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Dracula im Schloss des Schreckens
 

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Veröffentlicht in : Filme, D

DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS

 

Ich habe Angst, daß meine Theorie von einem glücklichem Leben im Jenseits nicht stimmt.“ 

F / I / D 1971 / O: „Nella Stretta Morsa del Ragno“ / AT: „And Comes the Dawn… But Colored Red”; „Dracula in the Castle of Blood”; „E venne l’alba… ma tinto di rosse”; „Edgar Poe chez les Morts vivants”; „Fantomes de Hurlevent, les“; „In the Grip of the Spider“; „Occhio del Ragno, la“; „Prisonnier de l’araignée, Le”; „Web of the Sider” / Prod.: / Länge: 85 Min. (109 Min., Italien) / FSK: ab 16 

Regie: Anthony M. Dawson [= Antonio Margheriti] / Musik: Riz Ortolani / Kamera: Sandro Mancori,  Silvano Spagnoli / Prod.: Giovanni Addessi / Buch: Giovanni Addessi, Bruno Corbucci, Giovanni Grimaldi, Antonio Margheriti 

Darsteller: Klaus Kinski (Edgar Allan Poe), Anthony Franciosa (Alan Foster), Michèle Mercier (Elisabeth Blackwood), Karin Field (Julia), Peter Carsten (Dr. Carmus), Heinz Ostermann (Lord Thomas Blackwood), Silvano Tranquilli (William Perkins), Raf Baldassare (Herbert), Irina Malewa (Elsie Perkins) sowie Marco Bonetti, Vittorio Fanfoni, Carla Mancini, Paolo Gozlino

 

Anthony M. Dawson alias Antonio Spaghetti, Italiens Genre-Verwurster, war immer bereit gewesen für eine filmische Schandtat, um unangenehm aufzufallen. Seine Lumpenproduktion aus dem Jahre 1971 ohne Dracula im Schloss des Schreckens hat zumindest eine Attraktion: Klaus Kinski als Edgar Allan Poe! Schon haste die Meute auf deiner Seite. Gleich zu Beginn fuchtelt er wild gestikulierend mit einer Fackel in einer Gruft herum, wie immer dem Wahnsinn nahe, so wie wir ihn kennen und lieben. Das Grab seiner Cousine, eine lästige Fledermaus, schnell ein kräftiger  Schluck aus der Pulle zur Beruhigung und die Raserei kann weiter gehen ... Klausi-Mausi bleibt jedoch nur eine obskure Randerscheinung, denn er taucht nur zum Anfang und gegen Ende noch einmal auf...

                                                                                                                                                   

Edgar Allan Poe hockt mit Lord Blackwood zusammen, als sich der grundsolide Journalist Alan Foster (Anthony Franciosa) vorstellt. Der kommt den beiden gerade recht, möchten sie doch herausfinden, ob Lordschafts Schloss tatsächlich von Geistern bewohnt wird, die Dracula verehren. Bis jetzt jedenfalls hat noch keiner eine Nacht in dem schrecklichen Schloss überlebt. Doch Alan Foster ist ein Mann, der den Dingen realistisch ins Auge blickt: er glaubt nicht an irgendwelchen Humbug, doch um nicht als Fensmemme-Butterbemme dazustehen, nimmt er schmunzelnd die Wette an, eine Nacht in Blackwoods Schloss zu verbringen. Dort angekommen schleicht er eine Weile durch das herunter gekommene Anwesen, bis eine blonde Schönheit in Erscheinung tritt: Elisabeth (Michèle Mercier, DIE DREI GESICHTER DER FURCHT), die sich als die angeblich tote Schwester von Lord Blackwood ausgibt. Es dauert nicht lange und beide landen im Bett, doch zu einem Schäferstündchen soll es nicht kommen, wird Elisabeth plötzlich von einem hereinstürzenden Wahnsinnigen ermordet. Foster nimmt die Verfolgung auf, es gelingt ihm sogar, eine Kugel abzufeuern – doch mit einem Male sind sowohl Elisabeth als auch ihr mysteriöser Mörder verschwunden. Stattdessen steht ein gewisser Dr. Carmus in der Tür – ja, in diesem Schloss geht’s zu wie im Taubenschlag. Weitere merkwürdige Ereignisse nehmen ihren Lauf, bis Foster realisiert, daß tatsächlich Geister am Werke sind...

                                                                                                                                                    

Mit diesem Gruselschwank inszenierte Margheriti sein eigenes Remake von CASTLE OF BLOOD (1964), der nie den Weg nach Deutschland fand. Schade eigentlich, denn Barbara Steele in der Hauptrolle ist immer einen Hingucker wert, doch der blieb uns hierzulande eben verborgen. Zudem erbrachte Margheriti gerade in den Sixties mit Streifen wie SCHLOSS DES GRAUENS (1963) den Beweis, das er den klassischen Gruselfilm durchaus beherrscht, auch wenn er freilich weit von einem Mario Bava entfernt ist. Dazu sind seine Filme einfach zu vordergründig. Dieser filmische Dünnschiss ist natürlich der absolute Bodensatz: schäbig, schundig und stupide – Euro-Trash in Reinkultur und als solcher ein herrlicher Unfug, der sein Unterhaltungspotential aus der reichlich vorhandenen unfreiwilligen Komik bezieht. Dafür zuständig sind auch Anthony Franciosas hölzerne Schauspiel-Versuche, die den Eindruck erwecken, als wolle er William Shatner imitieren. Also, so mal unter uns: ich fand’s ziemlich dreist, das der arme, versoffene Poe im Ausgang der schrecklichen Geschehnisse auf dem Schloss von Lord Blackwood seine schriftstellerische Inspiration finden soll. Ach ja: Falls hier jemand doch einem gewissen Dracula begegnet, kann er sich bei mir melden. 

  • „Von Grusel oder gar Nervenkitzel weit und breit keine Spur, so daß man sich allenfalls über die geballte Ladung unfreiwilligen Humors amüsieren kann.“ (Harry Lieber, HÖLLE AUF ERDEN)

 

 

   

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So schlecht nun auch nicht

Geschrieben von: Volker am 07-08-2007 16:17

Der Film hält zwar nie was der Titel verspricht, und es gibt eigentlich ausser der Szene zu Beginn in der Gruft nichts was in Erinnerung bleibt, aber wirklich gelangweilt hab ich mich auch nicht.

 

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