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Evolver
 

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Veröffentlicht in : Filme, E

EVOLVER

 

USA 1994 / O: „Evolver“ / Prod.: Trimark Pictures / Länge: 84 Min. / FSK: ab 16

Regie: Mark Rosman / Musik: Christopher Tyng / Kamera: Jaques Haitkin / Schnitt: Brent Schoenfeld / Ausf. Prod.: Mark Amin / Prod.: Jeff Geoffray, Walter Josten, Henry Seggerman / Buch: Mark Rosman, Manny Coto / SFX: Steve Johnson

Darsteller: Ethan Embry [als Ethan Randall] (Kyle Baxter), Cassidy Rae (Jamie Saunders), John de Lancie (Russell Bennett), Paul Dooley (Jerry Briggs), Cindy Pickett (Melanie Baxter), Nassira Nicola (Ali Baxter), Chance Quinn (Zach Renzetti), Michael Champion (Squad Leader), Tim Griffin (Dwight), William H. Macy (OF, Stimme von Evolver) sowie Eugene Williams, Jamie Marsh [= James Marsh], Eric Fleeks, Mary Gordon Murray u.a.

 

Ein Killer-Roboter im Virtual-Reality-Milieu, so könnte man Mark Rosmans langatmige Teenager-SF-Plotte umschreiben. John de Lancie spielt fast eine ähnliche Rolle wie in Albert Pyuns fürchterlichem CYBER WORLD (1992): Hier gibt er den zwielichtigen Forscher Russell Bennett, der seine neuste Kreation unter die Kids bringt: einen virtuellen Spielroboter. Ausgerechnet der pubertierende Videospiel-Idiot Kyle (Ethan Randall) gewinnt bei einem Preisausschreiben die sprechende Blechbüchse, die bei den ersten Runden in der heimischen Stube noch gegen die Kommode knallt – doch mit dem Ding ist nicht zu spaßen. „Evolver“ heißt der gute Junge, der im Weihnachtsgeschäft profitabel unter die Massen gebracht werden soll. Als lernfähig wird er angepriesen, ein Begriff, für den die Autoren dieses hanebüchenen High-Tech-Thrillers mal im Lexikon nachschlagen sollten. „Evolver“ soll clever sein, der Film selbst ist es nicht. Im Datenspeicher von Kyle’s neuem Freund steckt nämlich ein militärisches Spezialprogramm, an dem Russell Bennett einst mit vernichtendem Erfolg beteiligt war. Es sollte den Feind eliminieren. Doch „Evolver“ sieht in jedem Menschen seinen Feind. Und so wird das heimische Wohnzimmer zum Schlachtfeld, denn Krieg spielen war doch schon immer ’ne coole Sache. Besonders für verzogene Rotzgören aus Amerika.

Ein weiterer dürftiger Beitrag zur Virtual-Reality-Welle der 90er, für den Mark Amin (THE INVADER, 1997) alle erdenklichen Klischees zusammen kehrte. Die wenigen entsprechenden Szenen beschränken sich auch nur darauf, dusslige Kids zu zeigen, die mit ulkigen Apparaten auf’m Nischel in simpel getrickste Cyberspace-Welten eintauchen und dienen lediglich als Lückenfüller-Lücke für die flache Story. 

 

· Neben John de Lancie alias Q tauchen noch zwei andere Epigonen aus dem STAR TREK-Universum auf: Paul Dooley (INSOMNIA), der in DEEP SPACE NINE Enabran Tain, den Führer des Obsidianischen Kommandos verkörperte und hier als Bennetts zweifelnder Chef zu sehen ist. Co-Autor Manny Coto, Regisseur des gelungenen Mad-Sciencist-Horrors DR. GIGGLES (1992), stieß ab der 3. Staffel von STAR TREK – ENTERPRISE zum Autoren- und Produzentenstab dazu.  

  • „Darstellerisch fällt nur John de Lancie auf, der als merkwürdig desinteressierter Forscher genauso starr blickt wie in seiner Paraderolle als mysteriöser Q in „Star Trek – The Next Generation.““ (MOVIESTAR)

  • „Gepaart mit diversen, bekannten Horrorelementen und viel ironischem Witz, ist EVOLVER beste Unterhaltungsware.“ (Harry Lieber, HÖLLE AUF ERDEN) 

  • „Bunter, schneller und gewalttätiger Schwachsinn.“ (HEYNE FILMJAHRBUCH 1996)

   

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