Schlechter Geschmack: Die Welt ist zu schlecht für gute Filme
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Demonia

DEMONIA

 

I 1990 / O: „Demonia“ / Laufzeit: 85 Min. / FSK: --

Regie: Lucio Fulci / Musik: Giovanni Cristiani / Kamera: Luigi Ciccarese / Schnitt: Otello Colangeli / Produzent: Ettore Spagnolo / Buch: Pietro Regnoli, Lucio Fulci

Darsteller: Brett Halsey (Prof. Paul Evans), Meg Register (Liza Harris), Lino Salemme (Turi), Pascal Druant (Kevin), Grady Thomas Clarkson (Shawn), Carla Cassola (Suzy), Al Cliver / aka Pier Luigi Conti (Porter), Lucio Fulci (ungenannt, Inspector Carter) sowie Christina Engelhardt, Ettore Comi, Michael Aronin, Isabella Corradini, Paola Cozzo u.a.

 

1886: In einem sizilianischen Kloster werden mehrere Nonnen von aufgebrachten Bürgern gekreuzigt (bzw. sie werden noch mal ordentlich genagelt...) und ihrem Schicksal überlassen. 1990: In Toronto wird eine junge Frau namens Liza (Meg Register) während eines Rituals Zeuge dieser vergangenen Ereignisse. Wenig später reist sie mit einem Archäologenteam nach Sizilien, wo sie an dem Kloster Ausgrabungen vornehmen wollen – gegen den Willen der dort ansässigen Bewohner. Schon bald wird sie vom Geist einer dieser toten Nonnen befallen, die grausame Rache nehmen wollen...

Trotz solider Kameraführung und der durchweg stimmigen, manchmal all zu auf Mystizismus getrimmten Dämonen-Atmosphäre stellt sich bei dem 1988 entstandenem DEMONIA des italienischen Splatter-Gottes Lucio Fulci nur ein mäßiges Horror-Vergnügen ein. Das liegt hauptsächlich an der mauen, wenig interessanten Geschichte, den nicht gerade hinreißend agierenden Darstellern und der unterm Strich langatmig-spannungsarmen Erzählweise begründet. Vor allem die erste Hälfte ist – Fulci in allen Ehren – quälend langweilig. In dem bereits 1960 inszeniertem Schwarz/Weiß-Grusler STADT DER TOTEN mit Christopher Lee wird eine fast identische Story erzählt, die auch noch nach all den Jahren weitaus mehr Spannung und wohliges Schauern verspricht als Fulci’s lustloses Alterswerk. Immerhin gibt es noch ein paar deftige Splatter-Effekte (z.B. wird ein Mann zwischen zwei Bäumen angebunden und auseinander gerissen), die das Ganze aber auch nicht aufwerten können.

  • „Zu sehr erstarrt der Film in dem Bemühen Fulcis das Ganze auf mystisch-dämonisch zu trimmen, wodurch er sich immer wieder in äußerst langatmigen Passagen und symbolhaften Bildern ergeht.“ (HÖLLE AUF ERDEN) 

  • „...ein sehr atmosphärischer und gleichzeitig harter Film.“ (Andreas Bethmann; ÜBER DEM JENSEITS)
  • „In seiner Dürftigkeit kaum zu unterbietender Horror-Schwachsinn." (HEYNE FILMJAHRBUCH 2000)

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