein übler Lump ist. Außerdem an Bord: Ely Pouget (DEATH MACHINE) und John Toles-Bey (EXTREM MEASURES; WATERWORLD)
- Zum Anfang tauchen noch zwei finstere Hintermänner auf, die in der platten Verschwörungshandlung Jack Scalia auf die Reise in den Abgrund schicken. Der eine ist Edmund Purdom, der neben unzähligen Western- und Abenteuerfilmen zahlreiche Trash-Quickies veredelte, darunter DIE LEICHENFABRIK DES DR. FRANKENSTEIN (1974), ANTROPOPHAGUS II; ATOR – HERR DES FEUERS (beide 1982) und FIREFLASH – DER TAG NACH DEM ENDE (1983). Der andere ist Garrick Hagon, der Luke Skywalker in STAR WARS Episode IV (1979) in den Kampf begleitete.
- „Billiger Horror-Trash mit vielen Genre-Zitaten.“ (TV SPIELFILM)
- „Die furchtbaren Spezialeffekte erinnern an UNTERNEHMEN FEUERGÜRTEL und umfassen das Verschlingen eines U-Bootes, einige handpuppenartige fleischfressende Insekten und unzählige an Drähten baumelnde Tentakel, die Verwüstung anrichten.“ (SCIENCE FICTION ENZYKLOPÄDIE)
- „J. P. Simon bedient sich bekannter Genreverwandter, allen voran ALIENS, kann aber aufgrund des niedrigen Budgets nur auf einem niedrigen Level unterhalten.“ (HÖLLE AUF ERDEN)
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Geschrieben von: Gast2 am 13-07-2007 23:20