Grauen auf Schloß Witley, das
Das Grauen auf Schloß Witley
Horror nach Motiven von H. P. Lovecraft: Boris Karloff stellt mit einem Meteoriten bizarre Experimente an...
USA 1965 / O: Die, Monster, Die! / AT: Monster of Terror / Prod.: American International Pictures / Länge: 73 Min.
Regie: Daniel Haller / Musik: Don Banks / Kamera: Paul Beeson / Schnitt: Alfred Cox / Prod.: Pat Green Ausf. Prod.: Samuel Z. Arkoff & James H. Nicholson / Buch: Jerry Sohl / LV: H. P. Lovecraft
Mit Boris Karloff (Nahum Witley), Nick Adams (Stephen Reinhart), Suzan Farmer (Susan Witley), Freda Jackson (Letitia Witley), Terence de Marney (Merwyn), Patrick Magee (Dr. Henderson), Paul Farrell (Jason), Harold Goodwin (Taxifahrer), Sydney Bromley (Pierce) sowie Leslie Dwyar, Billy Milton, Sheila Raynor u.a.
Es war keine Frucht solcher Welten und Sonnen, wie sie in den Teleskopen und auf den photographischen Platten unserer Observatorien zu sehen sind. Es war kein Hauch von den Himmeln, deren Bewegungen und Dimensionen unsere Astronomen vermessen oder die ihnen zu unendlich für irgendeine Messung erscheinen. Es war eine Farbe von außerhalb allen Raumes ein fürchterlicher Sendbote aus formlosen Bereichen der Unendlichkeit jenseits aller uns bekannten Natur. Aus Bereichen, deren bloße Existenz unseren Verstand betäubt und uns erstarren läßt unter den außerkosmischen Tiefen, die sich vor unseren entsetzten Augen auftun. H. P. Lovecraft, Die Farbe aus dem All
Der Amerikaner Stephen Reinhart (Nick Adams) kommt mit der Bahn nach Arkham; sein Ziel ist das Schloß Witley, auf dem er seine Verlobte Susan (Suzan Witley) besuchen möchte. Doch die Bewohner hegen nicht gerade Sympathie für die Witleys, jeder, den er nach dem Weg fragt, verweigert die Auskunft. Auf dem Schloß schließlich angekommen, wird er ziemlich harsch vom am Rollstuhl gefesselten Hausherrn Nahum Witley (Boris Karloff in einer seiner letzten Rollen) empfangen. Reinhart deckt schließlich das schreckliche Geheimnis der Familie auf: Ein strahlender Meteor befindet sich im Kellergewölbe, der Menschen in Monster verwandelt.
Wie so viele Regisseure vermag auch Daniel Haller nicht den subtilen, unterschwelligen Horror der Lovecraftschen Vorlage (sein einziger Ausflug in die Science-Fiction) filmisch überzeugend rüberzubringen. Die AIP-Produktion schielt lediglich auf äußere Effekte. Obwohl Haller durchaus Gespür für Spannung und Atmosphäre beweist und der große Karloff (bereits von seiner Krankheit gezeichnet) eine eindrucksvolle Altersvorstellung abgibt, bleibt DAS GRAUEN AUF SCHLOSS WITLEY ein letztendlich zwiespältiges Sci-Fi-Horror-Gebräu ... dafür aber mit Sixties-Bonus und krassen Effekten!
- Der Film basiert auf H. P. Lovecrafts Kurzgeschichte The Colour Out of Space (1927). 1987 entstand mit THE CURSE ein (von Lucio Fulci produziertes) Remake, in dem der Schauspieler David Keith mit Claude Akins und Wil Wheaton in den Hauptrollen sein Regiedebüt gab.
- Daniel Haller ist offenbar ein Fan von Lovecraft-Geschichten, denn 1969 folgte eine weitere Verfilmung von ihm: der Okkult-Grusel VOODOO CHILD mit Dean Stockwell. Haller führte später in einigen Episoden von Kampfstern Galactica und Buck Rogers Regie.
- Daniel Haller vermag den subtilen Grusel des Autors Lovecraft nur in eine etwas unausgegorene Mischung aus Horror- und Science-fiction-Motiven übertragen, die mit ein paar drastischen Schockeffekten Grusel-Terrain gutmacht. (TELEVISION)
- Die Verfilmung einer H. P. Lovecraft-Geschichte bleibt ein halbgares Horror-fiction-Gebräu. (TV SPIELFILM)

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Aktualisiert (Mittwoch, den 14. September 2005 um 19:28 Uhr)

















