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“Für mich bedeutet Schmerz, unfähig zur Arbeit zu sein, unfähig zu sein, sich auszudrücken. Fähig zu sein, schreckliche Dinge auszudrücken, ist nicht schmerzhaft. Die Unfähigkeit, irgendetwas auszudrücken, ist es.” (Clive Barker)
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Semana Santa
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S E M A N A   S A N T A

 

D/GB/F/I/E/DK 2002 / O: „Semana Santa“ / AT: “Angel of Death” / Länge: 91 Min. / FSK: ab 16 

Regie: Pepe Danquart / Musik: Andrea Guerra / Kamera: Ciro Cappellari / Ausf. Prod.: Marcelo Anciano, Michael Berrow / Prod.: Paul Berrow, Philippe Guez, Christoph Meyer-Weil / Buch: Roy Mitchell / LV: David Hewson 

Darsteller: Mira Sorvino (Maria Delgado), Olivier Matinez (Quemada), Féodor Atkine (Torillo), Luis Tosar (Antonio), Alida Valli (Dona Catalina), Fermín Reixach (Rodriguez), Jorge Bosch (Jaime Mateo), Peter Berling (Castenada) u.a.

 

Einer der letzten Bräuche, die das Mittelalter überlebt haben, findet während der Karwoche zwischen Palmsonntag und Ostermontag in Spanien statt. Eine öffentliche Inszenierung von Leiden und Tod, bei der die Menschen sich mit schweren Kutten und Ketten bekleiden und heilige Statuen durch die Innenstädte buckeln. Vor diesem Hintergrund inszenierte der 1955 in Singen geborene Pepe Danquart seinen gefloppten Serienkiller-Thriller, der als deutsch-britisch-französisch-italienisch-spanisch-dänische Koproduktion das Wort „Euro-Müll“ neu definiert...

Ausgerechnet in so einer Karwoche kommt die Polizistin Maria Delgado (Mira Sorvino, MIMIC) nach Sevilla, einerseits auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit, anderseits um einen brutalen Doppelmord aufzuklären. Zunächst muß sie sich mit ihren neuen Partnern arrangieren, dem zurückhaltenden Torillo (Féodor Atkine, RONIN) und dem großmäuligen Jungspund Quemada (Olivier Martinez), ein Macho-Cop („Für ’ne Lesbe kein schlechter Arsch.“) wie er im Buche steht. Schon bald gibt’s den dritten Toten, was auf einen Serienkiller hinweist. Die Spuren führen schließlich bis in den spanischen Bürgerkrieg zurück und allmählich kommt ein schreckliches Familiengeheimnis zu Tage... Selbst Danquart gab zu, daß ihn der unter schwierigen finanziellen  Produktionsbedingungen (mit freundlichen Grüßen von der Stadtsparkasse Köln) entstandene Streifen nicht wirklich glücklich machte. Kein Wunder, verliert sich die zwar blutige, aber auch spannungsarme Serienkillerjagd auf besonders konfuse Weise in eine verquerte Familiengeschichte, die in etwa so interessant ist wie die volksverdummenden Enthüllungsbücher von Dieter Bohlen und Konsorten. Doch während diese allemal noch als Fliegenklatsche oder Bierdeckel Verwendung finden, taugt SEMANA SANTA nicht mal dazu. Kostümierte Killer und alte spanische Traditionen als Hintergrund gab’s im fast zu selben Zeit entstandenen Teenie-Slasher BLACK SERENADE und der war auch nich’ besser, aber zumindest unterhaltsamer.

 

 


   

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