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S P L I T S E C O N
D
bzw. ein auf „...Atmosphäre bedachter Horrorfilm, der
verschiedene Genrezutaten mixt und auch die Klimakatastrophe in die Handlung
einbaut.“ (LEXIKON DES INTERNATIONALEN FILMS)
GB
1992 / O: „Split Second“ / Prod.: Challenge Film; Muse / Länge: 87 Min. / FSK:
k.A.
Regie:
Tony Maylam, Ian Sharp
(U-Bahn-Aufnahmen) / Musik: Stephen Parsons, Francis Haines /
Kamera: Clive Tickner / Schnitt: Dan Rae / Ausf. Prod.: Keith Cavelle, Chris
Hanley / Prod.: Laura Gregory / Buch: Gary Scott Thompson
Darsteller:
Rutger Hauer (Harley Stone), Kim Cattrall (Michelle), Neil
Duncan (Dick Durkin), Alun Armstrong (Trasher), Ian Dury (Jay
Jay), Pete Postlethwaite (Paulsen), Michael J. Pollard (Rat
Catcher), Roberta Eaton (Robin), Tony Steedman (O’Donnell) sowie Steven
Hartley, Sara Storckbridge, Colin Skeaping, Ken Bones,
Stuart Harvey-Wilson, Paul Grayson u.a.
2008: Aufgrund des Treibhauseffekts sieht London aus wie
die Kloaken-Variante von Venedig. Die Stadt an der Themse ist jetzt die Stadt
in der Themse. Inmitten dieses schmuddeligen Großstadt-Molochs jagt der kaputte
Cop Stone (Rutger Hauer) einen brutalen Massenmörder, der in Vollmondnächten
seinen Opfern das Herz heraus schneidet. Da er bereits seinen Partner durch den
Serienkiller verloren hat, bekommt er widerwillig einen neuen zur Seit
gestellt, den jungen Heißsporn Durkin (Neil Duncan), frisch von der Uni. Gehen
beide anfangs noch von einem Voodoo-Ritual aus, entpuppt sich der Übeltäter
beim Showdown im U-Bahn-Tunnel als außerirdisches Monster... Brachiale Mischung aus
Dark-Future-Motiven und Monsterjagd á la ALIEN und PREDATOR, die aus diversen
Versatzstücken (alles, was damals so angesagt war) zurechtgestoppelt wurde. Mit
rüden Dialogen, stimmiger Atmosphäre und einigen überraschend blutigen
Gore-Szenen bekommt Maylam’s Genre-Bastard zwar den Videotheken-Bonus verpasst,
kann aber auch nicht verschleiern, daß das Ganze, gelinde ausgedrückt, einfach
haarsträubend ist. Die halbe Miete macht sowieso Rutger Hauer in seinem Abstieg
zur B-Movie-Knallcharge aus. Hauer übertreibt maßlos als psychisch leicht
angeknackster Polizist, aber warum er unbedingt mit ‘ner Sonnenbrille durch die
Kante stapfen muß, obwohl es eh überall duster und finster ist, wird wohl sein
Geheimnis bleiben. Egal, Hauptsache cool aussehen. Gilt auch für erboste
Kritiker.
- Für die Kreatureneffekte war hier u.a. Stephen
Norrington zuständig, der mit DEATH MACHINE ein tolles Regiedebüt gab und
mit BLADE dem Vampirfilm neue Impulse verlieh.
- In Nebenrollen mit dabei: Punk-Legende Ian Dury (THE
CROW 2) als Einlasser an der Schmuddel-Disko, Pete Postlethwaite (DIE
ÜBLICHEN VERDÄCHTIGEN) als einer von Stone`s Kollegen und Michael J. Pollard (TANGO & CASH) als
irgend so ein komischer Vogel. Und Kim Cattrall (STAR TREK VI; SEX AND THE
CITY) ist hier die Freundin von Rutger Hauer.
- „Ein atmosphärisch dichter SF-Schocker, der sich
allerdings wieder einmal darin gefällt, uns einen feuchten Kehricht über
die Motivation des „Ungeheuers“ zu sagen.“ (Ronald M. Hahn & Volker
Jansen, LEXIKON DES SCIENCE FICTION FILMS)
- „...der Film besteht primär aus Charakteren, die
sich in der Mitte der Leinwand versammeln und sich wütende Dialoge
entgegenknurren. Zumindest bietet er alle Zutaten eines
Video-Trash-Actionfilms: zerkaute Herzen, nackte Leute, große Pistolen und
Monster.“ (DIE SCIENCE
FICTION FILMENZYKLOPÄDIE)
- „Die unterdurchschnittliche Inszenierung bietet über
weite Strecken nur geklonte Genrekost und läßt rasch Langeweile aufkommen.“
(Andreas Bertler, HÖLLE AUF ERDEN)
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