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Texas Chainsaw Massacre (1974)
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Veröffentlicht in : Filme, T

THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE

 

„Bei der ersten Vorführung gab es eine Bombendrohung, und wir mussten das Theater räumen. Ich sprach zweimal, und beide Male sprang ein Typ auf, nannte mich ein Faschistenschwein und rannte aus dem Kino.“ (Tobe Hooper nach der Vorführung in Cannes, zitiert nach dem Lexikon d. phant. Films)

 

USA 1974 / O: „The Texas Chainsaw Massacre“ / AT: „Blutgericht in Texas“; „Das Kettensägen-Massaker” / Laufzeit: 75 Min. / FSK: Auf diese Typen sollte man Leatherface hetzen!

Regie + Produzent: Tobe Hooper / Musik: Tobe Hooper, Wayne Bell / Kamera: Daniel Pearl / Schnitt: Sally Richardson, Larry Carroll / Ausf. Prod.: Jay Parsley / Buch + Story: Tobe Hooper, Kim Henkel

Darsteller: Marilyn Burns (Sally Hardesty), Edwin Neal (Anhalter), Jim Siedow (alter Mann), Gunnar Hansen (Leatherface), John Dugan (Großvater), Allen Danziger (Jerry), Paul A. Pertain (Franklyn Hardesty), William Vail (Kirk), Terri McMinn (Pam) sowie Jerry Lorenz, Jo Bill Hogan, Robert Corten, John Larroquette (Erzähler, OV) u.a.

 

Die junge Sally (Marilyn Burns) fährt mit ihrem an den Rollstuhl gefesselten Bruder Franklyn und einigen Freunden in eine abgelegene Gegend von Texas, um ein altes Familienanwesen aufzustöbern. Schon bald haben die jungen Leute ein recht bizarres Erlebnis: sie nehmen einen Anhalter mit, der sich mit seinem Messer schlimme Verletzungen zufügt. Als er beginnt die anderen im Kleinbus zu terrorisieren, wird er wieder auf der Straße ausgesetzt. Schon bald haben sie ihr Ziel erreicht und beginnen, die Gegend zu erkunden. Doch dann... Das Benzin ist alle und ein altes Nachbarhaus wird aufgestöbert – welches von der Psychopathen-Familie Saywer bewohnt wird. Fortan werden sie vom Schlächter Leatherface (Gunnar Hansen) mit seiner kreischenden Motorsäge gejagt und hingerichtet. Zusammen mit seiner durchgeknallten Sippe verarbeitet er ahnungslose Reisende zu Wurst...

Ein Experiment des Wahnsinns und Terrors. Was Tobe Hooper 1974 auf das ahnungslose Publikum (und noch ahnungslosere Kritiker) los lies, war zweifelsohne starker Tobak. In seinem Entstehungsjahr kann man den Film nur als eines bezeichnen: als wegweisend. Von der ersten Einstellung an strahlt er eine zermürbende, bedrohliche Atmosphäre aus und wie schon bei George A. Romero (DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN) und John Carpenter (HALLOWEEN) zeigt sich, daß die nachhaltigsten Horrorfilme die mit dem Mini-Budget sind – TEXAS CHAINSAW MASSACRE wurde zum Maßstab für alle weiteren „Gehe nicht in den Wald!“-Filme. Bis heute inspirierte und beeinflusste er zahlreiche Regisseure und reiht sich in jene Backwood-Streifen der 70er ein, in denen die Zivilisation in ländlicher Abgeschiedenheit auf den blanken Horror traf – man denke nur an Wes Cravens THE LAST HOUSE ON THE LEFT (1972), Sean S. Cunninghams FREITAG, DER 13. oder Charles Kaufman’s MUTTERTAG (beide 1980). Hooper hat so gar nichts gemein mit dem subtilen Thrill eines Alfred Hitchcock, warum sollte er auch..? Seine Bösewichter sind klar auszumachen und verstecken sich nicht hinter bürgerlichen Fassaden, sie sind nicht nur geistig, sondern auch körperlich behindert, verkrüppelt, deformiert... Einer der vielen Kritikpunkte, die Hooper faschistoide Tendenzen unterstellten und er es sich mit der Auswahl seiner Bösewichter ziemlich einfach machte. Aber warum sollte ein Behinderter nicht auch einfach nur ätzend sein? Hooper kann man kaum ein beschränktes Weltbild vorwerfen, vielmehr ist es die beschränkte Sichtweise jener Kritiker, die dem rüden Horror-Flick debile Niederträchtigkeit vorwarfen. Es sind oftmals die verkorksten Gedankengänge und Interpretationen, die einen Film in die rechte Richtung drängen, obwohl er meilenweit davon entfernt ist. Manchmal ist eine Motorsäge einfach nur eine Motorsäge und ein Film einfach nur ein Film. Neben der bizarren Geschichte mit ihrem ruppigen Umgangston dürfte schon allein der Name des Filmtitels ein Grund sein, warum Hoopers Film vor allem in Deutschland bei übereifrigen Staatsanwälten, heuchelnden Moralaposteln und schizophrenen Zensoren (sie alle sollen an dieser Stelle genannt werden) weniger gut weg kam. Ein weiterer Grund für das baldige Verbot des Films in diesem unserem Land ist das verzerrte Bild der amerikanischen Gesellschaft, in dem typische Wertevorstellungen auf den Kopf gestellt werden. Noch nie zuvor hielt das Thema „Kannibalismus innerhalb der Familie“ deutlicher und drastischer Einzug in einen Film, anderseits findet man soviel Zusammenhalt innerhalb einer Familie heute nur noch selten vor.

Das heutige Mainstream-Publikum dürfte mit Hoopers Stil so seine Schwierigkeiten haben und greift da lieber zu Marcus Nispels Hochglanz-Remake von 2003, daß sich jedoch als äußerst sehenswert und eigenständig erwies. Im krassen Gegensatz zum 74er Original spart Nispel nicht mit blutrünstigen und manchmal sogar richtig grausamen Effekten, während Hooper (trotz der intensiven Bilder von Kameramann Daniel Pearl, der diese Funktion auch im Remake inne hatte) das Grauen weitestgehend im Kopf des Zuschauers stattfinden lässt. Sein Original-TCM steht noch immer auf dem Index und im Rufe einer blutdurchtränkten Metzel-Oper, was seinem Werk hierzulande das Verbot einbrachte. Tobe Hooper arbeitete nicht mit herkömmlichen Spannungsmitteln, sein BLUTGERICHT IN TEXAS wirkt fast wie ein Dokumentarfilm und kommt ohne Blut- und Gedärme-Gewühl aus. Er schockiert und suggeriert. Das Kreischen der Motorsäge und das Zukrachen der Stahltür, hinter der Leatherface seine grausigen Verstümmelungen walten lässt, wirken weitaus mehr als jeder herausgerissene Darm. Die Blutbäder überlies er seinen vielen Nachfolgern incl. Marcus Nispel, dem die Vorwürfe, die sich Hooper damals gefallen lassen musste, erspart blieben. Tja, so ändern sich die Zeiten.

Einer der eindringlichsten Szenen markiert die Schlusseinstellung, in welcher Leatherface wild fuchtelnd mit seiner Kettensäge in den Sonnenuntergang tobt. Die reinste Schlachthof-Apokalypse.

  • Der Motorsägen schwingende Schlächter Leatherface sollte neben illustren Horror-Kollegen wie Freddy Krueger, Michael Myers, Jason und Pinhead zu den Ikonen des Genres avancieren. Inspiration fand er in dem echten Massenmörder Ed Gein, der seine Opfer verspeiste oder Kleidungsstücke aus ihnen anfertigte und auch Norman Bates und Hannibal Lecter deutlich beeinflusste.

  •  Einen Vorwurf muß sich Hooper doch gefallen lassen: daß er auch in späteren Filmen geistig und körperlich Deformierte als Bösewichter einsetzte, was mit der Zeit recht einfallslos ist. In seinem Nachfolgewerk EATEN ALIVE (1976) war es Neville Brand, der einen einbeinigen, irren Motelbesitzer spielte und seine Gäste mit der Sense jagt und ans Krokodil verfüttert. In DAS KABINETT DES SCHRECKENS (1980) ist es ein Mörder, der unter seiner Frankenstein-Maske schrecklich entstellt ist und in der Geisterbahn junge Menschen tötet. Der katholische Filmdienst riss sich zu folgender Bemerkung hin: „Ein entstellter Körper, so verstärkt der Film die kurzschlüssige Wahrnehmung, ist Indiz für eine entstellte Psyche.“ Getroffene Hunde bellen – einen Kurzschluss im Gehirn hatte offenbar der Verfasser dieses Satzes gehabt. Tobe Hooper ließ sich von solch Bemerkungen nicht beeindrucken und blieb dem Genre treu. Mit POLTERGEIST (1982) landete er einen richtigen Kassenhit, bei dem sich bis heute die Gerüchte halten, das sich Produzent Steven Spielberg nicht nur aufs produzieren beschränkte. Weiter inszenierte er die Stephen-King-Verfilmungen SALEM’S LOT (1979) und THE MANGLER (1995), den Sci-Fi-Katastrophenhorror LIFEFORCE (1985) und das effektvolle Remake INVASION VOM MARS (1986). Ab den 90ern kam mit dem Selbstentzündungs-Quatsch SPONTANEOUS COMBUSTION (1990) und dem furchtbaren TOBE HOOPER’S LIVING NIGHTMARE (1993) der Absturz in die Niederungen des B- und C-Movies, so dürfte es fraglich sein, ob wir jemals wieder einen Film von Tobe Hooper auf der Leinwand sehen dürfen. Zu seinen jüngeren Projekten zählen der abgründige APARTMENT COMPLEX (1999), der billige Teenie-Öko-Horror CROCODILE (2000), das Bohrmaschinenkiller-Remake THE TOOLBOX MURDERS (2004) und der Mystery-Thriller MORTUARY (2005). Fürs Fernsehen arbeitete er auch viel und lieferte Beiträge zu Spielbergs „Amazing Stories“, „Freddy’s Nightmares“, „Geschichten aus der Gruft“, „Taken“; des weiteren der Pilotfilm zu „Dark Skies“. Auch an John Carpenter’s BODY BAGS (1993) und dem vielversprechenden MASTERS OF HORROR (2005) beteiligte er sich. 

  • 1986 führte Hooper auch die Regie bei TEXAS CHAINSAW MASSACRE 2 mit Dennis Hopper und Bill Moseley (DAS HAUS DER 1000 LEICHEN). Jeff Burr und Kim Henkel inszenierten 1990 bzw 1994 die Fortsetzungen drei und vier. 2003 erschien das bereits erwähnte Remake des deutschen Videoclip-Regisseurs Marcus Nispel, zu dem es auch ein Prequel gibt, das 2006 heraus kommen soll und bei dem Jonathan Liebesman hinter der Kamera stehen wird.  

  • „Dieser ekelhafte Kotzbrocken, den auch abgebrühte Zuschauer nur schwer verkraften können, ist zum Kultfilm geworden. (...) Wie skrupellos Hooper zu Werke geht und mit welcher Dreistigkeit er unterstellt, jedermann müsse seines Geistes Kindes sein, dürfte schon die Impertinenz belegen, daß er in seinen Filmen immer wieder derangierte Geister auffährt, um dem Zuschauer das „Gruseln“ zu lehren.“ (Rolf Giesen & Roland M. Hahn, DAS NEUE LEXIKON DES HORRORFILMS)  

  • „Leatherface Gunnar Hansen jagte die hübsche Sally Hardesty (Marilyn Burns als frühe Scream Queen) über eine Wiese, um – Ironie des Schicksal – schließlich in das eigene Mordwerkzeug zu stolpern. Diese Szene war die einzige, in der man sehen konnte, wie die Kettensäge in das Fleisch eines Menschen fährt.“ (Rüdiger Dirk & Claudius Sowa, TEEN SCREAM) 

  • „Von zahlreichen Fans wie Kritikern hochgelobt, erweist sich der Film als stark überbewertet und relativ unblutig.“ (Andreas Bertler, HÖLLE AUF ERDEN) 

  • „...ein interessanter, vielschichtiger und diskussionswerter Genrebeitrag, der mit Sicherheit noch Generationen weiterer Filmemacher beeinflussen wird.“ (Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR) 

  • „Hemmungslos sadistischer Horrorfilm mit nervtötendem Soundtrack, technisch wie inhaltlich gleichermaßen niveaulos.“ (LEXIKON DES INTERNATIONALEN FILMS)

 

   

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Sehr guter Film

Geschrieben von: Jan Baummann am 03-07-2008 13:30

Ich finde den Texas Chainsaw Massacre von 1974 am besten da es kult ist aber so brutal und blutig wie mir alle es immer gesagt haben war er doch nicht. ich habe in diesem Film kein bischen blut gesehen .

 

...

Geschrieben von: Kankas am 28-06-2007 18:30

EIn wirklich toller Film, das Haus ist wirklich der Hammer, schade, dass man so wenig davon sieht. Das Remake ist naja, typisch für das Erscheinungsjahr und nicht besonders interessant

 

...

Geschrieben von: Gast2 am 22-04-2007 19:23

Abgesehen von den letzten 5 Minuten des Filmes ist er auch meiner Meinung nach nicht sonderlich interessant. Das Remake (Michael Bay's TCM) ist da um einiges besser!!!

 

...

Geschrieben von: Diddi am 20-02-2007 13:38

Finde das Remake von Michael Bay 
doch deutlch besser,ist viel mehr spannung und auch bessere Effekte da kommt der von `74 nicht mit!!

 

Remake

Geschrieben von: Ali am 30-11-2006 00:18

Dieser film ist Super mier hates gut gefalen

 

supaa

Geschrieben von: icke am 21-11-2006 16:26

also ich muss sagen, dass ich den film sehr gut fand...aber geschmäcker sind halt verschieden XD

 

Totaler Mist

Geschrieben von: Soulhunter am 09-11-2006 04:05

Sag nur eins :LANGWEILIG

 

Ed Gein

Geschrieben von: The Hitcher am 13-10-2006 13:45

Meiner Meinung nach war Ed Gein nicht ein Massenmörder oder Serienkiller, da er glaube ich jedenfalls nur eine Frau gekillt hat (habs gerade nachgelesen, ok, er hat 2 gekillt) 
 
Was ihn so beruehmt machte, war 1. Es war einer der ersten kranken Killer (mitte 50er Jahre) 2. Seine Mutter starb und er hatte die Leiche der Mutter zu Hause. 3. War wohl Nekrophil UND UEBERHAUPT ZIEMLICH DURCHGEKNALLT, DIE POLIZEI FAND KOERPERTEILE VON 15 VERSCHIEDENEN LEICHEN DIE ED GEIN VOM FRIEDHOF AUSGEGRABEN HATTE UND KLEIDUNGSSTUECKE UND SONSTIGEN SCHEISS GEMACHT HATTE DAMIT!!!

 

texas chainsaw massacre

Geschrieben von: ein fan am 03-09-2006 20:19

mein respekt an tope hooper.Ein sehr stark gelungener horrorstreifen,den man unbedingt gesehen haben muss. 

 

...

Geschrieben von: Buellrider am 29-08-2006 11:56

Also so heftig ist der auch nun wieder nicht, wie ihm immer nachgesagt wird. Aber trotzdem ein Meilenstein in seinem Genre in der Filmgeschichte. Muss man unbedingt gesehen haben!!!

 

Meilenstein der Filmgeschichte

Geschrieben von: BORDERLINE am 25-08-2006 13:23

..was regen sich die Leute eigentlich über solche Filme auf (???) ... es ist Allgemein bekannt welches Thema behandelt wird .. wenn ich davon Nichts halte , schaue ich mir soeinen Film nicht an ! 
TCM ( Original ) ist ein Meilenstein des Terrorkinos und hat auch 30 Jahre nach seinem Start nichts an Wirkung verloren. Das dem Film extrem Brutalitäten nachgesagt werden ist totaler Quatsch und wird in der Regel von Schwachmaten , die diesen Film Nie gesehen haben verbreitet !!! 
Sicher ... der Film ist Hart und Stellenweise Brutal aber er ( Der Film ) ist nunmal ein Klassiker ... und Gott sei Dank ist es in der Heutigen Zeit möglich dieses Werk Ungeschnitten zu bewundern ... Wer den Film noch nicht gesehen hat ... unbedingt ansehen ... danach ist das Remake nur noch Halbsogut !!!

 

...

Geschrieben von: memzehni am 22-08-2006 01:22

Ein absolut überbewerteter Film...Lediglich der Vorspann bietet einige interessante Minuten, das verspricht zunächst ganz großes Kino. Aber leider....das Remake ist bedeutend besser.

 

...

Geschrieben von: Eifelkraut am 10-04-2006 01:19

Also ich fand den gar nicht mal so schlecht. 
Aber Geschmäcker sind halt verschieden.

 

...

Geschrieben von: Gast am 23-10-2005 14:44

dümmster und einfallslosester Film aller Zeiten!!!  
 
80 minuten vergeudet :upset !!

 

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