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Crocodile
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Veröffentlicht in : Filme, C

CROCODILE

 

Ein paar Jugendliche machen Ferien an einem See und werden von einer wütenden Krokodil-Mama angegriffen, deren Eier zerstört wurden. Regie führte Tobe Hooper, der inzwischen jeden Scheiß mitmacht/mitmachen muß

 

USA 2000 / O: „Crocodile“ / Prod.: Nu Image / Länge: 90 Min.  / FSK: ab 16

 

Regie: Tobe Hooper / Musik: Serge Colbert / Kamera: Eliot Rocket / Schnitt: Andy Horvitch, Alan Jacubowicz / Ausf. Prod.: Danny Dimbort, Lee Lazarow, Avi Lerner, Trevor Short / Prod.: Boaz Davidson, Frank DeMartini, Danny Lerner / Buch: Jace Anderson, Adam Gierasch, Michael D. Weiss / Story: Boaz Davidson

 

Darsteller: Mark McLauchlin (Brady Turner), Caitlin Martin (Claire), Chris Solari (Duncan), D. W. Reiser (Kit), Julie Mintz (Annabelle) sowie Sommer Knight, Rhett Jordan, Greg Wayne, Harrison Young, Terrence Evans u.a.

 

Ja, lange ist’s her, da inszenierte Tobe Hooper einen ebenso kontroversen wie richtungsweisenden Genre-Klassiker um mordende Hinterwäldler-Psychos – der Film brauch’ sicherlich nicht vorgestellt werden, TEXAS CHAINSAW MASSACRE hieß er, in dem Hooper eine Ikone der Popkultur kreierte: Leatherface, den Kettensägen schwingenden Fettwanst. In LIFEFORCE, dem genialen Mix aus Science-Fiction-Horror, Endzeit- und Katastrophenfilm schickte er mit Mathilda May den wahrscheinlichst erotischsten Vampir aus dem Weltall auf die Erde und mit POLTERGEIST landete er noch dazu einen richtigen Kassenschlager. Dann kam der unvermeidliche Absturz in die Niederungen des Trash-Films mit Streifen wie TOBE HOOPERS LIVING NIGHTMARE und FIRE SYNDROME, echt schlechter Genre-Ramsch, so mies, daß er das einstige Horror-Talent nicht vermissen, sondern überflüssig erscheinen läßt. Er zählte zu den Größen des modernen Horrorfilms, nun taugt er nur noch zu armseligen Auftragsarbeiten, die einzig und allein seinen Lebensunterhalt sichern sollen. Inzwischen frisst er sein Gnadenbrot bei Nu Image, die sich auf Teenie orientierten Tier- und Monster-Horror á la SPIDERS und OCTOPUS spezialisiert haben – Tobe Hooper mittendrin in der Karrieren-Sackgasse. Mit einem wütendem Krokodil, dessen Nachkommen vernichtet wurden und nun auf Rache sinnt, beschäftigt er sich inzwischen. Die Protagonisten: Bekloppte Jugendliche, besoffene Angler, zwielichte Hinterwald-Typen, die übliche Sheriff-Charge usw. usf. – alle mit einem großen Schild um den Hals, auf dem drauf steht: „Friss mich!“ Kroko’s blutige Fressattacken sind denn auch die zweifelhaften Höhepunkte in einer armseligen Tier-Angriff-Geschichte, die einmal mehr Tobe Hooper’s traurigen Absturz dokumentiert. Brav folgt er den Klischees und gängigen Situationen, wie wir sie schon x-mal zuvor gesehen haben, in einem billigem Öko-Streifen, der nichts überraschendes zu bieten hat und einfach alte Kamellen hochkaut ... bis zum Erbrechen. Es reicht höchstens zu unangebrachten Selbstzitaten, so kreischt kurz eine Kettensäge auf, als unglückliche Erinnerung an längst vergangene Zeiten. Mit Tobe Hooper ist einfach nicht mehr viel los. 

   

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