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Todesschrei im Mädchenpensionat
„Er hielt mich für verrückt, da heilte ich mich selbst“ (Dr. Gary) USA 1989/90 / O: „Buried Alive“ / AT: „Edgar Allan Poe’s Buried Alive“; “Lost Girls“ / Laufzeit: 87 Min. / FSK: ab 18
Regie: Gerárd Kikoine / Musik: Frederic Talgorn / Kamera: Gérard Loubeau / Prod.: Harry Alan Towers / Buch: Jake Clesi, Stuart Lee / LV: Edgar Allan Poe Darsteller: Robert Vaughn (Dr. Gary), Donald Pleasence (Dr. Schaeffer), John Carradine (Jacob), Karen Witter (Janet), Nia Long (Fingers), Ginger Lynn Allen (Debbie), Arnold Vosloo (Ken Wade) sowie Bill Butler,Isabel Kastrikis, Lynn White
Schreie in der dunklen Nacht Schwarze Katze hält die Wacht Es flackert das Licht Oh Mädchen, fürchte dich nicht.
Immer mal wieder und einfach so verschwinden an der umstrittenen Ravencroft Reformschule des nicht minder umstrittenen Dr. Gary (Robert Vaughn) einige Schülerinnen. Die junge Janet (Karen Witter), die in diesem Heim für schwer erziehbare Mädchen (Sind sie das nicht alle?) eine Stelle als Lehrerin antritt, wird schon bald wissen warum... Bereits in der ersten Nacht wird sie von Halluzinationen und einer klagenden Stimme („Helft mir raus“!) geplagt – ist da etwa jemand eingemauert? Janet sucht Hilfe beim verschrobenen Psychologen Dr. Schaefer (Donald Pleasence), doch er führt sie nur an der Nase herum. Sie beginnt ihre eigenen Nachforschungen zu machen und entdeckt schreckliches: So war der zwielichte Schaefer selbst mal Patient in der einstigen Nervenklinik und der gute Doc Gary ist ebenfalls ein Irrer, der aufmüpfige Mädchen um die Ecke bringt. Im finstren Kellergewölbe mauert er böse Mädchen ein, wo sie viel Zeit zum Nachdenken haben. Eigentlich eine löbliche Therapiemaßnahme. Als Janet dem Wirrkopf auf die Schliche kommt, geht er mit Hackebeil und Spritze bewaffnet auf sie los... Mit Edgar Allan Poe hat das Ganze außer der „Lebendig begraben“-Thematik nicht viel zu tun, stattdessen haarsträubend-blutiger End-Achtziger-Teenie-Horror-Trash mit modischen Entgleisungen und schauerlichen Songs. Schon das sie im Vorspann Poe’s Namen falsch schreiben (Allen statt Allan ... wie peinlich...) und es noch nicht mal bemerkt haben, beweist, daß sie nicht viel mit dem Poeten des Grauens am Hut haben. Die Besetzung mit den Oldtimern Vaughn, Pleasence und Carradine, die schon in schlimmeren Sachen agierten, ist schon die halbe Miete. Jeder der drei findet hier seine entsprechende Rolle. Das Drehbuch selbst scheißt auf die Logik und ist auch sonst nicht unbedingt das Gelbe vom Ei, aber Regisseur Kikoine ist es zu verdanken, daß der Abmurks-Thriller zumindest für Fans des Genres zum goutierbaren Gruselhappen wird. Ein ebenso plakativer wie unterhaltsamer Horror-Reißer. - John Carradine, dessen Karriere über 60 Jahre umfaßt, ist hier in seiner angeblich letzten Rolle zu sehen. Und das ganz kurz, aber effektiv: Er spielt den eingemauerten Vater von Dr. Gary, der im Schauer-Finale mit Rollstuhl und Zipfelmütze feixend angedonnert kommt...
- In einer frühen Nebenrolle als Sheriff, welcher einfach nichts rafft, ist Arnold Vosloo zu sehen, der als DIE MUMIE in Stephen Sommers’ gleichnamigen Remake seinen Durchbruch feierte.
- „Der Film ist streckenweise ziemlich hart, da die wenigen Morde breit ausgewalzt werden.“ (Frank Trebbin; DIE ANGST SITZT NEBEN DIR)
- „Durch die solide Spannungsdramaturgie und die beklemmende Atmosphäre kommt dann auch öfters gepflegter Grusel auf.“ (Andreas Bertler, HÖLLE AUF ERDEN)
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