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KILLER KOBRA
Es klappert die Schlange am rauschenden Bach, Klipp-Klapp, Klipp-Klapp, Klipp-Klapp... USA 1998 / O: „King Cobra“ / AT: „Anaconda 2“; „Seth“ / Produktion: Trimark PicturesLaufzeit: 89 Minuten / FSK: ab 12
Regie, Drehbuch + Produktion: David & Scott Hillenbrand / Musik: David Berrel (= David Hillenbrand) Kamera: Philip D. Schwartz / Schnitt: G. W. Cearley
Darsteller: Pat Morita (Nick Hashimoto), Scott Brandon (Dr. Brad Kagan), Kasey Falko (Jo Biddle), Joseph Ruskin (Dr. Irwin Burns), Hoyt Axton (Maj. Ed Biddle), Erik Estrada (Bernie Alverez), Courtney Gains (Dr. McConnell) sowie Eric Lawson, Jerry Kernion, M. Leopard, E. Duplechin u.a. Außerordentlich geklappert hat es offensichtlich auch in den Köpfen von David & Scott Hillenbrand, als sie ihren äußerst faden Schlangen-Grusler erdachten. Im Zuge der Tier-Horror-Welle ab Ende der 90er kommt nach dem Erfolg von Luis Llosa’s groß angelegtem Big-Budget-Trash ANACONDA (1997) nun auch noch ihre KILLER KOBRA aus dem Gen-Labor schlecht gemixter Film-Zutaten angekrochen. Und die nimmt sich nicht sehr viel von ähnlichen Katastrophen-Horrorfilmchen, wie man sie bereits aus den tiefsten 70ern kennt: Mutierte, riesige Giftschlange entkommt nach missglücktem Gen-Experiment aus High-Tech-Forschungslabor, terrorisiert eine US-Kleinstadt, wo uneinsichtige Paragraphenreiter nicht auf die Warnungen besorgter Wissenschaftler hören wollen. Schließlich kommt’s zum Fressgelage, dem sich ein paar wackere Helden entgegenstellen... Harte Effekte hatten die Hillenbrands nicht im Sinne gehabt – okay, keiner sagte, das Horrorfilme so etwas brauchen. Aber wenn Story und Charaktere nicht viel hergeben und das fadenscheinige Spiel mit falschen Schreckmomenten einmal mehr nervt, so ist das eine oder andere Tröpfchen Blut das einzige, was Filme dieser Art einigermaßen interessant macht (siehe PYTHON). Was bleibt, ist spannungs- und reizloser Billig-Trash, der überhaupt nichts neues zu erzählen hat und uns mit der KING KOBRA (O-Titel) mal wieder einen besonders schlecht animierten Spezialeffekt unterjubelt. Hier steht die Langeweile Schlange. Kennt jemand Joseph Ruskin? Er war Galt, der „Meister der Sklaven“ in der selbigen STAR TREK-Episode (1967), des weiteren war er in einigen Gastauftritten als Cardassianer, Klingone und Vulkanier in den Ablegern DEEP SPACE NINE und VOYAGER zu sehen. Der Glatzkopf mit der Hakennase, den man auch als Schurke vom Dienst im Billig-Reißer CYBER TRACKER „bewundern“ durfte, spielt hier den Wissenschaftler Dr. Burns, in dessen Versuchslabor das Unheil seinen Lauf nimmt. Außerdem mit dabei: Hoyt Axton (GREMLINS) und Ex-CHIPS-Cop Erik Estrada, der in einem ausschließlich auf Lacher ausgerichteten Cameo als dicke Tunte schwuchtelige Akzente setzt und kaum wieder zu erkennen ist. Außerordentlich peinlich ist Pat Morita, der als Schlangenbeschwörer Nick Hashimoto lediglich eine tumbe Neuauflage seiner Paraderolle aus KARATE KID zum Besten gibt.
· „Skript aus dem Film-Baustein-Computer, Schauspieler ohne Chance, Inszenierung nicht erkennbar, die „Hillenbrands“ allgegenwärtig.“ (HEYNE FILMJAHRBUCH 2001)
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