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PLANET DER VAMPIRE „10 000 YEARS AGO, or 10 000 YEARS to COME. Are they bings of the Future or of the Past, these “men” who rule the DEMON PLANET?”(Werbezeile) (I/E 1965) / O: „Terrore nello Spazio“ / AT: „Terrore en el Espacio“; „Planet of the Vampires“; The Demon Planet“; „The Haunted Planet“; ,,The Outlawed Planet“; ,,The Planet Of Blood”; ,,Planet Of the Damned”; ,,Schrecken im Weltall”; ,,Terror In Space” / Prod.: American International Pictures, Italien International Films, Castilla Cinematografia / Laufzeit: 81 Minuten / FSK: ab 16 Regie: Mario Bava / Musik: Gino Marinuzzi, jr., Kendall Schmidt / Kamera: Antonio Rinaldi, Antnio Pérez Olea, Mario Bava (ungenannt) / Schnitt: Antonio Gimeno, Romana Fortini / Produzent: Fulvio Lucisano / Ausf. Prod.: James H. Nicholson, Samuel Z. Arkoff / Buch; engl. Sprachfassung: Ib Melchior, Louis M. Heyward, Originalversion: Callisto Cosulich, Antonio Román, Alberto Bevilacqua, Mario Bava, Rafael J. Salvia, basierend auf der Geschichte “One Night Of 21 Hours“ von Renato Pestriniero Darsteller: Barry Sullivan (Captain Mark Markary), Norma Bengell (Sanya), Ángel Aranda (Wess), Evi Malandi (Tiona), Stelio Candelli (Mud), Franco Andrei (Garr), Fernando Villena (Karan), Mario Morales (Eldon), Ivan Rassimov (Dervy)u.a. „Wenn sich was bewegt: Schieß erst und frag später!“ Mario Bava’s umwerfender Sci-Fi-Streifen aus dem Jahre 1965 ist das beste Beispiel dafür, wie man mit einem Minimum an Budget ein Maximum an Spannung und Atmosphäre erzielen kann. Mit PLANET DER VAMPIRE inszenierte Italiens führender Kameramann der 50er Jahre einen Klassiker des B-Films, der trotz der Schwächen bei Story und Effekten einen ungeheuren Einfluss auf das, was danach kommen sollte, nahm. Die beiden Raumschiffe Argos und Galliott befinden sich unter dem Kommando von Captain Markary (Barry Sullivan) auf Erkundungsflug im Weltall und umkreisen den Planeten Aura. Nachdem die Galliott auf unbekannte Weise verschwunden ist, wird die Argos durch ein mysteriöses Kraftfeld gezwungen, auf Aura Not zu landen. Kaum angekommen, geht sich die Besatzung gegenseitig an die Gurgel und versucht sich zu töten, doch nachdem Markary alle besänftigt hat, kann sich keiner mehr daran erinnern. Schließlich findet man die Galliott und ihre Mannschaft, doch die konnte keiner mehr besänftigen: sie sind alle tot! Markary und seine Leute finden heraus, daß Aura von einer unsichtbaren Rasse bewohnt wird, die es auf ihre Körper abgesehen haben. Und die brauchen sie, um in einer anderen Welt ein neues Leben zu beginnen... PLANET DER VAMPIRE ist ohne Zweifel eine Billigproduktion – aber was für eine! Die aus Pappmaché bestehende Kulissenlandschaft des Planeten Aura, die mit ihren umher ziehenden Nebelschwaden einfach wundervoll ist, läßt sofort erahnen, daß der gesamte Film im Studio abgedreht wurde – und dennoch (oder gerade deshalb?) haftet ihr etwas unheimliches an. PLANET DER VAMPIRE mag vielleicht trivial oder naiv sein, aber er strahlt eine bedrohliche, unheilvolle Atmosphäre aus, ein allgegenwärtiges Gefühl der Angst, von der so manche Großproduktionen nur träumen kann. Ein großer Verdienst des Regisseurs Mario Bava, der sich einmal mehr als versierter Meister im Umgang mit Licht und Farben erweist. Unvergessen bleibt zum Beispiel die Szene, in der drei tote Astronauten aus ihren Gräbern wieder auferstehen – Uuuaaahhh! Ihre Leichentücher wehen nur so. Dazu Momente des Wahnsinns, Augenblicke der Angst, blinkende Kontrolllämpchen in Großaufnahme und Raumfahreranzüge, die wie Taucheranzüge aussehen... – Trash-Fans kommen auf ihre Kosten, obwohl Trash ein inzwischen sehr gebräuchlicher, weitläufiger Begriff ist. PLANET DER VAMPIRE ist Trash mit Stil und Wonne und insofern etwas besonderes, da er einige Handlungsaspekte aus Ridley Scott’s revolutionärem Meisterwerk ALIEN (1979) vorweg nahm, aber sicher nicht in dem Umfang, wie immer behauptet wurde. Selbst Roman Polanski wurde hier mit seiner Schlusspointe zu TANZ DER VAMPIRE (1967, dort mit echten Blutsaugern) „inspiriert“... · Ib Melchior, Regisseur von WELTRAUMSCHIFF MR 1 GIBT KEINE ANTWORT (1960) und 2071 – MUTAN-BESTIEN GEGEN ROBOTER (1964), schrieb mit Louis M. Heyward die amerikanische Sprachfassung. · Zum ersten Mal wird auch Marios Sohn Lamberto Bava in den Credits erwähnt, dessen Filmkarriere hier offiziell als Regieassistent begann. · Legend Home Entertainment brachte eine liebevoll gestaltete DVD heraus, zwar nur dt. & engl. in Dolby Digital 1.0, was aber in Anbetracht des Alters zu verschmerzen ist. Extras sind eher rar gesät, aber manchmal kann weniger auch mehr sein: in diesem Falle der Trailer im Original und in dt., ein 8seitiges Booklet mit lauter coolen Bildern und, als kleines Schmankerl sozusagen: PLANET DER VAMPIRE als Super8-Schmalfilmfassung. Als kleinen Hingucker gibt’s noch einen nostalgisch gestalteten Pappschuber dazu. · „Nachdem sich der Zuschauer also an die spartanische, aber im besten Pop-art-Stil eingerichtete Studio-Atmosphäre gewöhnt hat, unterliegt er sofort der Manipulation durch die spannende und abwechslungsreiche Story.“ (Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR) · „Trotz seiner sichtbaren Trivialität weiß PLANET DER VAMPIRE zu überzeugen.“ (Ronald M. Hahn & Volker Jansen, LEXIKON DES SCIENCE FICTION FILMS)
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