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Wes Craven’s M I N D R I P P E R
„UNIVERSAL SOLDIER meets FRANKENSTEIN.“ (Heyne Filmjahrbuch 1997) USA 1995 / O: “Wes Craven’s Mind Ripper” / AT: „The Outpost“ / Prod.: Kushner-Locke-Company / Laufzeit: 92 Min. / FSK: ab 18 Regie: Joe Gayton / Musik: J. Peter Robinson / Kamera: Fernando Arguelles / Ausf. Prod.: Wes Craven / Prod.: Jonathan Craven / Buch: Jonathan Craven, Phil Mittleman
Darsteller: Lance Henriksen (Dr. Stockton), Claire Stansfield (Joanne) John Diehl (Alex), Giovanni Ribisi (Scott), Natasha Gregson-Wagner (Wendy), Gregory Sporleder (Rob), Dan Bloom (Thor), Adam Solomon (Mark), John Apicella (Larry), Peter Shepherd MIND RIPPER entstand kurz vor Wes Cravens phänomenalem Horror-Comeback SCREAM (1996), also aus jener Zeit, in der Craven’s Karriere so vor sich hin zuckelte und er als ausführender Produzent an so manch obskurer Grusel-Ware beteiligt war. Unter dem schon reichlich verschlissenem „Wes Craven presents“-Gütesiegel wurde 1995 dieses billige Alien-Rip-Off auf den kostengünstigen Videomarkt geworfen: Ein Wissenschaftsteam gabelt in der Wüste einen schwer verletzten, jungen Mann auf und beschließt diesen eben mal für ein paar Gen-Experimente zu missbrauchen. Im Auftrag der Regierung natürlich, die mal wieder einen Super-Soldaten brauch. Operation gelungen, Patient tot ... jedenfalls noch nicht ganz. Das Versuchskaninchen beginnt sich zu verändern und macht quer durch den unterirdische Labor-Komplex ’ne blutige Hetzjagd auf die Wissenschaftler. Der ausgestiegene Dr. Stockton (Lance Henriksen) wird um Hilfe gebeten, doch nicht nur ihm stockt der Atem... ...sondern auch dem einen oder anderen Zuschauer bei so einem zusammengestoppelten Alien-Blödsinn. Craven war hier ganz unten, wenn er seinen Namen für so einen Dreck hergeben musste. Doch das alles hat noch gravierendere Folgen, wenn man bedenkt, daß Sohnemann Jonathan Craven als Co-Autor beteiligt war. Tja, in jeder Familie gibt’s ein schwarzes Schaf. MIND RIPPER, diese luschige Monster-Parade, läßt kaum ein Klischee, und sei es auch noch so abgenudelt, aus. Da die Flucht durch labyrinthähnliche Gänge, hier ein Stromausfall, dort ein paar Pickel-Teenager (die späteren Newcomer Giovanni Ribisi und Natasha Gregson-Wagner in lustigen Jugendsünden), die sich als Helden des Lebens mausern. Und schon kann das erste Weib losschreien. Irgend einen auf dieser Welt muß es ja geben, der sich von solch genialen Storys begeistern läßt oder warum setzt man uns immer und immer wieder die gleiche Scheiße vor die Nase? Lance Henriksen hat schon alles durchgemacht. In Wes Cravens SCREAM 3 glänzte er als schmieriger Produzent. Claire Stansfield (die an der Seite von Lorenzo La(h)mas im unsäglichen THE SWORDSMAN und dessen Sequel GLADIATOR COP herumeierte), John Diehl (JURASSIC PARK III) und Gregory Sporleder (BLACK HAWK DOWN) spielen Henriksen’s Forscherkollegen.
Die Welt ist ein Dorf: Giovanni Ribisi und Natasha Gregson-Wagner sah man in David Lynch’s genialem LOST HIGHWAY (1997) wieder. Ein Jahr später gelang Ribisi als Pvt. Irwin Wade, dem Sanitäter in Spielberg’s DER SOLDAT JAMES RYAN, der Durchbruch. Später wirkte u.a. in der Waffen-Satire RAGE – IRRSINNIGE GEWALT (1999), im Auto-Actioner NUR NOCH 60 SEKUNDEN, Sam Raimis Mystery-Thriller THE GIFT (beide 2000) und an der Seite von Cate Blanchett in Tom Tykwer’s HEAVEN (2002) mit. Natasha Gregson-Wagner, Tochter von Natalie Wood, Stieftochter von Robert Wagner, sah man immer mal wieder im Horrorgenre, z.B. als Blutsaugerin in REVENANT, als erstes Opfer in DÜSTERE LEGENDEN (beide 1998) oder in der Fortsetzung VAMPIRES: LOS MUERTOS (2002).
Es gibt da Gerüchte, ich meine bloß mal so zum sagen, also es gibt da Gerüchte, daß MIND RIPPER nur durch rumänische Fördergelder (!) fertiggestellt werden konnte. Das würde einiges erklären. Aber: Pssst..!
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