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USS Legacy
 

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USS   LEGACY

 

USA/CZ 1996 / O: „Dead Fire“ / AT: „Do or Die“ / Prod.: North American / Länge: 95 Min. / FSK: ab 18 

Regie: Robert Lee / Musik: Peter Allen / Kamera: Dave Pelletier / Schnitt: Richard Benwick / Prod.: Lloyd A. Simandl / Buch: Christopher Hyde, Andrew McEvoy, Nicholas Racz 

Darsteller: Matt Frewer (Max Durbin), C. Thomas Howell (Tucker), Colin Cunningham (Cal Brody), Monika Schnarre (Kendall Black), Rachel Hayward (Alexandra Stant), Robert Russell (Holden) sowie Jim Thorburn, Lucie Zednícková, Gerard Whelan, Milan Gargula, Richard Toth, Martin Hub u.a.

 

Irgendwann, mal wieder in nicht allzu ferner Zukunft: Die wenigen überlebenden Menschen fristen in der um die Erde kreisenden Raumstation „USS Legacy“ ihr Dasein, nachdem ihr Heimatplanet durch eine ökologische Katastrophe vernichtet wurde. Im Gefängnistrakt gelingt dem Psychopathen Max Durbin (Matt Frewer) mit Hilfe der verräterischem Colonel Stant (Rachel Hayward; TIME RUNNER), einem echten Miststück, der Ausbruch. Zusammen mit seinen Knacki-Kumpels bringt Durbin die Station in seine Gewalt. Ihm stellen sich drei tapfere Helden gegenüber: ein wackerer Bruce-Willis-Klon (Colin Cunningham, THE 6TH DAY), irgend eine Uschi (Monika Schnarre, WAXWORK II) und ein vermeintlicher Wissenschaftler (C. Thomas Howell).

Originalität und pfiffige Einfälle sucht man in Robert Lee’s hastig zusammen gepanschtem und irgendwie fade schmeckenden Genre-Fast-Food-Fraß vergeblich. Endzeitvision, SF-Knastdrama, Öko-Kritik und Action-Motive á la STIRB LANGSAM sind die altbekannten Zutaten, die dem gebeutelten Zuschauer genauso lieblos vor die Knochen geschmissen werden, wie sie sich anhören. „Unkraut vergeht nicht“, wird einer der Hauptfiguren passenderweise in den Mund gelegt, was auch auf derartige Dutzendproduktionen zutrifft, von denen wir weiß Gott schon genug haben. So unterscheidet sich USS LEGACY kaum vom fast zeitgleich entstandenem DOME 4 – alles dieselbe Scheiße. Und weil den Drehbuch-Azubis zu der ohnehin schon verbrauchten Thematik auch nichts brauchbares einfiel, gibt’s eben halt nur Schießereien und Kloppereien am laufenden (Fließ-) Band. Bissel wenig, was? 

  • Der beste Gag ist, neben dem Drehbuch an sich, daß Matt Frewer hier den gleichen Vornamen hat wie seine Paraderolle Max Headrom. Der am 4. Januar 1958 geborene Frewer ist abonniert auf flippige Typen, z.B. in SPIONE WIE WIR (1985), LIEBLING, ICH HABE DIE KINDER GESCHRUMPFT (1989), DER RASENMÄHERMANN 2 (1995) und GENERATION X (1996). Weiterhin kennt man ihn als „Zeitreisender Historiker“ in der gleichnamigen TNG-Folge aus der 5. Staffel, als Bösewicht in Stephen King’s THE STAND (1994) und als Ermittler in der Mystery-Serie PSI-FACTOR. 

  • Seine Blütezeit hatte C. Thomas Howell in den 80ern (E.T., 1982; THE HITCHER, 1986; SOULMAN, 1987), in den 90ern konnte er sich zumindest als Star bescheidener Videoproduktionen in seichten Erotikfilmchen, lausigen SF-Reißern und langatmigen Krimis etablieren (bis zu sieben Stück pro Jahr!). Gelegentlich führte Howell auch Regie, z. B. PURE DANGER, 1996 und THE BIG FALL, 1997. Bloß mal so zum sagen, muß man aber nicht wirklich kennen...

  • „Lachhafte Science-Fiction-Produktion.“ (HEYNE FILMJAHRBUCH 1998) 

  • „Wenngleich der Film leidlich routiniert in Szene gesetzt ist und über genretypische Spannungsmomente verfügt, hat man das ganze bereits unzählige Male aufregender und origineller verpackt gesehen.“ (HÖLLE AUF ERDEN)
   

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