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Boneyard, the
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THE BONEYARD

 

Neulich, im Leichenschauhaus, nach ’nem verrückten Leichenschmaus... 

USA 1990 / O: „The Boneyard“ / Prod.: Packbone / Länge: 93 Minuten 

Regie+Buch: James Cummins / Musik: John Lee Whitener, Katherine Anne Porter / Kamera: Irl Dixon / Schnitt: Larry R. Gries / Prod.: Richard F. Brophy 

Darsteller: Ed Nelson (Det. Jersey Callum), Deborah Rose (Alley Cates), Norman Fell (Shepard), James Eusterman (Gordon Mullin), Phyllis Diller (Miss Poopinplatz) sowie  Denise Young, Willie Stratforth jr., Sally Middleton, Rick Brophy, Martin Thompson u.a.

 

„Billig produzierter, ekliger Horrorfilm, dessen abstruse Story sich in jeder Beziehung gegen den guten Geschmack richtet.“ Jaaa, da jaulen die Typen vom Lexikon des internationalen Films auf, wie man’s von denen gewohnt ist. Hoffentlich haben sie sich mit ihrem guten Geschmack gegenseitig vollgekotzt. Dieser eine Satz da am Anfang, der läßt mich auf besonders viel Spaß hoffen und immer, wenn die so was schreiben, weiß ich, das ’is was für mich. Danke, liebes Lexikon des internationalen Films!

Drei kleine Kinderleichen und der alte Detective Callum (Ed Nelson), der seine Zeit schon lange hinter sich hat, weiß und weiß nicht weiter. Hinzu kommt, daß die Stifte durch den Verzehr von totem Menschenfleisch zu dem geworden sind, was sie jetzt sind, nämlich auch totes Menschenfleisch. Der olle Callum weiß nicht weiter und wackelt zu seiner alten Freundin Alley (ein echtes Unikum: Deborah Rose), die ihn in punkto Leibesfülle locker schlägt. Alley ist fett, depressiv, verschlampt und trotzdem die einzige, die die Kindermorde aufzuklären vermag: sie besitzt nämlich mediale Fähigkeiten. Beide begeben sich ins örtliche Leichenschauhaus, da, wo so vieles möglich ist. Das wissen wir seit RE-ANIMATOR. Und schon bald gibt’s ganz viel Ramba-Zombie-Zamba: Die drei Kinderleichen stehen als grässliche Dämonen wieder auf, verrammeln die Ausgänge und veranstalten für eine Handvoll eingeschlossener Leichenschauhaus-Besucher ein blutiges Fest aus dem Reich der Toten. Sogar der Pudel der irren Leichen-Oberaufseherin Miss Poopinplatz (Phyllis Diller als exzentrische Toten-Tante) wird dabei viel Spaß haben ... – die anderen sicher weniger...

...was auch auf den einen oder anderen selbst ernannten Cineasten zutreffen mag. Also ich spreche hier nur für mich: Seien wir froh, daß es den filmischen Underground gibt, die Niederungen des B-Movies und Trash-Horrors ... Wir würden eine weitere dämonisch-eklige Zombie-Splatter-Variante verpassen. Ein Film gegen den guten Geschmack, das muß man schon zugeben, aber er macht durchaus Laune.  

  • „Die F/X sind gut gemanagt und im Falle der Kinder-Dämonen-Masken stellenweise echt eklig.“ (Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR) 

  • „Lediglich die schwachen Makeup-Effekte und amateurhaften F/X trüben den Filmspaß ein wenig." (Andreas Bertler, HÖLLE AUF ERDEN)

   

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