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“Wenn einer meiner Filme ein Erfolg werden sollte, weiß ich, dass ich etwas falsch gemacht habe.” (Woody Allen)
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Phrasendrescher III
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Mittwoch, 16. Januar 2008
 

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Wieder fanden die BILD-Speichellecker anerkennende Worte für die drollig-schrullige Unions-Trulla Angela Merkel, als sie sich auf der Bundespressekonferenz mutig den kritischen Fragen der anwesenden Journalisten-Meute stellte und die Einigkeit, das Recht und die Freiheit innerhalb der großen Kloalition heraufbeschwor. Angesprochen auf Kochs Wahlkampfstil drehte sie mit der Feststellung, dass der hessische Dampfdackel das Thema Jugendgewalt nicht so einfach aus dem Hut gezaubert habe, die Augen nach oben: "Seit 2003 hat die CDU das Thema auf die Tagesordnung gesetzt." Wie man sieht: mit durchschlagendem Erfolg: Angela Merkel dreht die Augen nach oben und die Jugend dreht durch. Klasse, Frau Kanzlerin! Mit der abstrusen Rechtfertigung "Im Wahlkampf dürfe es keine Tabuthemen geben" stellte sie sich mal wieder (oder immer noch) vor Galgenschwengel Rolli Koch und wenn sie da so stehen, sollte man sie gleich in eine Ecke stellen, wo sie denn alt, grau und wirr werden sollen. Viel fehlt ihnen nicht dazu. Dann blubberte sie noch, dass "die Politik Themen aufgreifen muss, die die Menschen bewegen". Ach Gottchen, das wäre ja mal ganz was neues. Und dafür bekam die Worthülsen-Akrobatin aus der Uckermark von dem von ihr gewählten Bundespräsidenten "für ihre herausragenden Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland" den Verdienstorden verliehen. Den hätte sie sich auch selbst an die Titte hängen können.  

Im übrigen dürfte auch Dickie-Dirty Kai Diekmann und seine debile BILD-Hetzbrigade froh über den schrecklichen Vorfall in der Münchner U-Bahn gewesen sein: in Hinblick auf die sinkende Auflagenzahl traten sie gleich eine Serie über Ausländerkriminalität, Asylbetrug und ausländische Gewalttäter, die unser Rechtssystem mißbrauchen,  los, wofür sie denn auch Lob und Anerkennung von ihrer verlotterten Stammtisch-Stammleserschaft bekamen: Bravo, BILD! Macht weiter so! Bleibt dran! Für die Unterstützung im CDU-Wahlkampf bedankte sich das unheimliche Merkel beim Neujahrsgipfel, wo die Axel Springer AG 400 Topf-Promis einlud, artig bei Tante Friede.  Das gehört sich ja auch so.  

Übrigens: Beim Neujahrsempfang der Axel Springer AG, wo all die Arschlöcher aus Politik, Wirtschaft und Medien-Meinungsmacherei zusammen kamen, ließ Vorstandschef Mathias Döpfner gleich eine Drohgebärde los: 2008 wird ein amerikanisches Jahr. Und frug sich, warum Berlin und Deutschland so antiamerikanisch wie nie sind.  Soll er sich das ruhig fragen, diese Nappsülze. Ich selbst habe übrigens gar nichts gegen Amerika. Ein wunderschönes Land. Das Problem sind die Leute, die da leben. Liedermacher Wolf Biermann, der seinen Namen hat zur Berufung werden lassen (und das nicht erst, seit er in einem Anfall von Geistesverwirrtheit Saddam Hussein als neuen Adolf Hitler bezeichnete!) fand laut BILD-Schreiberling Michael Sauerbier die beste Erklärung: "Die Deutschen werden den Amerikanern nie verzeihen, dass sie ihnen dankbar sein müssen." Biermann und Sauerbier, das bedeutet: Hohle Phrasen aus noch hohleren Köpfen. Rückblickend war das gar nicht mal so schlimm, dass sie den Biermann damals aus der DDR ausgewiesen haben; sie werden sich schon was dabei gedacht haben.

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Zu viele Köche verderben den Brei
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Montag, 14. Januar 2008
 

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Auch das noch: „Jetzt redet Frau Koch.“ Was für eine Drohung. Unter dieser Überschrift platzte Anke Koch am 12. Januar in Springer’s Kampfpresse doch tatsächlich der Kragen: „Man kann aus meinem Mann keinen Verbrecher machen“, jammerte sie. Zu spät: das hat Rolli Koch, bei dem was er so auf dem Kerbholz hat, ganz alleine zu verantworten. Der Grund für ihr Wehklagen waren die Äußerungen von SPD-Fraktionschef Peter Struck, der auch schon so manchen Unsinn verzapfte („Deutschland muss am Hindukusch verteidigt werden“), aber in einem lichten Moment durchaus richtig erkannte, dass Roland Koch von Herzen froh war, dass dieser schreckliche Vorfall in der Münchner U-Bahn passierte. Nicht nur er fragte sich, „ob Herr Koch das Thema auch so hochgezogen hätte, wenn es zwei deutsche Jugendliche gewesen wären, die diesen Rentner da malträtiert haben.“ Und so hechelte und heuchelte Anke Koch so, wie sie es als brave, anständige und lernfähige Ehefrau von ihrem Gatten abgeschaut hat: „Ich habe schon einige Wahlkämpfe mitgemacht, aber was im Moment läuft, das tut mir wahnsinnig weh. Mein Mann hat doch nichts gegen Ausländer! Er hat so viel für die Integration getan.“ Seine eigene hat er aber verpasst. Manchmal sollten Politikergattinnen einfach nur die Fresse halten, es reicht schon, wenn ihre Männer uns mit ihrem Unsinnsgestammel belasten. Das ist doch schizophren, wenn ausgerechnet eine Anke Koch empört und erschüttert palavert, dass man so keinen Wahlkampf machen könne und dies alles unter der Gürtellinie liegt. Da hat sie aber die Wahlkampfmethoden ihres Mannes, dem ja nichts zu schade war, um an der Macht zu bleiben, gründlich vergrunzt. Und so mutierte Hessens First Lady zur Furz Lady, die ihre stinkigen Gehirnblähungen ins Kackblatt BILD hinein pupste, aber doch nur ein Fall für die Klärgrube politischer Ausscheidungen ist, wobei sie freilich aufpassen sollte, dass ihre giftigen Methan-Gase, die sie bei ihren abstrusen Denkvorgängen dampfend absondert, nicht zur eigenen Explosion führen. Was zumindest für die Allgemeinheit gar nicht mal so tragisch sein dürfte. Anstatt konstruktive Lösungen für das vorhandene und bestehende Problem jugendliche Gewalttäter und Kriminelle mit Migrationshintergrund anzubieten, nutzt ein Roland Koch, die Verkörperung des korrupten Politikers schlechthin, die Situation für seine  Wahlkampfzwecke schamlos aus. Die CSU geht sogar noch einen Schritt weiter: bei denen ziert sogar das Video-Abbild jener Überwachungskamera, die in der Münchner U-Bahn den schrecklichen Vorfall dokumentierte, ein Wahlkampfplakat – perverser geht’s kaum. Und dann stellt sich eine Frau Anke Koch hin und plustert sich im Namen ihres Mannes als Sprachrohr für schweigende Mehrheiten und Meinungsunterdrückte auf: „Mein Mann spricht doch nur aus, was die Menschen sich nicht mehr trauen zu sagen. Er tut eben etwas, was nicht mehr genehm ist: Er sagt, was Millionen Menschen denken.“ Das denkt sie, diese Schreckschraube, die in der BILD-Zeitung die richtige Plattform für ihre Plattheiten gefunden hat, denn nur dort konnte man in der Vergangenheit lesen, dass man in Deutschland nicht mehr seine Meinung sagen darf. Ehrlich gesagt: bei so mancher Meinung ist das auch besser so. Für all die Versäumnisse und Verfehlungen in der Politik müssen eben andere büßen; da wird nicht gefragt warum das alles passiert, geschweige denn Hintergründe und Ursachen, die erforscht werden. Anstatt bestehende Gesetze sinnvoll anzuwenden, haben die Innenminister (bzw. Biertischstrategen) von CDU/CSU nichts anderes im Sinn, als auf Kochs Schleimspur herum zu kriechen, was bedeutet: ausländische Straftäter, die schneller ausgewiesen werden sollen, Fahrverbote für jugendliche Gewalttäter (So ein Schwachsinn: als ob sie das daran hindert, Rentner in der U-Bahn zusammen zu schlagen), Warnschussarrest, höhere Strafen und, was natürlich nicht fehlen darf, ein Verbot menschenverachtender Killerspiele. Bei letzterem müssten sie sich glatt selbst verbieten: ein übles Spiel, was hier getrieben wird. Danke, Anke.        

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Phrasendrescher II
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Dienstag, 8. Januar 2008
 

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Pünktlich zum Wahlkampfbeginn entdeckte Doitschlands widerlichster und populistischster Volksverhetzer, der hessische Knochen-Koch, die Kriminalität und Gewaltbereitschaft junger Ausländer - für sich und seine Unions-Lakaien. Da fragt man sich, wo sie vorher waren. Ganz einfach: sie wurden nicht wahrgenommen, blieben unbeachtet, man hat sie totgeschwiegen und taugen offensichtlich nur als Wahlkampfwaffe. Den jahrelangen Versäumnissen in der Einwanderungspolitik, aber auch in Bezug auf die Schul- und Ausbildungsmisere möchte man nun mit den üblichen Hauruck-Aktionen begegnen: einschliessen, wegsperren, ausweisen. Unterstützung findet Polit-Rambo Koch in der hauseigenen CDU-Kampfpresse und selbsternannten Volkes Stimme, der kongenialen BILD-Zeitung, und unserer großen, mächtigen Volkskanzlerin, die sich hinter seinen fragwürdigen Thesen stellt, weil ihr mal wieder nichts besseres einfällt. Kein Wort über rechtsradikale Neonazi-Schägertrupps und kein Wort über die Nazi-freundlichen Haftrichter aus Halberstadt, die dem Begriff "Halberstädter Würstchen" eine ganz neue Bedeutung geben.

Von einer hört man zu dieser Thematik freilich überhaupt nichts (was vielleicht auch besser so ist), obwohl es doch auch mit in ihr Resort fällt: die Übermutter der Nation, Frau Uschi von der Leyen, diese niedersächsiche Zuchtstute.

Merkwürdig ist, das solche markigen Sprüche und Stammtischparolen gerade von denen kommen, die in dieser hysterisch aufgedrehten Fußball-WM 2006 voller patriotischer Selbstverliebtheit  Doitschlandfahne schwenkend als alle Erste gebrüllt haben: "Deutschland zu Gast bei Freunden." Viel ist davon nicht mehr übrig geblieben. Das ist es also, was das christliche Abendland ausmacht.

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Phrasendrescher
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Freitag, 4. Januar 2008
 

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Angela Merkel sprach sich wiederholt für eine „Kultur des Hinsehens" aus, doch möchte man bei ihr und dem, was sie so von sich gibt, eher für eine „Kultur des Wegsehens" plädieren. Ihr Pitbull Terrier Roland Koch möchte pünktlich zum Wahlkampfbeginn mal wieder kriminelle Ausländer abschieben. Er selbst will aber im Land bleiben. Er sollte lieber in den Untergrund abtauchen. Und U-Bahn fahren. Manchmal bekommt man da ein paar Schläge auf den Hinterkopf, die würden sogar bei ihm Wunder bewirken. Und Guido Westerwelle? Er, der von Jahr zu Jahr immer größenwahnsinniger wird, bietet sich in seiner Zwangshaltung als männliche Zwangsprostituierte gar als „Freiheitsstatue" an. Das Mückengesicht redet so, als habe ihn was gestochen. Er sollte lieber Fallschirmspringen. Wie alle FDP-Mitglieder. Das ist ein schöner Sport, da muss noch einiges runterkommen.

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Brücken am Fluss
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Dienstag, 18. Dezember 2007
 

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Die Dresdener ziehen also den Blick auf die geplante Waldschlösschenbrücke dem auf das wunderschöne Elbtal vor. Richtig besessen sind sie davon, weil man es ihnen in ihren hohlen Köpfen eingetrichtert hat, daß diese Brücke wichtig ist: "Dresden braucht diese Brücke!" Man hat den Dresdnern schon früher Sachen in den Kopf eingehämmert und man macht das auch heute noch so. Sie scheissen auf den Titel "Weltkulturerbe", weil sie lieber in ihrem Tal der Ahnungslosen weiter leben wollen.

300 Jahre alte Buchen müssen häßlichen Brückenpfeilern weichen, weil die bekloppten Dresdner so entschieden haben. 1945 wurde Dresden schon einmal zerstört, nun wollen die Einwohner selbst mal Hand anlegen. Touristen werden anreisen, um das Lebenswerk der Milbradt-Milbe zu bestaunen.

Man kann nur hoffen, dass die vielen Befürworter diese elende Drecksbrücke auch richtig nutzen werden - und von ihr herunter springen! Dazu sind ja Brücken auch da.
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