NEW EDEN - WÜSTE DES TODES
„Nach dem Gefängnis kommt die Freiheit – doch sie ist tödlich“ (Verleih)
USA 1994 / O: „New Eden“ / AT: „Der Todesplanet“ / Prod.: Davis Entertainment; MTE; Universal / Länge: 85 Min. / FSK: ab 12
Regie: Alan Metzger / Musik: Blake Leyh / Kamera: Geoffrey Erb / Ausf. Prod.: Jordan Davis / Prod.: Harvey Frand / Buch: Dan Gordon
Darsteller: Stephen Baldwin (Adams), Lisa Bonet (Lily), Tobin Bell (Ares), Michael Bowen (Kyne), Janet Herbert-Whitten (Ashtarte) u.a.
“Baldwins, wohin man sieht.” (Andreas Bertler)
So sieht der Strafvollzug im Jahre 2237 aus: Man schmeißt die Knastis einfach auf ‘nen ollen Wüstenplaneten ab. So geschehen dem verurteilten Ingenieur Adams (Stephen aus der Baldwin-Sippe) und seinem aufmüpfigen Zellengenossen Kyne (furchtbar: Michael Bowen). Während der Rest der Gefängnisinsassen den plündernden und mordenden Wüstenpiraten zum Opfer fallen, gelingt den Beiden die Flucht. Doch sie gehen getrennte Wege: Während sich Adams der friedlichen Scab-Kolonie anschließt und an die heiße Lily (Lisa Bonet) ranschmeißt, wechselt Kyne zu den barbarischen Wüstenpiraten. Natürlich kommt’s zum entscheidenden Aufeinandertreffen, doch das alles ist so langweilig geschildert, daß der Zuschauer jenes Hau-drauf-Finale nicht mehr miterleben wird. Und sonst? Brennend heißer Wüstensand, fern so fern dem Heimatland...
Als man dachte, die Sorte Film wär längst ausgestorben, da kommen die Amis mit diesem entsetzlich schwachsinnigen, überflüssigen MAD MAX-Nachzieher angewackelt. Da haun’ wir uns doch lieber einen dieser italienischen Endzeit-Barbarenschinken rein, die Anfang der 80er wie Pilze und Zombiefilme aus dem Boden schossen, da gab’s wenigstens was ordentlich zu lachen. Oder auch nicht. Viel besser ist dieser primitive Stuss nämlich auch nicht, höchstens schlechter. Aber was soll man auch erwarten von einem Drehbuchautoren, der schreiben mit scheißen verwechselte und Schauspielern, die nur blöde rumgrinsen, weil sie sonst nicht wissen, was sie tun sollen. Und der Regisseur, dieser Metzger, war offenbar etwas zu lange der gelben Sau ausgesetzt.