USA 2004 / O: „Alien Lockdown“ / Prod.: Nu Image / Laufzeit: 88 Min. / FSK: ab 16
Regie: Tim Cox / Musik: John Dickson / Kamera: John S. Bartley / Schnitt: Marc Jakubowicz, Joe Plenys / Ausf. Prod.: Danny Dimbort, Avi Lerner, Trevor Short / Prod.: Ken Badish, Boaz Davidson / Buch: Ross Helford, T. M. Van Ostrand / Story: Ken Badish, Boaz Davidson, John Thompson
Darsteller: John Savage (Dr. Woodman), James Marshall (Charlie Dryfuss), Michelle Goh (Talon), Martin Kove (Anslow), Stanislav Dimitrov (Creature), Nathan Perez (Meyer), T. M. Van Ostrand (Green), David Kallaway (Kerns) sowie Atanas Srebrev, Stanimir Stamatov u.a.
Ein Forschungskomplex in den Rocky Mountains, ein beknackter Wissenschaftler, ein genmanipuliertes Monster, ein Militär-Trupp mit so richtig harten Burschen. Da brauch ich gar nichts weiter zu erklären, schon ist klar, worum’s hier geht: Um den Titel „einfallsloseste und überflüssigste Monsterjagd aller Zeiten“.
Es ist schon erstaunlich, welch’ ausgelutschte Kamellen uns die Leute von Nu Image unterjubeln wollen, ich meine, so blöd können die ihren Zuschauern gar nicht kommen, wie sie es brauchen. Hinter Nu Image stecken die Macher zahlreicher preiswert produzierter Monsterheuler für den B-Movie-Markt: OCTOPUS, SPIDERS, CROCODILE, SHARK ATTACK, MOSQUITO MAN, LARVA, SHARKMAN... Weder bei der Auswahl ihrer Drehbücher, noch ihrer Filmtitel waren Boaz Davidson und Konsorten besonders kreativ, was wohl beabsichtigt war. Man soll gleich wissen, wohin es geht. In die Abgründe des schlechten Geschmacks.
Regisseur Tony Cox möchte sich an „Vorbilder“ wie ALIEN VS. PREDATOR heranpirschen, der zwar auch unter aller Kanone war, aber immerhin visuell überzeugen konnte. Bei ALIEN LOCKDOWN (Originaltitel) – Fehlanzeige. Bei einem Film dieser Kategorie war auch nichts anderes zu erwarten als eine billig hingeklatschte und ziemlich stupide Monsterhatz, die das Genre fast 20 Jahre nach hinten katapultiert, in jene Zeit also, in der James Cameron seine fulminante Fortsetzung ALIENS (1986) drehte. Der machte sich (ja, damals war’s...) noch Gedanken über Drehbuchinhalt und Charakterentwicklung, etwas, womit ich bei einer Produktion aus dem Hause Nu Image nie rechnen würde. Aber dann will ich mich wenigstens spannend und kurzweilig unterhalten, doch auch da versagt Cox kläglich. Als tumbe Konsolenballerei mag dieses Flickwerk noch durchgehen, kann man doch bei einem Videogame selbst irgendwelche Viecher oder Soldaten abknallen. Aber in dieser Form erzeugt diese auf Spielfilmformat aufgeblähte Dauerballerei nur Langweile und Hustenanfälle. Neben jämmerlichen CGI-Patzern (man denke nur an die Computer animierten Helikopter) wetteifern sowohl das Monster als auch Hauptdarstellerin Michelle Goh darum, wer blöder aussieht. Deutlich angelehnt an Kate Beckinsale in UNDERWORLD und Sanaa Lathan in ALIEN VS. PREDATOR kämpft und ballert sich Goh als Mannschaftsführerin im Leder-Outfit durch alle möglichen Klischees und Dialogen auf Kindergarten-Niveau, ohne auch nur zu ahnen, wie sehr sie sich der Lächerlichkeit preis gibt. John Savage jedenfalls schien mit gewolltem Spaß an der Sache zu sein, vielleicht war er auch nur besoffen, wer weiß... – er spielt den verrückten Wissenschaftler so, als gehe es um eine neue Definition von „Over Acting“: Grimassierend, chargierend und wild gestikulierend hampelt er als egozentrisch-zausliger Monster-Macher durch die billigen Kulissen, daß es eine wahre Freude ist. Savage’s überzogene Darstellung lässt jede Ernsthaftigkeit vermissen, die so eine Rolle nicht braucht, doch bleibt sein Dr. Woodman nur eine weitere lahme Neuauflage des Mad Sciencist. Ihm zur Seite steht James Marshall (DOWN) als windiger Computerspezialist, neben Woodman der einzige Überlebende im Forschungskomplex, nach dem die von ihm erschaffene Kreatur so ziemlich alle Wissenschaftler dezimiert hat. C-Movie-Star Martin Kove (CROCODILE II) ist als hinterhältiger Auftraggeber mit dabei, der ganz eigene Absichten verfolgt: er ist hinter einem magischem Stein her, der vor vielen Jahren auf die Erde geplumpst ist und außerirdisches Genmaterial enthielt.
Der ganze Genre-Unrat wurde denn auch genauso originell umgesetzt, wie er sich anhört. CREATURE scheitert einfach in allen Belangen und scheinen sie auch noch so belanglos. Selbst den Titel „einfallsloseste und überflüssigste Monsterjagd aller Zeiten“ verfehlt er, nicht mal das hat er geschafft. Da gibt’s eben einfach zu viele Anwärter – siehe ALIEN VS. PREDATOR. Doch in die Top Ten wird es der von Tim Cox träge inszenierte Billigklopper mit Sicherheit schaffen.
Kameramann John S. Bartley schuf auch den düsteren Look für AKTE X. Tim Cox kurbelte 2005 für Nu Image auch den deutlich besseren Ekel-Öko-Horror LARVA herunter.
John Savage leistet es sich des öfteren, in Gurken wie diesen mal so richtig daneben zu benehmen. Als Charakterdarsteller ist er jedenfalls sehr gefragt: in Michael Ciminos Antikriegsdrama DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN (1978) spielte er an der Seite von Robert De Niro und Christopher Walken einen gebrochenen Vietnamsoldaten, in Milos Forman’s Musical HAIR (1979) einen aufmüpfigen Hippie, außerdem sah man ihn in DER PATE III (1990), Ridley Scotts Flop WHITE SQUALL (1996) und Terrence Mallicks Meisterwerk THE THIN RED LINE (1998).
Und hier noch ein Auszug aus der interessanten Filmografie von Michelle Goh:
„Da aber weder Geld, noch ein halbwegs interessanter Plot, Figuren aus etwas anderem als Holz oder – für einen Film dieses Titels essentiell – sehenswertes Monster dabei sind, ein Schuss in den Ofen. Schade.“ (VIRUS # 5)
I 1989 / O: „Shocking Dark“ / AT: „Alienators“; „Contaminator – Die Mordmaschine aus der Zukunft“; „Terminator II” (!) / Prod.: Flora Film / Laufzeit: 82 Min. / FSK: ab 18
Regie: Vincent Dawn [= Bruno Mattei] / Musik: Flippermusic, Carlo Maria Cordio / Kamera: Richard Grassetti / Schnitt: J. B. Matthew [= Bruno Mattei] / Prod.: Franco Gaudenzi / Story & Buch: Clyde Anderson [= Claudio Fragasso] / SFX: Francesco und Gaettano Paolocci
Darsteller: Christofer Ahrens (Samuel Fuller), Haven Tyler (Sara), Geretta Ciancarlo Field (Koster), Tony Lombardo [= Fausto Lombardi] (Lt. Franzini), Mark Steinborn (Commander Dalton Bond), Dominica Coulson (Samantha) sowie Clive Riche, Paul Norman Allen, Cortland Reilly, Richard Ross, Bruce McFarland u.a.
Als Recyclingsfilmer wollte der Italiener Bruno Mattei offenbar in die Filmgeschichte eingehen und wenn er das tatsächlich vorgehabt hatte, Glückwunsch!, dann ist es ihm glorreich gelungen - die meisten Menschen verfehlen ihr Lebensziel. 1989 verbockte er CONTAMINATOR ... oder auch SHOCKING DARK, wie sein Machwerk ganz passend im Original heißt. Ja, schockierend ist das schon, was heute so alles auf Zelluloid gepreßt wird... Nach zahlreichen chemischen Versuchen ist das Venedig der Zukunft zur verseuchten Geisterstadt geworden.(kein Wunder, nach dieser Touristenschwemme!). Und jeder hat dort so seine Problemchen: Wissenschaftler und Elite-Soldaten der Mega-Force müssen in dunklen Labors gegen ein mutiertes Monster ankämpfen, während sich ihr Befehlshaber, Commander Fuller, als garstiger Android entpuppt. Das Labor explodiert, nur zwei Frauen können sich auf der Flucht vor Fuller mittels Teleporter in die Vergangenheit retten. Das kann ja nur schief gehen...
Dark-Future-Sci-Fi, Gen-Horror, Öko-Thriller, Zeitreise-Abenteuer, Androiden-Action ... so viele Zutaten, so viel Müll. Die ersten Bilder der verseuchten, verlassenen Geisterstadt Venedig sind ja noch ganz stimmig, aber leider sind im weiteren Verlauf Story, Tricks und deren Umsetzung so himmelsschreiend schlecht, daß man diesen wüsten Genre-Murks in irgend einem Jauche-Tümpel, in dem er spielt, versenken möchte. Mattei kopiert ziemlich schlecht bei zwei großartigen James-Cameron-Klassikern: Zum einen TERMINATOR (1984), zum anderen ALIENS (1986) - von beiden Filmen klaut er ganze Sequenzen. Schockierend! Ein Trash-Knaller der übelsten Sorte mit einem würdigen beknackten Schluß, irren Schauspielern – und reichlich Party-Potential!!!
·Bruno Mattei (geb. 30.07.1931 in Rom) hatte nach eigener Aussage in mehr als hundert Filmen als Cutter oder Tontechniker gearbeitet, bevor er zum ersten Mal selber Regie führte. Er hat es sich zur Bestimmung gemacht, erfolgreiche Kinohits gnadenlos zu imitieren, bis zur Vergasung! Nur geht es bei ihm erheblich billiger, brutaler und schlechter zur Sache. Auf sein Konto gehen u.a. der Nazi-Frauenlagerfilm KZ 9 (1976), der kannibalistische Zombie-Action-Reißer HÖLLE DER LEBENDEN TOTEN (1981), der Frauenknast-Trash LAURA – EINE FRAU GEHT DURCH DIE HÖLLE (mit Laura Gemser); der plump-brutale Endzeit-Horror RIFFS 3 (1984), in dem eine Rockerbande von mutierten Ratten bedroht wird, und der verspätete DER WEISSE HAI-Abklatsch BEAST – UNHEIMLICHE TIEFE (1995). Mattei war es auch, der ZOMBI 3 verbockte und den Film beendete, nachdem der ursprüngliche Regisseur, Splatter-Maestro Lucio Fulci, durch Krankheit ausschied. Das befürchtete Untoten-Kuddelmuddel war dank Mattei’s unprofessioneller Arbeitsweise das Endergebnis. Ach ja, eine Unmenge von Pseudonymen hat der Herr auch noch auf Lager, wobei Vincent Dawn sein wohl berühmt-berüchtigstes ist.
Tony Lombardo war auch in RIFFS 3 (der im Original „Rats – Notte di Terrore“ heißt und nichts mit den anderen beiden RIFFS-Filmen zu tun hat) unter Mattei’s Regie dabei – selber Schuld.
„Das tölpelhafte Chargieren der hölzernen Darsteller erstickt die geringe Spannung, die bei einem solchen Italo-C-Knaller aufkommt, im Keim.“ (Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR)
„Ein müdes Ding, dem es nicht nur an Logik mangelt.“ (Ronald M. Hahn & Volker Jansen, LEXIKON DES SCIENCE FICTION FILMS)
„Anspruchsloser Science-Fiction-Film mit haarsträubenden Frauenklischees; unlogisch hergeleitet und lieblos ausgestattet.“ (LEXIKON DES INTERNATIONALEN FILMS)
USA 1995 / O : « Terminal Justice » / Länge : ca. 90 Min. / FSK: ab 18
Regie: Rick King / Musik: Michael Hoenig / Kamera: Chris Holmes Jr. / Schnitt: Jeff Bessner / Ausf. Prod.: Jon Kramer, David Newlon, Bradford Pollack / Prod.: David Lancaster / Buch: Wynn McLaughlin, Frederick Bailey
Mit Lorenzo Lamas (Sgt. Bobby Chase), Chris Sarandon (Reginald Matthews), Peter Coyote (Deacon Vivyan), Kari Salin [=Kari Wuhrer] (Pamela Travis), Barry Flatman (Phillips), Tod Thawley (Hiroshi Takamura) sowie Barry Yourgrau, Calvin Green, Catherine Blythe, Lori Heath, Lynne Cormack u.a.
Flop-Star Lorenzo Lamas als mit Röntgenaugen ausgestatteter Bulle, halb Bobby-Cop, halb Robocop, contra Chris Sarandon (BORDELLO OF BLOOD), der als dümmlich auftretender Cyberdrogenboß Reginald Matthews einfach zum Umfallen ist. Im Jahre 2008 dealt Matthews’ Bande mit digitalen Drogen und geklonten Girlies; bevorzugte Kunden: die üblichen perversen Freier. Der lahme Lamas paßt sich den tollpatschig inszenierten Actionsequenzen von Rick, dem Güllefilm-King, an und sagt den platten Schurken den Kampf an... Einer der langweiligsten Virtual-Reality-Schinken, die dieses Genre Mitte der 90er ausgekotzt hat. Los, hol’ den guten, alten Gameboy raus und du wirst was wirklich spannendes erleben.
Was der eigentlich renommierte Peter Coyote (E. T.; SPHERE; ERIN BROKOVICH) hier als verrückter Wissenschaftler im Schlafanzug zu suchen hat, wird wohl nur sein (Bank-) Geheimnis bleiben...
„Über weite Strecken lahm und eintönig inszenierter Cop-Actioner, der mit wenig überzeugenden SF-Elementen mehr Schein als sein vorzugeben versucht.“ (Harry Lieber, HÖLLE AUF ERDEN)
Produzent Charles Band und Regisseur Albert Pyun lassen mal wieder die Sau raus: In einem virtuellen Computerspiel, das bekloppte Teenie-Plagen verschluckt....
USA 1992 / O: „Arcade“ / Prod.: Full Moon Entertainment / Länge:Min. / FSK: ab 16
Regie: Albert Pyun / Musik: Tony Riparetti / Kamera: George Mooradian / Schnitt: Miles Wynton / Ausf. Prod.: Charles Band / Prod.: Cathy Gesualdo / Buch: David S. Goyer / Story: Charles Band
Darsteller: Megan Ward (Alex Manning), Peter Billingsey (Nick), John DeLancie (Difford), Seth Green (Stilts), Norbert Weisser (Albert), Sharon Farrell (Alex’s Mom), A. J. Langer (Laurie), Bryan Dattillo (Greg), Don Stark (Finster) sowie Brandon Rane, B. J. Barie, Humberto Ortitz, Dorothy Dells, Jonathan Fuller (Arcade, OF) u.a.
Die Welle der Virtual-Reality-Filme, die über die 90er Jahre hinweg und darüber hinaus an uns haftete wie eine schorfige Schuppenflechte, brachte diesen Full-Moon-Emporkömmling hervor:
John DeLancie spielt einen Typ namens Difford, der als Propagandist für einen Riesen-Konzern arbeitet und in einer Spielhölle namens „Dante’s Inferno“ (der beste Gag des gesamten Films) Werbung für das neuste Produkt seiner Firma macht: Arcade. Das eine oder andere, leicht genervte Augenrollen von DeLancie läßt Erinnerung an seine Paraderolle als Q wach werden – als komische Schreckens-Kreation des STAR TREK-Lausbubengottes mag der von Albert Pyun sehr lasch inszenierte Sci-Fi-Thriller einigermaßen überzeugend sein, als ernstzunehmende Abhandlung der Virtual-Reality-Thematik weniger. „Arcade“ ist ein Spiel, welches die Grenzen der virtuellen Welt überschreitet, was natürlich kein Aas weiß. Ein par doofe Kids (u.a. Seth Green aus DIE KILLERHAND in einem unrühmlichen Daneben-Auftritt) versuchen sich an dem verdammten Ding und bleiben für immer darin gefangen. Darunter der Freund von Alex (einschläfernd: Megan Ward), die seit dem Selbstmord ihrer Mutter an einem Trauma leidet und mit ihrem Kumpel Nick (Peter Billingsey) in die CYBER WORLD aufbricht um sich dem virtuellen Maschinen-Monster zu stellen. Albert Pyun-Stammschauspieler Norbert Weisser hat den üblichen Gastauftritt am Rande des Wahnsinns, als Programmierer Albert, der den Kids zu Hilfe kommt. Dem Film kann er leider nicht mehr helfen. Denn wie sehr Charles Band mit seinen meistens unsäglichen Full-Moon-Produktionen daneben liegt, merkt man daran, daß ARCADE, dieses bahnbrechende Virtual-Reality-Spiel, auf dem die Kids abfahren sollen, selbst alter Käse ist. Was auch auf den gesamten Film zutrifft, in dem nur stellenweise und nicht besonders glaubwürdig auf die Gefahren der Spielsucht aufmerksam gemacht wird. Albert Pyun interessierte da lieber Action und Effekte – als Sparversion von TRON und DER RASENMÄHERMANN und auf dem Niveau eines billigen CD-ROM-Spiels ... mit Kratzern drauf.
„Verspieltes Computermärchen mit viel technischem Aufwand und einigen psychoanalytischen Andeutungen.“ (LEXIKON DES INTERNATIONALEN FILMS)
„Wenig aufregende Full-Moon-Variante vom Einstieg in die virtuelle Realität.“ (KINO VIDEOJAHRBUCH 1994)
„Diese dümmliche Charles-Band-Produktion kann mit ihren billigen Computerwelten keinen Konsolen-Freak vom Hocker reißen.“ (TELEVISION)
„Da draußen sind die verdammten Zähne des Todes...“ –
Oh, nein, nicht schon wieder Stefan Raab!
USA 2002 / O: „Crocodile II: Death Swamp“ / Prod.: Nu Image / Länge: 90 Min. / FSK: ab 16
Regie: Gary Jones / Musik: Bill Wandel / Kamera: Rasool Ellore / Schnitt: Allison Learned / Ausf. Prod.: Danny Dimbort, Avi Lerner, Trevor Short / Prod.: Boaz Davidson, Frank DeMartini / Buch: Jace Anderson, Adam Gierarsch ... äh ... Gierasch / Make-Up-Effekte: Robert Hall
Darsteller: Heidi Noelle Lenhart (Mia), Chuck Walczak (Zach), Jon Sklaroff (Sol), Darryl Theirse (Max), David Valcin (Justin), James Parks (Squid), Martin Kove (Roland), Steve Moreno (Brian), Billy Rieck (Pete) sowie Anna Cranage, Dan Martin, Sean Euro, Suzanne Thirumur, Allison Learned, Frank DeMartini (ungenannt, Taxifahrer) u.a.
Wieder so ’ne Tier-Horror-Lusche aus dem Hause Nu Image. Diesmal bringen vier total bekloppte, von einem Quoten-Neger angeführte Gangster, die gerade einen Banküberfall hinter sich haben, ein Flugzeug in einem riesigen Sumpfgebiet zum Absturz. Eigentlich sollte die Maschine ja umkehren, um einer nahenden Sturmfront auszuweichen, doch unsre bösen Buben zaubern schwuppdiwupp ihre tollen Knarren hervor und bringen die Maschine so in ihre Gewalt. Waffen an Bord eines Passagierflugzeuges spielten ja schon beim 11. September keine Rolle, warum also auch nicht hier? Und was lauert im Sumpf für ein grünes Ding? Ich verrat’s Euch: ein schlampig getrickstes Riesenkrokodil, das, wie es sich für einen ordentlichen Nu-Image-Schundi gehört, so lächerlich wie möglich aussieht. Und wer noch? Das weiß ich auch: Gestrauchelte Filmexistenzen, versumpft im Karriere-Sumpf.
C-Movie-Star Martin Kove (ASSAULT ON DEVIL’S ISLAND; THE OUTFIT) ist als Billig-„Crocodile Dundee“ (Marke: versoffen und raubeinig) ganz in seinem Element. Wir auch und schreien: „Halt’s Maul, du Kunde!"
Regisseur Gary Jones verbockte auch MOSQUITO (1995), SPIDERS (2000) und RAPTOR ISLAND 2: RAPTOR PLANET (2005). Die Titel sagen alles.